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Wie in allen 'Minuten-Managern' wird auch hier die Message in eine kleine Geschichte mit vielen Dialogen eingekleidet. Peggy Sinclair bekommt den Auftrag, ein Werk der metallverarbeitenden Industrie binnen kürzester Zeit aus der Verlustzone zu führen. In der Fabrik herrschen Routine, Lethargie, Pessimismus. Alle scheinen sich mit dem Untergang schon abgefunden zu haben. Wie kann man einer solchen angstgelähmten Belegschaft neuen Geist einflößen? Zufällig trifft Peggy einen ungemein erfolgreichen Manager-Kollegen, bei dem sie ungewöhnliche Lösungen für ihre Probleme findet. Dieser Spitzenmanager heißt Andy Longclaw, denn er ist indianischer Herkunft. So einfach die Botschaften dieses Büchleins sind, so raffiniert werden sie serviert. Blanchard und Bowles sind wahre Meister der Kommunikation und der Motivationskunst.
Simple Botschaft in Groschenromanform - trotzdem lesenswertEine Managerin, die sich in der Unternehmenszentrale unbeliebt gemacht hat, wird mit der Ernennung zur Generalmanagerin eines Werkes 'belohnt'. Ihre Aufgabe ist es, den maroden Kasten in unmöglich kurzer Zeit in die Gewinnzone zu führen. Sie findet heraus, daß eine Abteilung hochprofitabel arbeitet und wendet sich an den Abteilungsleiter (nachdem sie dessen Chef gefeuert hat). Der ist Indianer und erklärt ihr das vom Vater vererbte Geheimnis - Gung-Ho - auf sehr unkonventionelle Art und Weise, nämlich durch Beobachtung der Natur. Die Managerin ist begeistert, führt Gung-Ho im gesamten Betrieb ein, schafft den Turnaround und wird im Weißen Haus geehrt... Ob sich die Rühr-Story, die die Rahmenhandlung dieses Buchs bildet, wirklich so zugetragen hat, lassen die Autoren offen denn "diese Fragen sind die falschen Fragen". Wichtig ist die Botschaft, die vermittelt werden soll, und die ist klar: Wir brauchen Gung-Ho - Freude an der Arbeit. Dahinter stecken 1. " Der Geist des Eichhörnchens" - Sinnvolle Arbeit, 2. "Der Weg des Bibers" - Selbst bestimmen, wie das Ziel zu erreichen ist und 3. "Das Geschenk der Gans" - Andere enthusiastisch anfeuern. Diese Prinzipien werden ausführlich erklärt. So ist es der erste Schritt zu sinnvoller Arbeit im Geiste des Eichhörnchens, jedem klar zu machen, wie wichtig seine Arbeit für das gemeinsame Ganze ist und so zu dem Bewußtsein zu kommem, dass wir die Welt besser machen. Weitere Schritte auf dem Weg zum Geist des Eichhörnchens müssen folgen: gemeinsame Ziele, bestimmte Werte...Man kann über die Botschaft von Gung-Ho kaum streiten, jeder gesunde Menschenverstand erkennt, daß langfristiger Erfolg kaum mit demotivierten Mitarbeitern zu erreichen ist (schaut man sich die wirkliche Welt an, gewinnt man allerdings den Eindruck, daß sich in den Chefetagen nicht besonders viel gesunder Menschenverstand aufhält). Aber was uns hier in ungewöhnlicher Form als Botschaft vermittelt wird, ist schon längst dagewesen. Fast alles, was hier an Anregungen und Vorschlägen geboten wird, ist Teil der '14 Punkte für die Transformation des Managements' von EDWARDS DEMING. Auch stilistisch sind die Autoren von diesem Großen Alten Weisen mehr als inspiriert. "Ein Unternehmen nur mit dem Blick auf die Zahlen zu leiten, ist, als wolle man Baseball spielen und dabei die Augen nicht von der Punkteanzeigetafel lösen, statt auf den Ball zu achten." (S. 61) - jeder Deming-Kenner bekommt bei einem solchen Zitat leuchtende Augen.Der Hauptkritikpunkt an dem vorliegenden Werk ist die Unvollständigkeit. Es fehlt der Rahmen, der für Gung-Ho notwendig ist (und der Rahmen ist DEMING!!). Denn in dem vorliegenden Beispiel konnte Gung-Ho nur funktionieren, weil das Werk von der Zentrale bereits aufgegeben war und somit in Ruhe arbeiten konnte. (Welche Ironie! Der verknöcherte alte Boss, der als personifiziertes Anti-Gung-Ho dargestellt wird, geht damit den Weg des Bibers). In der wirklichen Welt kommen aus den Unternehmenszentralen regelmäßig Vorgaben zu Personalreduzierungen - und dann nützen die ganzen Weisheiten von Blanchard/Bowles nicht mehr viel: "Die Nieten kosten uns beinahe drei Punkte Produktivität. Wenn wir sie entließen, dann hätten wir uns auch bald von allen wichtigen Werten losgesagt, und das wäre das Ende unserer Gung-Ho-Einstellung. Dann aber würde die Produktivität um siebzehn Punkte sinken." Bevor man sich enthusiastisch an die Gung-Ho Umsetzung macht, sollte man zuerst prüfen, ob der Rahmen stimmt oder ob man nicht Morgen ein Drittel der Belegschaft abbauen muß.
