Wartenweiler, Frank

Provozieren erwünscht, aber bitte mit Feingefühl

Provozieren erwünscht, aber bitte mit Feingefühl
  • Verlag: Junfermann
  • Erscheinungsdatum: 2003-05-01
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 250
  • ISBN: 3873875322
  • EAN: 9783873875326
  • Amazon.de Verkaufsrang: 486.096
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Beschreibung von buecher.de

Mit Humor und einer Portion berechneter Unvernunft verdreht der Therapeut mit der 'Provocative Therapy' nach Frank Farrelly das Denken von Klienten an den Stellen weiter, wo es ohnehin schon verrückt ist, bis sie gegen ihre eigene Verrücktheit aufbegehren. Damit kann er in kurzer Zeit dauerhafte Veränderungsprozesse und Einsicht 'hervorrufen' (pro - vocare!). Farrellys 'Advokat des Teufels' benutzt dazu auf phantasievolle Weise Einfühlung, exaktes Zuhören, geschickten Umgang mit Überzeugungen, direkte Rückmeldung, Dramatisierung, Übertreibung, Verzerrung und Paradoxie. Im Mittelpunkt des Buches steht die Darstellung von zwei Wegen, die von einer Klientenaussage zur passenden Intervention im individuellen Fall führen. Ein Weg beginnt bei Inkongruenzen von Klienten. Auf charmant-liebevolle und verrückte Weise zeigt der Therapeut soviel Begeisterung für ihre negativen Seiten oder Verstörungen, daß sie rasch von sich aus den 'Rückzug' in die Gesundheit vorziehen. Der andere Weg setzt bei Gegenübertragungsreaktionen an, die in der 'Provocative Therapy' zu einer unkonventionellen Art von Rückmeldung mit heilsam absurden Umdeutungen benutzt werden. Beide Wege werden in dieser Differenziertheit hier erstmals publiziert. Den zweiten Schwerpunkt des Buches bildet die Anwendung aller Ansätze in der Erziehungsberatung. Eltern möchten häufig ein 'gestörtes' Kind, den Symptomträger, 'zur Reparatur abgeben', damit der Therapeut es wieder auf 'Normalität' justiere. Projektion, Verleugnung und Passivität der Eltern stellen dann eine besondere Herausforderung dar, die Therapeuten in spezifische Gegenübertragungsreaktionen manövrieren. Jedem der drei Verhaltensmuster ordnet der Autor bestimmte Interventionsinstrumente zu. Der Ansatz der 'Provocative Therapy' ermöglicht eine Integration psychodynamischer und systemischer Betrachtungsweisen. Alle Methoden werden konkret an vielen praktischen Beispielen in der Behandlung von Eltern, Kindern und Familien erläutert.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von thoma_irmgard fanden 3 von 4 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Provozieren erwünscht - bitte mit diesem Buch!

Als ich kürzlich in meiner Buchhandlung herumstöberte, fiel mir dieses Buch in die Hände. Der Titel lockte zum Reinlesen. Schon beim Überfliegen der Seiten musste ich stellenweise schmunzeln. In dem Buch wird sehr humorvoll und mit berechneter Unvernunft die „Provocative Therapy" nach Frank Farrelly und deren Auswirkungen auf den Klienten beschrieben. Mithilfe dieser Therapieform bewegt der Therapeut den Klienten provokant dazu, die eigene Verrücktheit abzulegen, indem er einerseits exakt zuhört und empathisch ist, andererseits dramatisiert und übertreibt.

Zudem geht der Autor auf die „Provocative Therapy" in Bezug auf Erziehung ein und liefert viele passende Beispiele für die Behandlung der Eltern, von Kindern und Familien.

Diese Rezension von Psychotante fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Analytisch und systematisch

Eine Therapieform, die mit Humor arbeitet, gänzlich ohne Humor zu beschreiben ist auch eine Kunst. Der Autor hat sich sicher sehr bemüht, Frank Farellys Technik zu systematisieren und bis ins kleinste zu analysieren. Und es soll auch gewürdigt werden, dass es nicht einfach ist Schriftsteller zu sein. Dieses Buch jedenfalls eignet sich besonders gut bei Schlafstörungen, denn nach jeder Seite fallen einem die Augen dabei zu! Inhaltlich ist das Buch korrekt und überaus wissenschaftlich formuliert. Für Schnelldenker und Menschen mit Intuition eher nicht geeignet.


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