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KompetentLange Zeit stand ich als Leiter einer Gruppe von Hexen und naturmagisch Interressierten vor dem Problem, dass es nur sehr wenige gute Bücher auf dem deutschen Markt gab, die ich reinen Gewissens empfehlen konnte. Dank Vickie Gabriel ist nun ein wichtiger Titel auf meiner Leseliste hinzugekommen.
Die Autorin weiß, worüber sie schreibt oder zumindest hat sie vorher sehr gründlich nachgedacht. In einem gut strukturietem Programm bringt sie dem Leser mehr als nur die Grundlagen bei, die man zur Priesterschaft in den neuheidnischen Religionen braucht. Sie entromantisiert das Heidentum und schaft es trotzdem zu zeigen, dass so schwer der Weg auch sein mag, es sich doch mehr als lohnt. Vorrausgesetzt man hällt es durch!
Aus den Seiten spricht die Stimme der Erfahrung. Ich habe selten ein Buch so gern gelesen, dass ganz offensichtlich mit dem Herzen geschrieben ist und trotzdem jeglichen Kitsch vermeidet.
Sie schafft es sogar, Fortgeschrittene noch einmal zum überprüfen ihrer eigenen Praktiken zu bringen und ich merkte sehr schnell, dass man auch nach vielen Jahren nie so gut ist, dass man nicht von Zeit zu Zeit einen Auffrischer gebrauchen kann oder sogar Dinge entdeckt, die man vorher nie bemerkt hat.
Ich pesönlich bin übrigens nicht immer mit der Autorin einer Meinung - und dass ist auch gut so. Selber aus einer britischen Tradition stammend haben ich z.B. eine andere Sichtweise und Gewichtung der Bäume, ich deute Ritualwerkzeuge anders und bei der Bestimmung von Festdaten würde mir auch noch eine dritte Alternative einfallen aber Frau Gabriel ist Deutsche und schreibt für ein deutsches Publikum und somit ist ihr Buch das richtige Ding am richtigen Ort zur richtigen Zeit - also GUT!
Außerdem schaffen verschiedene Meinungen fruchtbaren Boden für Diskussionen und dieses Buch scheint mir dafür der beste Humus zu sein - nicht jeder mag den Geruch aber die Pflanzen, die daraus erwachsen, sind stark und schön und bewundernswert.
Danke!
Erfrischend anders!"Wege zu den alten Göttern" ist eines der wenigen Bücher die mein Leben verändert haben. Ich liebe es über alles und kann dieses Buch allen empfehlen die sich auf eine tiefe Weise mit sich Selbst, der Natur und den Göttern auseinandersetzen wollen. Die Erfahrungen die ich machen durfte, draußen in der Natur und in meinem tiefsten Innern, haben mich auf meinem Weg ein großes Stück weitergebracht. Ich glaube wer Priesterin sein will muss sein Leben lang lernen und auch einen gewissen Grad an Reife haben um für sich selbst stark zu sein und für andere zu sorgen. Mir gefällt das Buch auch deshalb so gut weil es ehrlich und ohne Umschweife Wesensaspekte beleuchtet die jemand mitbringen muss wenn sie oder er Priesterin der Naturreligionen werde möchte.Es ist ein Arbeitsbuch im wahrsten Sinne und entfaltet erst seine wahre Stärke wenn es als Animierung gilt hinauszugehen in die Natur, in sich selbst zu kehren beim Meditieren und weitere Nachforschungen zu den besprochenen Themen zu betreiben.Die Kapitel des Buches bauen aufeinander auf und der Weg wird von Vorteil wie vorgeschlagen beim 1. Neumond zwischen 21.2. und 21.3. begonnen, da anfangs grundlegende Fragen behandelt werden, beispielsweise die nach dem "Warum" des PriesterIn seins. Das Buch ist in 13 Mond Monate unterteilt: Neubeginn, Herr der wilden Tiere, Göttin der Liebe, Der Königshirsch, Das Land, Das Opfer, Bestimmung, Heiliges Leben, Wurzeln, Gemeinschaft, Mondwege, Verantwortung & Weihe. Jedes Thema wird unter drei verschiedenen Aspekten betrachtet (um nur einige Beispiele zu nennen: Energiearbeit, Priesterin der Erde, Psychische Stabilität und Naturreligion, Der Coven, spirituelles Fasten, die Welt der Naturgeister und vieles spannendes mehr...) dazu gibt es jeweils eine Baumvorstellung und die Vorstellung eines göttlichen Archetyps, sowie eine Grundlegende Auseinandersetzung mit den Jahreskreisfesten, wobei bewusst auf Ritualbeschriebe per se verzichtet wird. Zur Vervollständigung jedes Mondmonates gibt es eine Atemübung, eine Meditation und eine Visualisation.