Ein weiterer Kritikpunkt: Es wird viel über das Ziel geredet und wenig über den Weg (das gilt aber für schätzungsweise 99,8% der Managementliteratur). Das heißt, die Autoren wissen genau, was getan werden muß, aber sie verraten zu wenig darüber, WIE es getan werden soll, welche Schwierigkeiten zu überwinden sind, welche konkreten Aktionen hilfreich sein könnten, etc.Daß dieses Buch dennoch kein Mega-Flop ist, liegt zum einen an dem flüssig-lebendigen und spannend-unterhaltsamen Schreibstil, und zum anderen daran, daß allerlei Brauchbares zwischen den Zeilen zu finden ist. So ist es höchst ungewöhnlich, daß sich die Managerin von einem 'Untergebenen' erklären läßt, wie die Firma zu retten ist und dies auch noch 1:1 umsetzt. Öfters mal auf Leute hören, die es besser wissen, ohne Angst sich dadurch eine Blöße zu geben - hier könnte der eine oder andere Jungmanager vielleicht ins Grübeln kommen. Ungewöhnlich ist es ebenfalls, Problemlösungen durch Analogien in der Natur zu suchen - auch wenn dieser Trend stark im kommen ist (DEE HOCK "Birth of the Chaordic Age").
Und vieles mehr: was der Job eines wahren Vorgestzten ist, was der wirkliche Unternehmenszweck ist (NICHT der Profit - der ist das Resultat, NICHT die Kunden - die sind das Mittel, sondern die Mitarbeiter!) u.s.w. Fazit: Nachdem die Japanische Managementpilosophie out ist, verkauft man jetzt halt ein indianisch-chinesisches Konglomerat. Nichtsdestotrotz ist Gung-Ho ein lesens- und irgendwie auch liebenswertes Buch, aus dem jeder viel für sich ziehen kann. Eigentlich müßte es Pflichtlektüre für Top-Manager sein, um deren gesunden Menschenverstand mal wieder anzuregen. Als Management-Berater taugt das Buch allerdings wenig (außer für unabhängige Betriebe und für CEOs), hier empfehle ich RAFAEL AGUAYOS Geniestreich "Dr. Deming - The American who told the Jaoanese about Quality". Dort finden sich alle Aspekte von Gung-Ho wieder und sie werden in einen breiteren Kontext gestellt.
Managementtechniken - für Jedermann verständlich!Vorweg: Dieses Buch sollten Sie lesen. Egal, ob Sie Pädagogin, Führungskraft, Selbständiger oder Trainer sind. Wann immer Sie mit einer Gruppe (oder Teams) von Menschen zu tun haben, werden Ihnen die darin enthaltenen Ratschläge helfen, noch effizienter zu arbeiten und Zufriedenheit für sich und Ihre Team-Kollegen zu erzielen.Das Buch basiert angeblich auf einer wahren Geschichte und berichtet von der jungen Geschäftsführerin, die ein unrentables Unternehmen in relativ kurzer Zeit so profitabel gemacht hatte, daß sie in den ganzen Vereinigten Staaten bekannt wurde.Für Führungskräfte und karriereinteresseirte Berufseinsteiger deshalb wertvoll, weil es viele Beispiele zu den häufig strapazierten Begriffen "Werte" und "Ziele" bietet:
Worin liegt der Unterschied zwischen Werten und Zielen?
Welche Bedeutung haben diese Unterschiede für die tägliche Arbeit einer Führungskraft und ihrer Mitarbeiter?Solchen und ähnlichen Fragen gehen die Autoren mit großer Sensibilität nach. Dabei konzentrieren sie sich auf ganz pragmatische und zentrale Gedanken. Außerdem findet sich unter dem Thema "Ermunterung und Lob" eine kurze und ausgezeichnete Darstellung der Merkmale wirkungsvollen Feedbacks. Eine unterhaltsame Lektüre mit vielen Praxisratschlägen. Kaufen, lesen, anwenden!
"Gung Ho" Wie Sie jedes Team auf Höchstform bringenWas bedeutet "Gung Ho"? Gleich nach einigen Seiten, wird dieses Geheimnis gelüftet.
Interessant, spannend, gefühlvoll und mit einem Schuß Humor schildern die Autoren, was motivierte Teams wirklich bewegen können. Außerdem konnte ich mir alles bildlich vorstellen.
Indianische Weisheit in Kombination mit fachlicher Kompetenz........da kommt auch Gefühl ins Spiel, da hat der einzelne Mensch seinen Platz, das wird gelobt, da darf jeder seine Ideen los werden, da bewegt sich etwas......
Mich persönlich hat dann das Ende der Geschichte tief berührt.
"Gung Ho" - mit dieser Einstellung lässt sich das Leben an sich, aber auch die Berufswelt um einiges lebenswerter gestalten......
Ein tolles ErlebnisEinmal mit dem Buch begonnen, habe ich es in einem durch ausgelesen. Es wird sehr amüsiant und trotzdem tiefgängig darüber geschrieben, wie ein Unternehmen durch seine Mitarbeiter gestaltet wird. Dieses Buch ist ein MUSS für all jene Manager, die es tagtäglich schaffen einen Scherbenhaufen an demotivierten Mitarbeitern zu hinterlassen .....
Lehrreich und inspirierendEin Buch, welches Teamentwicklung in einen emotionalen Rahmen stellt, der die Inhalte sehr leicht verständlich macht und zum TUN einlädt. Schritt für Schritt!Sehr gelungen!
Brockhaus-1809: François Blanchard · Blanchard
Brockhaus-1911: Bowles · Blanchard [2] · Blanchard
DamenConvLex-1834: Blanchard, Madame
Heiligenlexikon-1858: Johannes Petrus Blanchard (901)
Herder-1854: Bowles · Blanchard
Meyers-1905: Bowles · Blanchard [1] · Blanchard [2]