Perez-Reverte, Arturo

Die Seekarte

Die Seekarte
  • Verlag: List Tb.
  • Erscheinungsdatum: 2003-01
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 656
  • ISBN: 3548602746
  • EAN: 9783548602745
  • Amazon.de Verkaufsrang: 212.699
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Beschreibung von buecher.de

Als Manuel Coy, Seeoffizier außer Diensten, bei der Auktion um eine alte Seekarte die Bekanntschaft der schönen Tanger Soto macht, ist dies der Beginn einer tragischen Liebe - und der Suche nach dem Wrack eines alten Schiffes mit einer wertvollen Ladung, das unter mysteriösen Umständen 1767 vor der spanischen Küste versank.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Abenteuer von versunkenen Schiffen mit wertvollen Schätzen faszinieren seit jeher Kinder und Erwachsene. Im vorliegenden Fall hat Arturo Pérez-Reverte, ein in Spanien gefeierter Bestsellerautor, einen schwergewichtigen Roman um Seefahrer, Macht und Habgier verfasst. Pérez-Reverte war 20 Jahre lang als Journalist tätig, bevor er dem Bücherschreiben verfiel. Er hat zu seinem eigenen Sprachstil gefunden, der durchaus als literarisch bezeichnet werden kann. Der Autor ist weniger ein Meister der Dialoge, die nur spärlich gesät sind, sondern vielmehr der genauen Beobachtung. Pérez-Reverte strickt seine Geschichte um die Auktion eines historischen Seeatlas aus dem 18. Jahrhundert, den eine geheimnisvolle und schöne Frau ersteigert. Manuel Coy, ein ehemaliger Seeoffizier, verliebt sich sofort in Tánger Soto und spricht sie nach der Versteigerung an. Beide jagen einem Traum hinterher: Coy ist von dieser Frau besessen, während Tánger nur ein Ziel hegt, die prächtige 'Gloria Dei' zu bergen. Nur Tánger und der Besitzer der Bergungsfirma wissen vorerst, dass sich an Bord der 'Gloria Dei', die 1767 nach einem erbitterten Gefecht vor der Südostküste Spaniens versank, ein wertvoller Schatz befindet. Coy, der von Tánger nur benutzt wird, nimmt das in Kauf und fährt mit ihr und einer raubeinigen Crew zur See, um dem Geheimnis um das Schiff auf die Spur zu kommen. Neben den Schilderungen rund um die Schatzsuche heizt der Verfasser durch seine genauen Beschreibungen von Tángers Gesten die Stimmung erotisch auf. Und das, ohne dass es zunächst überhaupt zu einer körperlichen Annäherung der beiden kommt. Neben dem Abenteuer auf See ist der Roman auch eine Selbstbespiegelung des Hauptakteurs Manuel Coy, der mit allen Wassern gewaschen ist. --Corinna S. Heyn

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Hannes Roth (Hannes.Roth@chello.at) fanden 19 von 20 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Gefühlsduseliger Abenteurerroman!

Voller Erwartung habe ich den neuen Roman von A. Pérez-Reverte in Angriff genommen - und wurde leider weitgehend entäuscht. Die Story beginnt äußerst vielversprechend und verkommt in weiterer Folge zu einem kitschigen Abenteuerroman der ein Klischee nach dem anderen bedient. Kurz zum Inhalt: Der vorübergehend suspendierte Seemann Manuel Coy trifft auf die schöne aber unnahbare Tánger Soto, die eine sehr alte und wertvolle Seekarte bei einer Auktion in Barcelona ersteigert. Nach einer ersten kurzen Begegung vor dem Auktionshaus folgt Coy der schönen Unbekannten nach Madrid ins Marinemuseum wo sie ihrer Arbeit als Forscherin und Ankäuferin von Raritäten nachgeht. Es dauert nicht lange und die beiden befinden sich auf der Suche nach einem 1767 versunkenen Schiff der "Dei Gloria". Was natürlich nicht fehlen darf ist ein Schurke in Gestalt des professionellen Schatzjägers Palermo und dessen Handlanger Kiskoros. Was nun folgt sind ein Haufen innerer Monologe Coys der scheinbar nur auf See glücklich sein kann und mit dem Leben an Land kaum oder gar nicht zu Rande kommt. Es kommt wie es kommen muß, Coy und Tanger finden "und vereinigen sich unter wilden und stürmischen Küssen miteinander" (Konsalik läßt grüßen!). Das Ende bietet auch keine großartigen Überraschungen der Schatz wird entdeckt und, ... mehr soll nicht verraten werden um die minimale Spannung aufrecht zu erhalten. Wer die Romane "Der Club Dumas" oder "Das Geheimnis der schwarzen Dame" gelesen hat, wird vom neuen Roman des spanischen Erfolgsautors mehr als entäuscht sein. "Die Seekarte" läßt die spannungsgeladene Schreibweise der oben genannten Romane vermissen und ist übersäuert mit kitschigen Passagen. Ein um etwa 150 Seiten verkürzter Roman wäre wahrscheinlich ein wirkliches Meisterwerk geworden! Daher kann ich nur 3 Sterne vergeben. 1 Stern Abzug für verschwendetes Talent und 1 Stern Abzug für aufgeblähte und spannungsarme Erzählweise.

