Schneider, Karla

Glückskind

Glückskind
  • Verlag: Hanser
  • Erscheinungsdatum: 2003-09
  • Bindung: Gebundene Ausgabe
  • Seitenzahl: 194
  • ISBN: 3446203346
  • EAN: 9783446203341
  • Amazon.de Verkaufsrang: 643.693
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Beschreibung von buecher.de

Was hat es mit dem Knallbonbon auf sich, das Suse all ihre Wünsche erfüllt? Und warum sieht die mysteriöse Frau, die ihr dieses Knallbonbon geschenkt hat, der Mutter von Felix so ähnlich? Den hat sich Suse zwar nicht gewünscht (oder höchstens heimlich), aber Felix erweist sich als wahrer Glückstreffer ...
Ein liebenswert heiterer Kinderroman über das erste Verliebtsein und das Glück.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Kristina Scherer fanden 28 von 29 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Empfehlenswert!

Susanna Sperling ist 10 Jahre alt. Eigentlich ist sie ein ganz normales Mädchen. Eigentlich - bis eines Morgens in der Mathematikstunde eine mysteriöse Frau - ein bisschen Fee, ein bißchen Hexe - in ihr Leben tritt: Es ist Frau Fortuna. Sie begut-achtet jedes Kind und verteilt kleine Geschenke an einige von ihnen, die den meisten jedoch gänzlich unbrauchbar scheinen. Ein leeres Portemonnaie, Straußenfedern, lose Schräubchen, eine einzelne Klaviertaste und ein ausrangierter Reisepass befinden sich darunter. Nach der Mathestunde verlieren viele von Frau Fortunas Geschenken an Aufmerksamkeit und landen im klasseneigenen Papierkorb der 4a. Schnell wird zur Tagesordnung übergegangen. Doch Suse und Ivonne sind eine der wenigen, die ihre Geschenke zu schätzen wissen. Auf Suses Wunsch hin, ein Glückskind zu werden, erhielt sie von der rätselhaften Frau ein Knallbonbon aus blaugoldenem Papier mit der verheißungsvollen Inschrift „Ich werde dir alle Wünsche erfüllen". Anfangs ist Suse etwas neidisch auf die prächtige Schneekugel ihrer Freundin. Doch schon bald verblasst dieses Gefühl, als im Hause der Sperlings ein kleines Wunder nach dem nächsten geschieht. So verwandelt sich z.B. die Putenleber beim Mittagessen in ein Stück Schokoladentorte der allerfeinsten Art und der saure Bohnensalat schmeckt plötzlich nach kandierten Früchten. Sogar die Rolle des Dornröschens im Schultheater wird auf sie übertragen.

Schon recht bald muss Suse jedoch feststellen, dass einem von der ewigen Schokoladentorte ganz schön schlecht werden kann und nicht alle Wünsche so präzise erfüllt werden, wie sie es sich erhofft hat. Ihre beste Freundin Ivonne ist nun immer seltener für sie da und versucht, Suses neue Fähigkeiten zu den eigenen Gunsten zu nutzen. Auch für das geplante Projekt ihrer Klasse hat sie noch keine Idee. Suse fühlt sich nun gar nicht mehr wie ein Glückskind. Enttäuscht trennt auch sie sich von Frau Fortunas Geschenk. Doch erst jetzt beginnt ihr eigentliches Glück. Sie schließt Freundschaft mit Felix, einem großen Jungen mit blonden Haaren, der sie zunächst ziemlich verwundert. Felix besucht eine eigenartige Schule, um welche die wildesten Gerüchte kursieren. Bücher wie „Die Schatzinsel" oder „Der kleine Hobbit" dürfen die Schüler des Sterlitigotow- Instituts nicht lesen und auch viele Filme, die sich Suse in ihrer Freizeit so gerne ansieht, werden dort als „unnütze Information" gehandhabt. Als solche zählt alles, was mit dem Unterricht nichts zu tun hat. Mit gewöhnlichen Menschen dürfen die Schüler des Instituts nichts zu tun haben. Jegliche Kontakte, die über Mitschüler sowie Lehrer hinausgehen, sind strengstens untersagt. Zum Glück hat Felix Susanna, die nichts von all diesen Regeln weiss und in einer völlig anderen Welt lebt, die es nun zu entdecken gilt. So lange schon hatte er sich eine Freundin gewünscht, die nicht in seine Schule geht. Suse versorgt ihren neuen Freund regelmäßig mit den abenteuerlichsten Romanen und erfüllt ihm sogar seinen sehnlichsten Wunsch, für den ein Verweis von der Schule droht. Die beiden werden unzertrennlich.

