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Schlicht und einfach gutFalter schreit. Sein Leben ist allerdings auch zum Schreien. Zum Schreien langweilig. Nicht einmal die Nachbarn regen sich auf, wenn Benno Falter jeden Morgen um sechs aus dem Fenster schreit. Dabei ist Falter Polizist - sogar in einer großen Stadt. In einer Landeshauptstadt. In Mainz. Doch es passiert nicht viel - nicht in Falters Revier, nicht in Falters Leben. Falter hat weder Frau, noch Freundin, noch Hobbys. Und wenn er mal etwas unternimmt, dann geht er sonntags zu Malzkaffee und Marmorkuchen bei zwei ältlichen Damen vorbei. Dummerweise stirbt eine davon. Dummerweise an einer Überdosis Insulin. Klugerweise beginnt Falter zu ermitteln.
Von da an ist nämlich Schluss mit Falters Lethargie. Erst vorsichtig, dann immer mutiger, schließlich schon fast leichtsinnig geht Falter auf Mördersuche. Und fallen ihm die ersten Indizien noch eher zufällig in die Hände, so muss er bis zur endgültigen Aufklärung des Falles doch mächtig rackern - und leiden. Leiden auch an seiner Vergangenheit. Denn viel von dem, was er mehr oder weniger erfolgreich verdrängt hat, stellt sich ihm nun wieder in den Weg. Doch diesmal weicht Benno Falter nicht aus.
Und deshalb ist „Falters Schrei" nicht nur ein spannender Krimi mit Mainzer Lokalkolorit. Es ist auch und viel mehr das Psychogramm eines Menschen, der sich Jahre lang vergraben hat und sich nun die Welt zurück erobert - Schritt für Schritt. Und Seite für Seite erfährt der Leser ein klein wenig mehr. Immer genau so viel, wie es zu Falters Entpuppung passt. Und so wird nicht nur die Hauptfigur zunehmend vielschichtiger, sondern auch der Fall.
Beschrieben hat Heidrun Immendorf das alles in einer Sprache, die phasenweise so lapidar, nüchtern und schlicht wirkt wie das Leben ihrer Hauptfigur. Konsequent einfach, aber einfach immer genau beobachtend und immer wieder mit überraschenden Bildern. Zudem mit viel Liebe für die Figuren und die Details. Und deshalb ist „Falters Schrei" schlicht und einfach ein gutes Buch.
Toller ErstromanEin spannendes Buch in dem ich immer wieder neue Täter entdeckte um dann kurz vor Schluss doch noch überrascht zu werden.
Ich war angenehm überrascht.
Viel Phantasie...Die Autorin hat für dieses Buch viel Phantasie an den Tag gelegt und somit entfernt es sich von der Realität. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in irgendeinem Ort es die Menschen dulden, wenn jemand jeden Morgen um 6.00 Uhr den Urschrei herausstößt. Desweiteren kann ich nicht glauben, dass ein Bezirksbeamter - auch wenn in Uniform - einen Mord aufklären darf, ohne dass die Kripo offiziell eingeschaltet wird. Lässt man diese beiden Fakten außer acht, ist das Buch flüssig geschrieben und lässt sich leicht lesen.Benno Falter - Bezirksamtmann - macht es sich nicht leicht im Leben und vielleicht ist es auch deshalb, immer an ihm vorbeigegangen. Mit dem Mord an seiner Bekannten, Margarethe Körner, will er das ändern. Er sucht den Mörder und begibt sich damit ständig in Gefahr... ein unfreiwilliges Bad im Fluß, ein toter Hahn und ein Mann ohne Namen ergeben immer wieder neue Spuren... und dann ist da noch die Geschichte mit Lumpen-Theo.