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Die Frage nach den Arbeitsbedingungen im Spital, aber auch in der Arztpraxis stellt sich immer dringlicher. In diesem Buch werden erstmals zahlreiche Untersuchungen über Arbeitsbedingungen, Belastungen und Ressourcen sowie über mögliche Ansätze der Organisationsentwicklung in Krankenhaus und Arztpraxis zusammenfassend dargestellt.
Hohe Fluktuation unter Pflegekräften und zunehmende Schwierigkeiten, medizinisches Personal zu gewinnen bzw. zu halten, lassen die Frage nach den Arbeitsbedingungen im Spital, aber auch in der Arztpraxis immer dringlicher werden.
In diesem Buch wird erstmals eine größere Anzahl von Untersuchungen über Arbeitsbedingungen, Belastungen und Ressourcen sowie über mögliche Ansätze der Organisationsentwicklung in Krankenhaus und Arztpraxis zusammenfassend dargestellt. Es werden Ergebnisse arbeitspsychologischer Untersuchungen bei Ärztinnen und Ärzten, bei Pflegekräften sowie in den Institutionen Krankenhaus und Arztpraxis präsentiert. Dabei geht es auch um die
Die Schweiz 1850Gotthelf ist wirklich keine einfache Kost. Wenn man sich schon durch die wilde Schweizer Mundart durcharbeiten muß, hemmt einen des weiteren noch manche "seltsame" soziale Einstellung, zum Beispiel im Verhältnis Ulis zu seinem Meister. Unterwürfigkeiten und braves Gehorsam, dass so gar nicht mehr bekannt ist und heutige Leser eher abschreckt.Und gerade darin liegt eigentlich die Stärke Gotthelfs Roman - wenn wir heute den belehrenden Charakter eher belustigend finden können, ist die Schilderung der Lebens-, Arbeits- und Wohnbedingungen aus der Schweiz um 1850 herum ein wunderbares Erlebnis. Dinge, die uns unvorstellbar sind - so zum Beispiel wurde nur ein Raum geheizt und auch darin durfte nicht jeder sich aufhalten (aus ständischen Gründen!) - werden hier, besser als in jedem historischen Roman geschildert und vor allem sind sie aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe des Autors (Gotthelfs Romane spielen nie mehr als 60 Kilometer um seinen Heimatort) glaubhafter.Gotthelf mag zwar in seinem herunterbetenden Stil ermüden, und manche Kapitel kann man auch schon mit der Überschrift abtun - dennoch bleibt er bis heute lesenswert - auch für Nichtschweizer. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Aufstieg eines Bauern - psychologisch faszinierend gezeichnet"Uli der Knecht", im Jahr 1840 geschrieben, ist ein bäuerlicher Bildungsroman. Zu Beginn ist der Titelheld versoffen und pflichtvergessen; die Vorwürfe und Ermahnungen seines Meisters schlägt er bedenkenlos in den Wind. Doch dessen väterliche Güte und uneigennützige Humanität führen Uli allmählich auf den Weg der Besserung. Er wird zu einem genügsamen, fleißigen Musterknecht, der zwar immer wieder in Versuchung gerät, aber alle inneren und äußeren Prüfungen besteht und am Ende dank der Heirat mit dem ebenso rechtschaffenen Vreneli sein verdientes Glück findet: Er kann den Hof, auf dem er zuvor jahrelang geschuftet hat, als Pächter übernehmen. Der erste Teil von Jeremias Gotthelfs Doppelroman (zweiter Teil: "Uli der Pächter") ist trotz seines belehrenden Anspruchs mehr als bloße bieder-beschauliche Erbauungsliteratur. Es ist ein auch heute noch ein hinreißendes, ergreifendes, zutiefst menschliches Werk, das durch die hervorragende psychologische Zeichnung seiner Figuren, durch die wortmächtigen und kenntnisreichen Schilderungen bäuerlichen Lebens und durch einen teilweise umwerfend komischen Mutterwitz überzeugt.
Die Bauern in der Schweiz um 1840Dieses Buch zeichnet ein sehr detailgenaues Bild des bäurischen Lebens in der Schweiz um 1850. Der Held ist ein, wie sollte es auch anders sein, Knecht namens Uli. Dieser ist zu Beginn der Geschichte alles andere als fleißig und pflichtbewusst, sondern eher Wein, Weib und Gesang zugetan. Nachdem sein Meister ihn aber mehrmals ins Gebet nimmt, reißt Uli sich zusammen und macht aufgrund seiner immer tüchtigeren Arbeit gute Werbung für sich, was ihn zum Meisterknecht mit höherem Verdienst auf einem anderen Hof macht. Dort bringt er alles auf Vordermann und verdreht nebenbei und eher unfreiwillig dem einen oder anderen weiblichen Angestellten und/oder Familienmitglied den Kopf. Er hat mit faulen Arbeitern, Intrigen, falschen Versprechen und misstrauischen Meistern zu tun. Das alles scheint aber dem mittlerweile gereiften Uli nichts anhaben zu können und am Ende wird sogar geheiratet.
Jeremias Gotthelf verschafft uns Lesern einen sehr genauen Blick auf das Leben der Bauern, indem er alltägliche Begebenheiten fast minutiös beschreibt, ob es sich dabei um das Essen, das Heiraten, das Eheleben oder das Arbeiten auf dem Hof handelt, besser wird das kaum ein Geschichtsbuch darlegen können. Leider verläuft der Autor sich manchmal ein wenig und weniger wäre dann deutlich mehr gewesen. Ich hatte desöfteren das Gefühl, dass es nicht wirklich voranging. Vor allem in den Kapiteln, in denen der Baumwollhändler mit des Meisters Tochter anbändelt und Uli nur noch zu einer Randfigur verkommt, ist das besonders deutlich zu spüren. Nicht zu vergessen hierbei, dass man sich sowieso schon durch den, zumindest für mich, oft völlig unverständlichen schweizer Dialekt arbeiten muss, so dass dann eine Stagnation in der Geschichte doppelt schwer wiegt. Größtes Manko ist aber, das die Entwicklung Ulis dafür, dass es sich hier um einen Entwicklungsroman handelt, viel zu schnell abgeschlossen zu sein scheint. Wenigstens hatte ich das Gefühl, dass sich bei ihm seit der Ankunft auf dem neuen Hof nicht mehr viel ändert. Manchmal muss er noch seinen alten Meister um Rat fragen, das stimmt, aber das ist ja nun nicht unbedingt Zeichen einer noch nicht abgeschlossenen Entwicklung. Den gefestigten Charakter hat er nach wenigen Seiten schon.
Insgesamt tendiere ich also am ehesten zu 3 Sternen, also Mittelmaß. Denn das passt, bis auf die Beschreibung der einzelnen Charaktere, die ist psychologisch sehr gut, auf alles an bzw. in diesem Buch. Außerdem ist mir der erhobenen Zeigefinger, Gotthelf war ja Pfarrer und wollte dementsprechend natürlich seine Moralvorstellungen unter seinen Lesern verteilen, vor allem im letzten Kapitel ein bisschen zu weit erhoben.