Doch was hat Felix mit der geheimnisvollen Frau Fortuna zu tun? Wieso verhält sich der Vater von Felix so komisch? Wird Suse noch ein geeignetes Thema für das Schulprojekt finden? Und was hat es mit Ivonnes Schneekugel auf sich?

Mit „Glückskind" ist Karla Schneider ein emotionsgeladener Jugendroman voller kleiner Geheimnisse gelungen, wie er spannender kaum sein könnte. Ein unterhaltsames Lesevergnügen über die ersten Momente des Erwachsenwerdens, alte und neue Freundschaften, das erste Verliebtsein und die bittere Erkenntnis, dass man Glück immer nur für einen Moment für sich in Anspruch nehmen kann. Von 10 - 100 Jahre.

Diese Rezension von U. Materni fanden 11 von 15 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Wenn das Wünschen nicht mehr hilft

Eines Morgens, ausgerechtet in der Mathestunde von Frau Spalteholz, kommt eine seltsame Frau in die Klasse 4a. „Sie war nicht mehr jung, aber auch nicht direkt alt. Ihr Rock fegte den Boden. (...) Ein bisschen sah sie aus wie eine Fee. Aber auch ein bisschen wie eine Hexe."

Ihr Name ist Frau Fortuna. Sie fragt die Kinder nach ihren Wünschen. Einer will reich werden und bekommt eine leere Geldbörse, ein Mädchen will Prinzessin werden und Frau Fortuna streut ihr Konfetti ins Haar. Suse Sperling ist kurz vor der Pause dran. Suse will ein Glückskind sein und bekommt einen Knallbonbon geschenkt. Als sie ihn auseinanderzieht, fällt ein Zettel heraus, darauf steht: „Ich werde dir alle Wünsche erfüllen."

Dies ist die Introduktion zu einer rasanten und verrückten, zuweilen komischen, im Grundgestus jedoch sehr ernsthaften Geschichte.

Anfangs ist das Wünschen für Suse noch ganz am amüsant, als zum Beispiel alles nach Schokoladentorte schmeckt oder Frau Spalteholz während des scheußlich schweren Diktats wie ein Vogel zu zwitschern beginnt. Aber als dann die ganze Klasse Turnschuhe, CDs, Pullover oder Hauptrollen im Film gewünscht haben will, und nichts passiert, wird die Sache recht lästig, zudem nun auch Suses angeblich beste Freundinnen über sie spotten. Da lässt sie dien Zettel einfach davon flattern ... Und als sie sich nun gerade furchtbar einsam fühlt, stolpert ihr Felix vor die Füße, ein blonder, ungeschickter Junge, in viel zu großen Hosen.

Felix ist Schüler einer Eliteschule und soll ständig nur nützliche Dinge lernen. Dabei will er so gern Blumen binden, Abenteuerbücher lesen und eine Freundin wie Suse haben.

Karla Schneider gönnt die beiden einander, völlig unspektakulär, und das ist schön so.

Sie wehren sich gemeinsam gegen die Dinge, die ihnen Unbehagen bereiten, sie halten mit einer Selbstverständlichkeit zusammen wie es Zehnjährige eben tun. Und es dauert eine ganze Weile, ehe Suse erfährt, wer eigentlich die Mutter von Felix ist. Sie zuerst lernt nur seinen Vater kennen, einen liebenswerten, ängstlichen Mann, der eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Teddybären hat. Erst als Suse die Hausaufgabe bekommt, im Schulprojekt „Unsere Stadt - wie sie keiner mehr kennt" einen unbekannten Ort zu suchen, erfährt sie eine ganze Menge über diese außergewöhnliche Frau ...

Karla Schneider ist es auf sensible Weise gelungen, das Besondere im Alltäglichen mit dem Phantastischen zu verbinden und dies mit der Selbstverständlichkeit einer klugen Frau, die bereit ist, ihren jungen Leserinnen und Lesern einiges zuzutrauen.

Karla Schneider wurde 1938 in Dresden geboren, arbeitete nach dem Abitur ein Jahr lang in einer Fabrik ehe sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin absolvierte. Im Herbst 1979 übersiedelte sie nach Wuppertal. Seit 1989 arbeitet sie als freie Schriftstellerin und schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Diese Rezension von Kristina Scherer fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Empfehlenswert!

