Lebe, Reinhard

War Karl der Kahle wirklich kahl?

Karl der Kahle war wohl wirklich kahl. Auch im neunten Jahrhundert galt das nicht als Vorzug. Deshalb sah sich dieser Westfrankenkönig genötigt, ein entsprechendes Gedicht in Auftrag zu geben, in dem Kahlheit als besondere Auszeichnung des Schicksals gepriesen wurde. Diese Werbeschrift ist uns erhalten geblieben und ein Beleg dafür, dass man sich auf Werbung immer verlassen kann. Das Mittelalter liebte herrscherliche Beinamen. Sie dienten zur besseren Unterscheidung - wer kam schon klar mit all den nummerierten Heinrichs usw.? - und konnten Respekt ausdrücken oder auch Spott, Häme, Charaktereigenschaften oer biografische Fakten (etwa der 'Gebissene'). Reinhard Lebe hat dies alles höchst vergnüglich erzählt und ausgeleuchtet.


  • Verlag: DTV
  • Ausstattung: 2003. 156 S.
  • ISBN: 3423308761
  • Preis: 8,50 €

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