Diese Rezension von Hannes Roth (Hannes.Roth@chello.at) fanden 12 von 15 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Gut umgesetztes Hauptthema, schlechte Rahmenhandlung

Bisher war ich eine grosser Fan der Perez-Reverte Romane. Allerdings konnte "Die Seekarte" meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Charaktere sind im Gegensatz zum "Club Dumas" flach und unglaubwürdig, und man hat grosse Schwierigkeiten ihre Handlungen nachzuvollziehen (z.B. die ständigen Gewaltausbrüche Coys). Einzig die sehr spannende Geschichte um ein gesunkenes Schiff und die damit verbundenen Rätsel hielten mein Interesse beim Lesen wach. Die "Liebesgeschichte" und das "Gut-gegen-Böse-Schema", die sich um die Ereignisse herumspinnen wirken leider arg konstruiert und halbherzig zusammengebastelt. Ähnlich wie im "Club Dumas" versucht Perez-Reverte eine Art Mystik um die weibliche Hauptperson aufzubauen, leider ohne Erfolg. Alles in Allem schafft "Die Seekarte" es nicht, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Das Hauptthema, nämlich das verschwundene Schiff, ist hervorragend umgesetzt, leidet aber doch zu sehr unter der eher dürftigen Rahmenhandlung.

Diese Rezension von w.klein@t-online.de fanden 11 von 11 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Großteils spannend erzählte Geschichte für 'Seebären'

Tanger, die coole und attraktive Historikerin sucht auf eigene Faust nach einer im 18. Jahrhundert vor der südspanischen Küste versunkenen Brigg und trifft dabei zufällig auf den schlichten und seeverliebten Seemann Coy, der mal angeheuert, Ihr auf dem Wasser hilft, sich aber auch gerne handgreiflich mit der rabiaten Schatzsucherkonkurrenz anlegt. Im Wechselbad der Gefühle träumt er ständig davon seiner Arbeitgeberin an den Rock zu gehen, gleichzeitig fühlt er sich aber von ihrem Spiel mit verdeckten Karten abgestoßen. Er sinniert über die Veränderungen auf der See in den letzten Jahrzehnten und immer wieder tauchen in seiner Phantasie Gestalten aus der großen Seefahrtliteratur auf, Ismael, Lord Jim u.a. lassen grüßen . - Verschiedene Träume werden wahr. Der finale Showdown kommt auf gar zu wenigen Seiten daher. Der Aufdruck 'Weltbestseller' auf dem Buchumschlag erweckt große Hoffnungen. Zu große. - Gott sei Dank befindet sich der Aufdruck dann doch nur auf einer gut getarnten Banderole um den Umschlag, welche schnell beseitigt ist. - Die einfache Geschichte ist linear und spannend erzählt, die Personen bekommen Charakter. Der Leser sollte allerdings ähnlich viel Interesse und Liebe zum Meer und zur Nautik aufbringen wie der Autor oder die Akteure des Buchs. In diesem Fall kann man das Buch über weite Strecken genießen und es werden sicher auch mal sinnleere Sätze oder Wiederholungen weggesteckt. Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, dass der Übersetzer mit dieser Seefahrtsthematik nicht allzu viel am Hut hatte.

Diese Rezension von L. Gross fanden 8 von 13 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Naja ......

"Die Seekarte", ein Buch, geschrieben mit sehr detaillierten Kenntnissen über die Seefahrt, wie sie heute tatsächlich ist. Die Befindlichkeiten des Protagonisten sind zunächst wirklich realitätsnah beschrieben, und der Gegenstand (die Geschichte der Seefahrt Portugals) ist noch viele Bücher wert. Doch ohne Not spannt der Autor diese Schilderungen über ein abstuses Handlungsgerippe, das mit Fortschreiten des Romans immer unglaubwürdiger und unsinniger wird. Die Reaktionen der handelnden Personen werden immer abwegiger, und man hat das Gefühl, der Autor habe gegen Schluss seine ganze Energie zusammenraffen müssen, und die Handlungsfäden wieder aufs Notdürftigste zusammenzuflicken. Schade drum, trotz wirklich guter Ansätze eigenlich nicht wirklich lesenswert.

Diese Rezension von L. Gross fanden 7 von 8 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Ein laues Lüftchen

Mehr aus starkem Willen, denn aus wachsendem Intersesse, las ich Arturo Perez-Revertes Buch "Die Seekarte" zu Ende. Die Erwartungen hatte ich schon aufgrund der interessanten Thematik und des bekannten schriftstellerischen Könnens (abgesehen vom schwachen "Jagd auf Maututin") hoch gesteckt. Natürlich sollte man dieses Buch nicht mit dem Gesamtwerk des Autors vergleichen, dennoch fällt das Urteil für dieses Buch nicht sonderlich positiv aus. Eine Handlung, die man binnen weniger Minuten an eine dritte Person mündlich weitergeben kann, keine wirklich dramatischen Höhepunkte und wenig Spannung (und wenn sie verhanden ist, verebbt sie meistens in ellenlangen Lamentierungen), Personen, die trotz detaillierter überausführlicher Beleuchtung, trotzdem monoton bleiben und oftmals irrige Sprünge in der Handlung und der krampfhafte Versuch eine "Ich"-Person ins Spiel zu bringen, machen dieses Buch zu einen Tiefpunkt im Schaffen des spanischen

Schriftstellers. Da bleibt mir nur die Empfehlung für sein Buch "Die neun Pforten (bzw. "Der Club Dumas") und die Hoffnung, daß er sich auf seine guten Werte besinnt und mit "Königin des Südens" wieder einen brauchbaren Roman vorlegt. In diesem Falle wäre nämlich nicht mal weniger mehr gewesen (betreffend vorgeschlagener Kürzungen). Besser wäre es gewesen die Romanidee zu bewahren, das Werk als solches jedoch nicht in diesem Zustand als Buch herauszugeben.Schade, daß es nicht "0" Sterne gibt.

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