Susanna Sperling ist 10 Jahre alt. Eigentlich ist sie ein ganz normales Mädchen. Eigentlich - bis eines Morgens in der Mathematikstunde eine mysteriöse Frau - ein bisschen Fee, ein bißchen Hexe - in ihr Leben tritt: Es ist Frau Fortuna. Sie begutachtet jedes Kind und verteilt kleine Geschenke an einige von ihnen, die den meisten jedoch gänzlich unbrauchbar scheinen. Ein leeres Portemonnaie, Straußenfedern, lose Schräubchen, eine einzelne Klaviertaste und ein ausrangierter Reisepass befinden sich darunter. Nach der Mathestunde verlieren viele von Frau Fortunas Geschenken an Aufmerksamkeit und landen im klasseneigenen Papierkorb der 4a. Schnell wird zur Tagesordnung übergegangen. Doch Suse und Ivonne sind eine der wenigen, die ihre Geschenke zu schätzen wissen. Auf Suses Wunsch hin, ein Glückskind zu werden, erhielt sie von der rätselhaften Frau ein Knallbonbon aus blaugoldenem Papier mit der verheißungsvollen Inschrift „Ich werde dir alle Wünsche erfüllen". Anfangs ist Suse etwas neidisch auf die prächtige Schneekugel ihrer Freundin. Doch schon bald verblasst dieses Gefühl, als im Hause der Sperlings ein kleines Wunder nach dem nächsten geschieht. So verwandelt sich z.B. die Putenleber beim Mittagessen in ein Stück Schokoladentorte der allerfeinsten Art und der saure Bohnensalat schmeckt plötzlich nach kandierten Früchten. Sogar die Rolle des Dornröschens im Schultheater wird auf sie übertragen.

Schon recht bald muss Suse jedoch feststellen, dass einem von der ewigen Schokoladentorte ganz schön schlecht werden kann und nicht alle Wünsche so präzise erfüllt werden, wie sie es sich erhofft hat. Ihre beste Freundin Ivonne ist nun immer seltener für sie da und versucht, Suses neue Fähigkeiten zu den eigenen Gunsten zu nutzen. Auch für das geplante Projekt ihrer Klasse hat sie noch keine Idee. Suse fühlt sich nun gar nicht mehr wie ein Glückskind. Enttäuscht trennt auch sie sich von Frau Fortunas Geschenk. Doch erst jetzt beginnt ihr eigentliches Glück. Sie schließt Freundschaft mit Felix, einem großen Jungen mit blonden Haaren, der sie zunächst ziemlich verwundert. Felix besucht eine eigenartige Schule, um welche die wildesten Gerüchte kursieren. Bücher wie „Die Schatzinsel" oder „Der kleine Hobbit" dürfen die Schüler des Sterlitigotow- Instituts nicht lesen und auch viele Filme, die sich Suse in ihrer Freizeit so gerne ansieht, werden dort als „unnütze Information" gehandhabt. Als solche zählt alles, was mit dem Unterricht nichts zu tun hat. Mit gewöhnlichen Menschen dürfen die Schüler des Instituts nichts zu tun haben. Jegliche Kontakte, die über Mitschüler sowie Lehrer hinausgehen, sind strengstens untersagt. Zum Glück hat Felix Susanna, die nichts von all diesen Regeln weiss und in einer völlig anderen Welt lebt, die es nun zu entdecken gilt. So lange schon hatte er sich eine Freundin gewünscht, die nicht in seine Schule geht. Suse versorgt ihren neuen Freund regelmäßig mit den abenteuerlichsten Romanen und erfüllt ihm sogar seinen sehnlichsten Wunsch, für den ein Verweis von der Schule droht. Die beiden werden unzertrennlich.

Doch was hat Felix mit der geheimnisvollen Frau Fortuna zu tun? Wieso verhält sich der Vater von Felix so komisch? Wird Suse noch ein geeignetes Thema für das Schulprojekt finden? Und was hat es mit Ivonnes Schneekugel auf sich?

Mit „Glückskind" ist Karla Schneider ein emotionsgeladener Jugendroman voller kleiner Geheimnisse gelungen, wie er spannender kaum sein könnte. Ein unterhaltsames Lesevergnügen über die ersten Momente des Erwachsenwerdens, alte und neue Freundschaften, das erste Verliebtsein und die bittere Erkenntnis, dass man

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