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In Deutschland streben immer mehr Akademiker neben dem Beruf oder als Assistent eines Lehrstuhls den Doktortitel an. Ein Dr. rer. pol, Dr. jur., Dr.-Ing., Dr. rer. nat. oder Dr. phil. macht sich gut auf dem Visitenkärtchen, verspricht der Titel doch die soziale Hochschätzung aller Nichtpromovierten, Karriere und mehr Geld im Portemonnaie. Doch die meisten Promotionswilligen unterschätzen die Schwierigkeit, einen guten und schnellen Doktorvater einer deutschen Universität zu finden. Dr. Robert Baring gibt wertvolle Tipps, wie die Suche nach einem geeigneten Doktorvater zum Erfolg und die Promotion zügig vorangebracht werden kann.
Und noch ein Verriss28 Rezensionen zu einem Buch mit diesem Thema, das ist eine wirklich beachtliche Zahl. Und genauso beachtlich ist, dass die Bewertungen nahezu bipolar in Verrisse und Empfehlungen aufgeteilt sind. Als ich das Buch vor ein paar Tagen in die Hände bekam, wollte ich mir deshalb unbedingt selbst ein Bild von ihm machen.
Wie schon andere Rezensenten feststellten, handelt es sich in der Tat um ein sehr kleines und dünnes Buch; hätte es keine Klebebindung, könnte man von einem Oktavheftchen sprechen. Darüber täuschen auch die 123 Seiten nicht hinweg, deren Zählung bereits beim Schmutztitel beginnt und im Weiteren allein 32 Seiten umfasst, auf denen nichts steht. Somit bleiben 84 Seiten übrig, auf denen jeweils rund 4 Sätze in einer Schriftgröße gedruckt sind, die selbst von Altersweitsichtigen problemlos gelesen werden kann (zum Vergleich: diese Rezension besteht aus etwa 25 Sätzen). Einen erkennbaren Sinn machen Schriftgröße und Buchformat nicht, der Band ist schließlich nicht explizit als Taschen-Buch konzipiert. Hier wurde also ein kurzer Text zu einem Buch aufgebläht.
Das, wie auch der dafür beträchtliche Preis wären indes verschmerzbar, wenn wenigstens der Inhalt stimmte. Doch leider ist es um den meist nicht viel besser bestellt. Ein Beispiel (S. 17): "Dieses Buch richtet sich ausschließlich an seriöse Akademiker, ..." - wer immer damit gemeint sein mag (vermutlich diejenigen, die es gekauft haben). Und das Sprachgewirr fängt schon beim Titel an: Was ist wohl ein 'schneller' Doktorvater? Hängt die Promotionsdauer nicht maßgeblich vom Promovierenden ab? Und 'Doktorvater einer Universität' klingt 1., als gäbe es an jeder Uni nur einen, und 2., als wäre dieser so etwas wie ein Geburtshelfer seiner Hochschule. Dabei hätte das Wörtchen 'an' im Titel durchaus noch Platz gehabt.
Außerdem wimmelt es im Buch von Ratschlägen, auf die jeder ohne langes Nachdenken selbst kommt, wie 'Suchen Sie sich ein Thema, das wissenschaftlich relevant ist und das Ihnen liegt. Erstellen Sie ein Exposé. Vergleichen Sie die Promotionsordnungen mehrerer Hochschulen. Analysieren [!] Sie geeignete Professoren.' Wie man dabei möglichst sinn- und planvoll vorgeht, wird indes selten verraten - wie auch, bei dem Seitenumfang.
Da wundert man sich nicht mehr über die vielen negativen Besprechungen, allenfalls über die positiven. Und sieht man hier einmal genauer hin, stellt man schnell fest, dass bereits die ersten fünf Rezensionen offensichtlich vom Autor bestellt, wahrscheinlich sogar von ihm selbst geschrieben wurden. Dafür spricht schon, dass sie alle an zwei Tagen verfasst wurden und der Schreibstil stark an den im Buch erinnert. Außerdem wird wohl kaum jemand, der dieses Bändchen einmal in der Hand hielt, es in solchen Tönen loben - es sei denn, man ist der Autor selbst oder diesem verbunden. Die Krönung ist allerdings, dass er sein eigenes Werk in einer späteren, namentlich gekennzeichneten Besprechung noch einmal mit den Worten empfiehlt, dass die hier abgegebenen Tipps eigentlich selbstverständlich sind. Dem ist in der Tat nichts hinzuzufügen. Warum also Geld dafür ausgeben?
Nachtrag: Diese Besprechung bezieht sich nicht auf die im Bild gezeigte, 44-seitige Auflage, sondern auf die erste Auflage des Buches. Ich fürchte indes, dass mit der Verringerung der Seitenzahl die inhaltlichen Schwächen nicht behoben wurden. Zumindest hat es beim Titel dafür nicht gereicht.
