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Weithin bekannte und berühmte Täler, Bergmassive und Gipfel prägen die französischen Zentralpyrenäen zwischen dem Val d'Azun im Westen und dem Vallee d'Ustou im Osten. Balaitous, Vignemale, Marcadau, Gavarnie, Neouvielle oder Mont Valier sind Ziele voller Klang und Namen, die bei vielen Bergwanderern in den Pyrenäen ganz oben stehen. Von allen ist der Cirque de Gavarnie im Herzen des 'Parc National des Pyrenees' unbestritten die herausragende Attraktion. Er wurde zusammen mit den benachbarten Cirques d'Estaube und Troumouse 1967 von der Unesco in die Liste des 'Weltkultur- und -naturerbes' aufgenommen. Jedes Jahr pilgern zahllose Besucher zum Talschluss, um das grandiose Amphitheater mit den prächtig geformten Kalkmassen und den tief abstürzenden Kaskaden zu bestaunen.
So einzigartig die imposante Bergumgebung von Gavarnie ist, die anderen Gebirgs- und Tallandschaften der französischen Zentralpyrenäen müssen sich beileibe nicht verstecken. Sattgrüne Weiden, märchenhafte Wälder, schäumende Wildbäche, tosende Kaskaden, blumenübersäte Wiesen, verträumte Bergseen, mächtige Bergkessel und stolze Gipfel bilden ein traumhaftes Naturrevier mit eindrücklichen Bildern und starken Erlebnissen auf Schritt und Tritt. Zahllos sind die Gelegenheiten zum intensiven Kennenlernen und Genießen dieser faszinierenden Bergregionen, auf einfachen Wanderungen ebenso wie auf anspruchsvollen Hochtouren. Dazwischen liegt eine breite Palette an Wandermöglichkeiten, die jedem Anspruch und Geschmack gerecht wird. Die Wanderwege der französischen Zentralpyrenäen, allen voran der GR10, auf dem mehrere Touren in diesem Führer verlaufen, sind vorbildlich gepflegt und zumeist sehr gut ausgewiesen; und oftmals erwartet den Wanderer am Ende einer Tour eine bewirtschaftete Hütte.
Angesichts der Fülle an Wandermöglichkeiten können die 50 Routen dieses Wanderführers nur einen repräsentativen Ausschnitt bieten. Sie sollen dem Bergliebhaber die Auswahl erleichtern und es ermöglichen, den landschaftlichen Reichtum der französischen Zentralpyrenäen nach eigener Façon zu erkunden.
Guter Führer für ein schönes GebirgeNach meinem Wissen ist dieser Führer im deutschsprachigen Raum konkurrenzlos. Nach einer allgemeinen Einleitung mit gut recherchierten Einzelheiten wie etwa Strassensperren mit Ersatz-Busverkehr ist jede Tourenbeschreibung gleich aufgebaut:- Zuerst die wichtigsten Daten (Ausgangspunkt, Gehzeiten, Schwierigkeiten usw.)
- Dann eine kurze Übersicht der Tour
- Eine ausführliche Beschreibung
- Ein kleiner Kartenausschnitt mit eingezeichnetem Wegeverlauf
- Und mindestens einem FotoMir hat das zu Hause schon geholfen, eine Vorauswahl der angestrebten Touren - und auch sinnvoller Orte für die Quartiersuche - zu treffen. Und besonders die Fotos haben echt Appetit gemacht! Es fehlen auch nicht interessante Hinweise auf Besonderheiten der Pflanzen- und Tierwelt. Neben bei uns nicht vorkommenden Blumen haben es uns insbesondere die Geier angetan. Zwei Verbesserungswünsche hätte ich jedoch:
1. Die Touren sind in fünf regionale Gebiete gegliedert. Eine kurze einleitende Charakteristik dieser Gebiete - wie ich sie von anderen Führern dieser Reihe kenne - hätte mir die Tourenauswahl sicher erleichtert.
2. So schön die vielen kleinen Seen auch sind, aus Deutschland reise ich doch eher wegen der Gipfel an. Warum also fehlt sogar der Aneto, nicht nur der höchste Gipfel der Pyrenäen sondern auch ein wirklich schöner Anstieg und in jedem normalen Reiseführer erwähnt? Muss ich da etwa auf "Pyrenäen 2" warten?Trotzdem: Alles in Allem ist das ein sehr guter Wanderführer für ein wunderschönes Gebirge und ich hätte ihn nicht missen mögen.
Endlich: Spanische PyrenäenWährend alle anderen Pyrenäen-Führer besonders die französische und die (vielleicht interessantere) spanische eher stiefmütterlich behandeln, ist hier endlich der erste Führer, der nur die spanische Seite des Gebirges beschreibt. Er beschränkt sich dabei auf den zentralen Teil der spanischen Pyrenäen - alles zwischen Benasque und Formigal.Der Führer ist - wie im Rother Verlag üblich - schön bebildert und in 50 interessante Touren von der einfachen Wanderung bis anstrengender Hochgebirgstour (Monte Perdido) aufgeteilt. Es finden sich alle klassischen Wanderungen liebevoll beschrieben. Darüberhinaus findet der 'Ortskundige' aber auch noch haufenweise neue Tipps, die demnächst ausprobiert sein wollen.Wenn man dieses Buch durchblättert, mag man gar nicht mehr auf den Urlaub so lange warten und vor allem wünscht man, der Urlaub habe 50 Tage (für jede Wanderung einen!).Das Buch ist ein echter Lustmacher und kann jedem, der auch nur tendenziell Interesse an spanischen Bergen hat, wärmstens empfohlen werden!Mir fehlt zwar nicht der Aneto im Büchlein (es fehlen ja auch Posets und Perdiguero), aber es gibt noch Gebiete am Rande der Zentralpyrenäen, die von den Naturschönheiten hinter den im Buch beschriebenen Regionen nicht zurückstecken müssen: Das Vall d'Aran gehört mit seinen Seen und der einmaligen Landschaft mit Blick auf das Maladeta-Massiv ebenso wie der Nationalpark Aigues Tortes in jeden spanischen Führer. Wünschenswert wären auch Beschreibungen der unbekannteren Gebiete wie Ansó und Hechó sowie Pica d'Estats. Vielleicht in Band 3 oder 4, Herr Büdeler? - Immer weiter so!!
Ein Muss für Liebhaber der PyrenäenFür uns ist und bleibt es das schönste und grünste Gebirge Europas. Wer dort wandern will, egal ob Anfänger oder Profi erhält durch die Rothaer Wanderführer ( 1- 4 ) nützliche Hinweise und schöne Streckenprofile der verschiedendsten Schwierigkeitsgrade. Genießen Sie Ihren Urlaub und lassen Sie sich von den Rothaer Wanderführern durch die herrliche Landschaft begleiten. es wird unvergessen sein.
Für TagesausflüglerDieses Buch ist nicht notwendig um einen schönen Urlaub in den Pyrenäen zu verbringen. Tourismusinfos vor Ort sind sicher die bessere Wahl!