Würger-Donitza, Wolfgang

Grundlegung einer negativen Anthropologie

Grundlegung einer negativen Anthropologie
  • Verlag: Königshausen & Neumann
  • Erscheinungsdatum: 2003-02-20
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 454
  • ISBN: 3826024435
  • EAN: 9783826024436
  • Amazon.de Verkaufsrang: 1.259.675
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Beschreibung von buecher.de

Bd. II erscheint Herbst 2003)
Kein Weg führt heute mehr an der Feststellung vorbei, daß das große aufklärerische Projekt der Selbsthumanisierung der Gattung gescheitert ist. Negative Anthropologie folgt den Spuren dieses Befundes und widmet sich als transzendentale Reflexion der Besinnung auf die Möglichkeitsbedingungen für einen besseren Ausgang, dem das anthropologische Material an sich nicht widersprochen hätte, der praktische Selbstauslegungsprozeß der Gattung in ihrer jüngsten Geschichte hingegen gründlich. Für jede Arbeit im Feld der Anthropologie ist eine sorgfältige Klärung der Zugangsweisen zum Gegenstand und ihrer Problematik unverzichtbar (Kapitel 1). Die prinzipiellen Schwierigkeiten, auf die man dort stößt, zeigen sich dann in verdichteter Form in den speziellen Anthropologien (philosophische, historische etc.) und werden von dort aus in ihren weiterführenden Tendenzen aufgegriffen für das Projekt der Negativen Anthropologie (Kapitel 2). Zur differenzierten Untersuchung der qualitativen Verfassung des Menschen erweist sich die Psychoanalyse als wertvolles Instrument, weshalb der Versuch unternommen wird, sie modellhaft als Grundlagendisziplin für die Anthropologie zu entwickeln (Kapitel 3). Mit dieser Klärung der methodischen Voraussetzungen findet der Übergang in die konkrete Negativität statt, d. h. Gründe für das selbstverursachte Scheitern einer etwas humaneren Wesensauslegung werden erörtert. Da ist zunächst die Frage nach der Bedeutung der anthropogenetischen Faktoren von Natur und Kultur, für die auch auf die Interpretationen der biologischen Wissenschaften rekurriert wird (Kapitel 4). Im 5. Kapitel wird die für die Betrachtungen der Negativen Anthropologie entscheidende Verbindung aktualisiert, nämlich die zur Ethik, die in der philosophischen Tradition seit vielen Generationen abgerissen war und ohne die eine Diskussion die Humanität der Gattung Mensch betreffend kaum mehr geführt werden kann. Das abschließende 6. Kapitel untersucht im Rückgriff auf psychoanalytische Modelle die Möglichkeitsbedingungen für eine solche Humanisierung der Gattung, die notwendigerweise zusammenfällt mit der Ausbildung ethischer Kompetenzen, und zeigt, in schroffem Kontrast dazu, den Lauf der Dinge in der bitteren Realität.




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