Schade ums GeldMan kann sichs's ja denken: Eine Wunderwaffe für die Suche nach einer Doktorarbeit kann ein solches Buch nicht sein, allerdings erwartet man schon eine fundierte Hilfestellung gerade wenn man am Anfang seines Dissertationsvorhabens steht. Daher habe ich zähneknirschend die 20 EUR (immerhin 40 DM) investiert, allerdings, wie sich nach Erhalt des Buches und erstem Durchlesen herausstellte (dauert immerhin 20 min.), völlig für die Katz'. Das dünne Büchlein, das eher einer selbstkopierten Informationsbroschüre gleicht, wendet solch prima Tricks wie 14Pt. Schriftgröße, großen Zeilenabstand und ab und zu einseitige Bedruckung an, um überhaupt auf eine zweistellige Seitenzahl zu kommen. Davon abgesehen: Nach langanhaltender Einleitung, die auch noch mit moralinsauren Appellen verziert ist, kommt der Autor langsam zum Punkt. Man denkt, jetzt wird es interessant (es sind auch einige verwendbare Anregungen abgedruckt), aber dann ist's schon wieder vorbei.Fazit: Die inhaltlichen Punkte passen locker auf zwei DIN-A4 Seiten, das ist aber nie und nimmer 20 EUR wert. Schad' ums Geld eben
Grottenschlecht!Das Buch ist wirklich ein Witz! Mich würde zu sehr die Doktorarbeit von Herrn Baring selbst interessieren- ob die wohl auch in dem gleichen simplen Stil gehalten ist? Man sollte meinen, dass der Autor sich über das Zielpublikum (Akademiker) eines solchen Ratgebers nicht im Klaren war, denn seine gewählte Sprache ist sicherlich auch für Vorschüler verständlich. Die sogenannten Tipps spotten aller Beschreibung- alles Common sense. Gibt es denn wirklich noch Leute, die nicht wissen, dass man seine Unterlagen schön ordentlich ohne Schmutzflecken abgegeben sollte?? Das Büchlein produzierte viele dieser unglaublichen "Aha-Ergebnisse".Der Preis für das schlanke Büchlein, dass häufig nur einseitig und dafür mit Schreibgröße 14-16 bedruckt ist, ist vollkommen überzogen. Investieren Sie das Geld lieber in den Tierschutzbund oder den WWF- damit ist allen mehr gedient. In meinen Augen ist das Buch absolut wertlos.
Nicht das Geld wertDer Grundgedanke dieses Buches ist natürlich sehr lobenswert, aber das Buch an sich ist nicht das viele Geld wert, das es kostet. Man kann sich die gleichen bzw. weitaus bessere Informationen bzgl. Promotion auch im Internet besorgen, was wesentlich günstiger ist! Die Informationen, die im Buch gegeben wurden, waren allesamt wertlos. Es wurden keine speziellen Tipps gegeben, die einem wirklich weiterhelfen könnten. Es handelt sich bei dem Werk um ein kleines, vollkommen überteuertes Taschenbuch, das einen an spezielle Bücher für Weitsichtige erinnert (extra-große Buchstaben)- offenbar, um zu verschleiern, wie wenig eigentlich in dem Buch steht. Häufig sind die Rückseiten auch nicht einmal bedruckt... Insgesamt war ich sehr enttäuscht von dem Buch und kann es auf keinen Fall mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Zu dem Thema gibt es wesentlich bessere Bücher zu empfehlen, z.B. von Helga Knigge-Illner oder Ute Herwig!
ach nee...Was habe ich also aus diesem Büchlein (Taschenbuchformat, 3mm dick, 16-Punkt-Schrift, doppelter Zeilenumbruch) gelernt: (1) man sollte wissen, was einem Spass macht, (2) man sollte sich gut überlegen, ob einen das Thema langfristig interessieren könnte, (3) man sollte nicht unvorbereitet in die Sprechstunde des potentiellen Doktorvaters kommen, (4) das Exposé sollte formal korrekt sein, um den Doktorvater nicht abzuschrecken. Wer hätte das gedacht!!Wer auf diese banalen Erkenntnisse nicht auch schon ohne das Buch gekommen ist, der sollte sich das mit der Promotion vielleicht noch mal gut überlegen...
Adelung-1793: Schnellen · Universität, die
Brockhaus-1911: Schnellen · Baring-Gould · Yale-Universität · Harvard-Universität · Hopkins-Universität
DamenConvLex-1834: Universität
Herder-1854: Baring · Universität
Meyers-1905: Schnellen · Baring-Gould · Baring · Purdue-Universität · Gregorianische Universität · Hopkins-Universität
Pataky-1898: Baring, Natalie, Leipzig · Baring, Natalie
Pierer-1857: Schnellen · Baring · Baring · Universität