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Zusammen mit seinem Freund Armin kann Daniel es kaum erwarten, in die Hitlerjugend aufgenommen zu werden. Auf eigene Initiative führen die beiden bereits Aktionen durch und landen dafür sogar im Knast. Für Daniels Vater, der Rechtsanwalt ist, ein weiterer Beleg dafür, dass Daniel der Umgang mit dem Proleten Armin nicht bekommt. Doch Daniel ist fest entschlossen, auch gegen den Willen seiner Eltern Hitlerjunge zu werden. Da konfrontieren ihn seine Eltern mit der bitteren Wahrheit: Daniels Mutter ist Jüdin, er damit Halbjude. Er kann seinen größten Traum nicht wahrmachen und nicht nur diese Erkenntnis ist bitter ...
Die Frage der Treue im FaschismusDieser 'cross-over' Roman, für Jugendliche und Erwachsene, erzählt in einfühlsamer Weise die Geschichte einer Jugendfreundschaft zur Zeit der Nazi Herrschaft in Deutschland. Armin Hillman, Sohn eines dem Alkohol verfallenen Hafenarbeiters, und Daniel Kraushaar, dessen Vater ein angesehener Rechtsanwalt in Hamburg ist, sind unzertrennlich und begeisterte Anhänger der nationalsozialistischen Bewegung. Wie so viele andere damals, sind sie darauf erpicht, sich der Hitlerjugend anzuschließen und ihren Beitrag zum Aufbau des neuen Vaterlandes zu leisten. Doch dieser Traum wird Daniel nicht erfüllt, denn es stellt sich heraus, daß er mütterlicherseits jüdischer Abstammung und deswegen nach der Definition der Nazis ein 'Halbjude' ist. Kramphaft bemüht sich Daniel die jüdische Verwandtschaft seiner Familie zu verheimlichen - bis der Einzug seiner Cousine Mirjam, deren Vater ins Lager deportiert worden ist, diesen Versuch vergeblich macht. Chotjewitz schildert mit großem Einfühlungsvermögen, jedoch ohne sentimental zu werden, die Gefühle der Hilflosigkeit, der Wut und der Frustration, die den Jungen durchströmen und zu überwältigen drohen. Der Groll gegen die Eltern nimmt zu, als er sich von gemeinsamen Aktivitäten mit seinen arischen Mitschülern, wie z.B. das Fußballspielen, ausgeschlossen sieht. Armin möchte zu ihm halten, wird aber hin- und hergerissen zwischen seiner Treue zu dem Führer und seiner Treue zu Daniel. Dramatisch wird es für ihn, als eine aufblühende Liebe seiner SS-Karriere im Wege steht. Chotjewitz fängt auf bewundernswerte Art und Weise die Widersprüche der Zeit und die Herausforderungen des Gewissens ein, ohne einen belehrenden Ton anzuschlagen. Die Geschichte wird in Rückblenden aus dem Jahre 1945 erzählt. Daniel ist mittlerweile amerikanischer Staatsbürger und kehrt als Dolmetscher nach Deutschland zurück. Diese Erzählperspektive erlaubt es Chotjewitz, tief in die Welt des Kindes einzutauchen und gleichzeitig die spätere Einsicht des erwachsenen Erzählers zu benutzen, um den Zeitgeist kritisch zu analysieren. Das Blickfeld wird ferner erweitert, indem Chotjewitz auch die Gefühle der Eltern in Betracht zieht. Die Kraft dieses Romans liegt darin, daß er sich mit den ganz persönlichen, innerlichen Konflikten des jugendlichen sowie des erwachsenen Individuums im Faschismus befaßt. Dabei gelingt es Chotjewitz nicht nur die tiefgreifenden Implikationen der Nürnberger Gesetzte auf sensible Weise darzustellen, sondern auch eine Vielzahl von Fragen hinsichtlich des Rassismus und zwischenmenschlicher Beziehungen aufzuwerfen, die auch heutzutage noch nichts von ihrer Relevanz verloren haben.
Adelung-1793: Mensch, der · Mensch, das
DamenConvLex-1834: Halber Ton · Mensch, Menschheit
Herder-1854: Halber Beweis · Mensch
Kirchner-Michaelis-1907: Mensch
Meyers-1905: Halber Wind · Mensch (der) ist, was er ißt · Mensch · Kein Mensch muß müssen
Pataky-1898: Mensch, Frl. Dr. phil. Ella · Mensch, Der
Pierer-1857: Halber Wallach · Halber Ton · Halber Zirkel · Halber Wind · Gefüßter halber Pflug · Halber Beweis · Halber Mond · Neuer Mensch · Rother Mensch · Mensch · Alter Mensch · Innerer Mensch