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Rom 1559: In einem alten Hafenturm wird die verstümmelte Leiche eines Jungen entdeckt. Der Tote trägt eine Rose im Haar und niemand scheint ihn zu vermissen. Mehr noch: Es gibt jemanden in der heiligen Stadt, der alles daran setzt, die Aufklärung des Mordes zu verhindern. Skandalös, findet Richter Benzoni und macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder - auch dann noch, als die Spur in eine bestürzende Richtung läuft ...
Rom 1559: Richter Tommaso Benzoni entdeckt in einem Turm eine übel zugerichtete Leiche: einer der Lustknaben, die ihre Körper an reiche Römer verkaufen. Keiner vermisst ihn und der Mord könnte leicht unter den Teppich gekehrt werden. Und das, scheint es Benzoni, wäre einigen Römern sehr recht. Zornig verbeißt sich der Giudice in den Fall -- jetzt erst recht! In der Leiche steckt ein Messer, das dem berüchtigten Kardinal Carafa gehörte. Und wohin sich Giudice Benzoni auch wendet -- seine Zeugen verstummen. Oder besser: Man lässt sie verstummen. Die Freunde des Toten findet man ermordet in einer Kapelle. Ebenso einen Priester, der zuviel wusste. Ein Berufsmörder geht um in Rom, und nur jemand mit Vermögen und Macht kann ihn sich leisten. Soll Benzoni für die Gerechtigkeit sein Leben riskieren? Doch erst als er den wahren Schuldigen entlarvt, erkennt der Richter, wie hoch der Preis für Gerechtigkeit tatsächlich ist. Achtung, Commissario Brunetti, aus dem finsteren Rom des späten Mittelalters naht Konkurrenz! Das Cover von Wer Asche hütet verspricht, dies sei "Giudice Benzonis erster Fall". Und hoffentlich nicht sein letzter! Ein Serienheld wie Richter Benzoni mit dem Rom der Vergangenheit als Hintergrund und einer faszinierenden Frau an seiner Seite ist genau das, was Donna Leon müde Krimi-Fans jetzt brauchen. Wer Asche hütet ist ein Krimi der Extraklasse. Der ostfriesischen Autorin Helga Glaesener, durch ihre Romane Die Safranhändlerin und Die Rechenkünstlerin keine Unbekannte mehr, könnte mit dem eigenwilligen Benzoni der endgültige Durchbruch gelingen. Ihr wäre es zu wünschen -- und den Lesern erst recht! --Beate Strobel
Morde und Intrigen im mittelalterlichen Rom1559 in Rom. Der Richter Tommaso Benzoni stößt bei Ermittlungen eines Kirchendiebstahls auf die übel zugerichtete Leiche eines Jungen. Niemand vermisst den Jungen, und auch niemand ist an der Aufklärung des Mordes interessiert, schließlich ist dies nur ein „Strichjunge". Doch Benzoni bleibt an dem Fall dran, auch wenn er durch seine Hartnäckigkeit sich selbst in Gefahr bringt. Und dann ist da noch seine Frau Vittoria. Mit seiner arrangierte Ehe steht es nicht zum besten, und auch seine Frau umgibt ein Geheimnis...Das Buch ist spannend geschrieben, die Intrigen, Machtspiele und Verwicklungen machen es sehr interessant. Allerdings ist es dadurch und durch die Vielzahl der italienischen Namen und Begriffe schwer wieder reinzukommen wenn man das Buch mal für einen Tag zur Seite gelegt hat. Aber gerade zum Ende hin will man das Buch sowieso nicht mehr weglegen! Vittoria gibt noch zusätzlich Rätsel auf und erst am Ende wird einem Klarheit verschafft.
Sympathische "Helden" - toller HistorienschmökerUm mich kurz zu fassen: Frau Glaesener hat sich hier 2 herrlich sympathische Titelfiguren ausgedacht, die man gerne auf ihrem Weg durch das Buch begleitet. Die Handlung ist spannend und bestens recherchiert, die Atmosphäre dicht und sehr real und eine ausreichende Portion Witz kommt ebenfalls nicht zu kurz. Frau Glaeseners bestes Buch nach der Rechenkünstlerin! Man muß nicht auf jeder Seite befürchten, wieder im chrono-un-logischen Sumpf eines modernisierten Mittelalters zu versinken. Wer moderne Protagonisten sucht, der ist sicherlich bei E. George besser aufgehoben...