Seit also gewarnt, wer ernsthaft mit dem Buch arbeiten will und jegliche Themen am eigenen Leib erfahren will muss sehr viel Zeit investieren und wie schnell vergehen doch 28 Tage. Es lohnt sich aber auf jeden Fall sich die Zeit zu nehmen und wer sich einmal damit vertraut gemacht hat kann das Buch immer wieder als Nachschlagewerk für seine eigene Arbeit nutzen.Wege zu den alten Göttern führt den Leser auf einen wichtigen Lernprozess als Voraussetzung für eine PriesterInnenschaft. Vicky Gabriel's Mann, William Anderson brachte die männlichen Mysterien um den gehörnten Gott mit ein. Bei der Annäherung an Göttin und Gott sehe ich auch den Schwerpunkt dieses Buches, in diesem Prozess findet eine tiefe spirituellen Entwicklung statt und Schattenseiten werden aufgedeckt und transformiert. Alles in allem in wertvolles Buch für alle die Naturreligion wirklich leben wollen.
Sehr kompetent, aber....Ich kenne Vicky Gabriel noch als Autorin der Zeitschrift "Hag und Hexe" und fand sie immer klasse. Auch dieses Buch ist zweifellos mit viel Kompetenz und Herzblut geschrieben. Trotzdem konnte ich wenig damit anfangen. Ihr humoriger Schreibstil ging mir nach einiger Zeit gewaltig auf die Nerven und der ständig erhobene Zeigefinger ist auf Dauer schwer erträglich. Inhaltlich ist dieses Buch auf jeden Fall eine Fundgrube, allein durch die vielen Atemübungen und geführten Meditationen ist es sicher sein Geld wert. Ich habe es dennoch weiterverschenkt. Allein das reaktionäre Männer/Frauenbild, das William Anderson entwirft (Männer sind gebend, Frauen nehmend - aha!) und das sich durch das ganze Buch zieht, hat meine Toleranzgrenzen massiv überstrapaziert. Die dazu passenden kitschigen Zeichnungen waren auch meine Sache nicht... Außerdem gibt es ein paar wirklich dumme Sachfehler. Den Autoren zufolge sollte sich Naturreligion auf Naturerfahrung gründen. Schön. Nennt mich kleinlich, aber vielleicht sollte ihnen dann mal jemand erkären, dass die Hirsche ihre Brunftzeit nicht im Frühling, sondern im Herbst haben.
Fazit: Es gibt sicher viele Leute, die mit dem Buch gut arbeiten können. Genauso viele werden sich über seinen Inhalt zumindest partiell gewaltig ärgern. Ich gehörte leider zu letzteren...
Hervorragend!Als langjährige Leiterin einer Gruppe im Raum München bin war ich gezielt auf der Suche nach Büchern, die meinen Protégées beim Aufbau einer eigenen Gruppe helfen können. Und hier ist es. Endlich ein Buch, das uns erzählt, was wirklich wichtig ist!
Und endlich ein Buch, das den Leser darauf aufmerksam macht, worauf es bei einer Priesterschaft ankommt. Und viellleicht bringt es sogar einige Leute dazu ihr öffentliches Auftreten als "ich bin initiierter Wicca-Priester" etwas einzuschränken und sich dem Unterschied zwischen der Persönlichen Priesterschaft - aber auch der öffentlichen Verantwortung wenn man mit dem Schild "Priester" rumläuft bewusst zu sein.
Für Anfänger wie für Fortgeschrittene sehr geeignet - wobei ich bei Anfängern noch anmerken möchte, dass es besser ist, wenn sie bereits etwas an Erfahrung mitbringen.
Fazit: Hervorragend
Ganzheitlich !Mich hat Vicky Gabriels Schreibstil sehr überrascht; er ist locker flockig und humorig, sehr gut zu lesen. Sie setzt sich überraschender Weise auch kritisch mit sich und der Wicca-Szene ausseinander. Besonders schön fand ich, dass sie immer mal wieder darauf hin weist, das "man sein Gehirn nicht am Eingang abgeben" sollte und auch "Alte Hasen" auf dem Gebiet kritisch hinterfragt werden sollte - als Anfänger in der Szene läßt man sich ja doch ziemlich schnell verunsichern und denkt man mache irgendetwas falsch wenn man mit den "erfahreneren" nicht übereinstimmt...
Sie macht Mut, den eigenen Weg zu gehen. Auch den Wink, das man unter bestimmten Vorraussetzungen die naturreligiöse Priesterausbildung vertagen und statt dessen vielleicht erst einmal eine Psychotherapie machen sollte, fand ich sehr schön und überraschend verantwortungsbewußt. Das Buch selber ist gut aufgemacht und läßt sich gut nacharbeiten. Jeden Mond(-Monat)kann man ein Kapitel durcharbeiten und ist dann nach einem Jahr (13 Monden)(vielleicht!) soweit, sich zum Priester zu weihen/ weihen zu lassen.
Hilfreich finde ich neben den Atem- und Meditationsübungen auch immer wieder Fragen, die -wie nebenbei - den eigenen Zustand und die geistige Haltung zu gewissen Dingen hinterfragen. Für mich persönlich steht nach durchlesen diese Buches fest, dass noch viel mehr als 13 Monde ins Land gehen werden, bevor ich mich guten Gewissens zur Priesterin weihen kann.
Aber wie war das? Manchmal ist der Weg selber das Ziel!