Pilkington, Doris

Der lange Weg nach Hause

Der lange Weg nach Hause
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Erscheinungsdatum: 2003-05-02
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 160
  • ISBN: 3499235048
  • EAN: 9783499235047
  • Amazon.de Verkaufsrang: 12.157
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Beschreibung von buecher.de

In den 1930er Jahren beginnen die australischen Behörden, Kinder weißer Väter ihren Aborigine-Müttern fortzunehmen und in Erziehungsanstalten einzuweisen. Auch Molly, Daisy und Grace werden verschleppt. Doch Heimweh und Misshandlungen lassen die drei Mädchen das Unmögliche wagen: Sie fliehen und laufen zu Fuß nach Hause. Quer durch die australische Wüste, verfolgt von den Häschern der Eingeborenenbehörde, immer am Kaninchenzaun entlang, der den Kontinent teilt.
Ein halbes Jahrhundert später hat Mollys Tochter die bewegende Geschichte ihrer Mutter aufgeschrieben. Die Verfilmung des Buches wurde ein internationaler Erfolg.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Reinhartz, Johannes fanden 81 von 84 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eines der besten Bücher des Jahres 2003

Wer die Abschlußfeier der Olympiade von Sydney gesehen hat und den legendären Auftritt der Band "Midnight Oil" mit ihrem Song "Beds are Burning" mit verfolgt hat, wird sich schnell in dieses Buch vertiefen können. "Midnight Oil" standen im Stadion von Sydney in schwarzen Trainingsanzügen auf der Bühne. Auf den Anzügen war überall das Wort "SORRY" zu lesen und jeder Australier wußte was gemeint war. Es geht um die "stolen Generation" und um die Tatsache, das sich die australische Regierung bis zum heutigen Tage weigert sich bei den Aborigines für die schlimste Menscherechtsverletzung in der Geschichte Australiens zu entschuldigen. Das Buch schildert sehr eindrucksvoll wie durch staatlich verordnetes Kidnapping Kinder ihren Müttern weggenomen worden sind. Die Botschaft dieses Buches ist einfach, klar und unmissverständlich: Die Würde des Menschen ist unantastbar! Hautfarbe, Relgion und Alter dürfen dabei niemals eine Rolle spielen! Die große Mehrheit der australischen Bürger hat dies nach der Veröffentlichung des Buches in Australien verstanden. Aber der australische Premierminister scheint dies bislang nicht begriffen zu haben. Sonst hätte er längst offiziell "Sorry" gesagt.Für mich ist dieses Buch eine Pflichtlektüre.

J.Reinhartz (Frankfurt/Main)

Diese Rezension von :-) fanden 24 von 25 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eine der besten Erzählungen . . .

Das Buch „Long Walk Home" ist ein ungedingtes Muss für jeden, den an Australien nicht nur die Schönheit des Landes, sondern auch die Kultur und die Geschichte der Aborigines interessiert.Oftmals wird vorschnell über die Ureinwohner geurteilt, die mit einer Schnapsflasche auf irgendeiner Parkbank lungern. Aber die wenigsten Reisenden machen sich die Mühe zu hinterfragen warum.In dieser bewegenden Geschichte wird der Leidensweg dreier Mischlingsmädchen erzählt. Die australische Regierung hat die Mädchen einfach aus Ihren Familien gerissen und sie in „Erzie-hungsanstalten" die eher einem Gefängnis gleich kommen, gebracht. Auf Ihrer Flucht zurück verstecken sie sich in Tierhöhlen und ernähren sich meistens davon, was die Natur hergibt. Als Leser fiebert man richtig mit den Mädchen, ob sie diesen langen Weg nach Hause schaffen und den sie suchenden Beamten entkommen. Eine wirklich fesselnde Erzählung einer der "Mädchen" die wütend und traurig macht und dennoch schön ist.

Diese Rezension von Australienfan fanden 11 von 11 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Schockierend was damals geschehen ist!

Ich habe nach meinem 2. Australienurlaub nicht nur dieses Buch gelesen, sondern mir auch den Film angesehen. Das Buch schildert sehr deutlich das Leiden und Leben der australischen Ureinwohner zu Zeiten der Einwanderung / Besetzung durch die Engländer. Die Geschichte dieser Mädchen und Familien ist eindrücklich und spannend geschrieben. Das grausame Herausreissen von Kindern aus ihrem gewohnten Umfeld und ihren Familien, sie dann in Kleidung stecken, mit einer Kultur in Verbindung bringen mit der sie gar nichts anfangen können. Die Flucht der Kinder und die Erlebnisse dieser - all das wird so geschildert, dass man beim Lesen mit den Kindern mitleidet, mitfiebert und mithofft! Einmal angefangen kann man nicht mehr aufhören zu lesen.

5 von 5 Sternen sehr gut

da das buch in einem einwandfreiem zustand war konnte ich die geschichte des buch umso sehr genießen oder besser diese menschen bewunderen konnte

Diese Rezension von Dietrich Legat fanden 0 von 1 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Bewundernswerter Lebenswille

Diese Kinder gehen quer durch Australien, um aus einem Heim nach Hause zu fluechten ... welche ein grossartiges Dokument menschlicher Staerke.

Und dass uns das Kinder lehren ...

Zugegeben, es ist einfach nur ein Bericht einer Zeugin (Nachkommin), also erwartet keine reisserische Schreibe ... es ist einfach nur einegrossartige Dokumentation.

Haetten unsere heutigen Kinder noch die Haerte, in Hamburg aus einem Heim auszureissen und auf Schleichwegen zu Fuss nach Hause nach Mailand durchzukaempfen? Ohne Hotelzimmer? Ohne iPod? Und sich jeden Abend auf selbstgemachtem Feuer ein selbsterlegtes Tier zu braten? Oder sich etwas zum Essen zu erbetteln, und dabei der Polizei zu entkommen?

Der lange Weg nach Hause



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