Leider nicht ganz so gut wie erhofft!Rom 1559: Guidice Tommaso Benzoni wird vom Chefankläger Roms beauftragt, ein gestohlenes Kreuz wieder zu beschaffen. Bei der Suche nach dem Kreuz stoßen er und seine Männer auf die Leiche eines ermordeten Strichjungen. In der Leiche steckt ein Messer, das Cardinale Carlo Carafa gehört. Obwohl der Mord außerhalb seines Zuständigkeitsbereiches liegt, kann Benzoni nicht von den Ermittlungen ablassen und „ermittelt" dabei zugleich auch in eigener Sache: seine Frau Vittoria, die er etwa vor einem Jahr geheiratet hatte, hat ihn zwei Wochen nach der Hochzeit verlassen und hat angeblich bei ihrer Cousine gelebt. Plötzlich steht die wunderschöne Vittoria wieder bei ihm vor der Tür und scheint etwas zu verbergen zu haben.....hat sie einen Liebhaber oder hat sie vielleicht sogar etwas mit dem Mord an Putto, dem Strichjungen zu tun?Die Protagonisten des Romans wirken zwar alle durchweg echt und die Schilderungen des korrupten Sündenpfuhls Rom im ausgehenden 16. Jahrhundert sind durchweg plastisch, authentisch und überzeugend. Spannend war „Wer Asche hütet" schon, aber leider ist hier nicht so der Funke übergesprungen wie z.B. bei „Die Rechenkünstlerin". Benzoni blieb für mich irgendwie der große Unbekannte so wie für ihn seine Frau Vittoria die große Unbekannte blieb. Für mein Empfinden hätte noch etwas „Butter bei die Fische" gehört, um die Charaktere glaubwürdiger wirken zu lassen und nicht nur wie ein Rahmen ohne Füllung.Einige Ungereimtheiten sind ebenfalls vorhanden: z.B. reitet Benzoni nun von Rom nach Padua oder nach Palermo?Das Ende schien mir etwas zu konstruiert, möchte hier nicht zu viel verraten, daher kann ich mich nicht näher dazu auslassen.Mit anderen Worten: Nicht Helga Glaesener in Bestform, aber nicht wirklich schlecht. „Die Rechenkünstlerin" waren eindeutig 5 Sterne +. Im Vergleich dazu kann ich „Wer Asche hütet" leider nur 3,5 Sterne geben. Aufgerundet also vier. Würde aber trotzdem einen zweiten Band lesen, wenn auch mit gewissen Vorbehalten.
Duelle zwischen Richter und Verbrecher, Mann und Frau?"Nur" 4 Sterne; die aber aus Überzeugung für den kriminalistischen Teil. Wie Giudice Benzoni ein Verbrechen entdeckt, die Spuren auswertet, Schlüsse zieht und Verdächtige befragt ist gut und spannend geschrieben. Ebenso, wie sich die Verdächtigen aus den höheren Kreisen der Gerechtigkeit zu entziehen versuchen. Den 5. Stern, den ich eigentlich geben müsste, weil die Autorin hier von Ihrem üblichen Stil abgewichen ist und was Neues wagt, kann ich leider nicht vergeben. Mir scheint der "persönliche" Teil Benzonis, der ihn menschlich macht, besonders die Beschreibung seiner "Ehe", etwas unklar.
Nette Lesestunden, aber keine mitreißende GeschichteDa die Autorin Helga Glaesener mir als äußerst talentierte Schreiberin empfohlen wurde, war ich nach den ersten Seiten enttäuscht. Nachdem im Prolog eine spannende Geschichte inszeniert wird, freut man sich als Leser auf die nächsten Kapitel. Plötzlich ist ein Sprung im Erählstrang und man wird in die meines Erachten nach langweile Person des Guidice (Richter) Benzoni geworfen. Anfangs lebt die Geschichte vom Zwiespalt der Hauptperson mit dem Ankläger Strata und den Verdächtigungen gegenüber dem sehr einflussreichen Kardinal Carafa. In der Mitte der Geschichte kommt eine Flaute auf und ich musste mich wirklich zusammenreißen um weiter zu lesen. Dann spinnt die Autorin einen weiteren Erzählstrang ein und zwar die Geschichte um die Frau des Richters - Vittoria. Zwar ist die Geschichte selbst recht anschaulich beschrieben und gut nachvollziehbar, doch sie unterbricht den roten Faden und die Verbindung dieser Geschichten kommt erst auf den letzten 80 Seiten heraus. Solange muss man sich als Leser mit zwei Geschichten herumärgern, die jede für sich relativ interessant sind. Da es sich um eine Kriminalgeschichte handelt, möchte ich nichts weiter zu der Handlung sagen, denn jede Information würde das Lesen dieses Buches überflüssig machen.
Außerdem sind die Geschehnisse nicht einfach zu erklären und es bleiben für den Leser am Ende viele offene Fragen.
Die anderen Personen um den Richter herum sind gut erzählt und mit Leben gefüllt. Es scheint als hätten diese auch noch ein anderes Leben als nur für das Buch. Die Beschreibungen der Stadt Rom sind spärlich, aber wenn eine kommt sehr gut. Es fehlt eine Karte von Rom im 16. Jahrhundert. Daher sind die vielen Angaben über Örtlichkeiten nicht einfach nachzuvollziehen.
Alles in Allem ist dies ein nettes Buch, mit dem sich einige angenehme Lesestunden bereiten lassen. Allerdings fehlt an manchen Stellen Spannung und Klarheit.
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