Wenzel, Siegfried

Was kostet die Wiedervereinigung?

Was kostet die Wiedervereinigung?
  • Verlag: Das Neue Berlin
  • Erscheinungsdatum: 2003-09-01
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 256
  • ISBN: 3360012348
  • EAN: 9783360012340
  • Amazon.de Verkaufsrang: 461.597
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Beschreibung von buecher.de

Es geht nicht, dass der östliche Teil Deutschlands, der den Krieg bezahlt hat, auch noch den Frieden bezahlen muss.' (Klaus von Dohnanyi, langjähriger Bürgermeister von Hamburg und einer der Hauptberater der Treuhand, im Dezember 1992 in Leipzig)

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von pippilongstocking3 fanden 7 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Brilliant recherchiert ohne parteiergreifend zu sein!

Siegfried Wenzel schildert in seinem Buch die Fakten der Wiedervereinigung. Dabei geht er von dem Standpunkt der DDR und BRD aus. Anhand westdeutscher Zeitzeugenaussagen und -analysen wird das Buch unangreifbar und man versteht welche fundamentalen Fehler die BRD bei der Wiedervereinigung gemacht hat. "Die größte Bereicherung die der Westen je erlebt hat!"

Diese Rezension von Stefan Sondermann fanden 7 von 11 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Brauchbar, z.T. überzogen/unsachlich

Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der DDR-Plankommission legt mit diesem Buch eine Fortsetzung seiner Schrift "Was war die DDR wert?" vor. Wer beide Werke kennt, ist über die doch recht häufigen Wiederholungen daraus etwas enttäuscht. Inhaltlich rekapituliert Wenzel die deutsch-deutsche Geschichte seit dem 2. Weltkrieg, den Vereinigungsprozeß und den gegenwärtigen Stand der deutschen Einheit aus einer genuin ostdeutschen Sicht ("Anschluß"). Dabei finden sich viele interessante, bisher kaum beachtete Details, die so manchen (West-)Deutschen nachdenklich stimmen müßten, auch wenn man die Prämissen seiner Ausführungen nicht ohne weiteres teilen möchte. Allerdings, und das ist der Haupteinwand, überzieht der Autor mitunter seine Darstellung und schadet sich und seinem Anliegen mehr als nötig. Weshalb spricht er z.B. bei der Gegenüberstellung der Reparationslasten (S. 107) von einem DDR-Anteil von fast 98%, wo doch das aus den meisten Berechnungen resultierende Verhältnis (1/4 West zu 3/4 Ost) noch immer seine These der schlechteren gesellschaftlichen Startbedingungen der DDR stützt? Kurios schließlich sind Aussagen wie "Trotzdem konnten sich vor dem Anschluß an die BRD Lebensstandard und Lebensqualität[sic!] mit denen solcher Länder wie Österreich oder Finnland durchaus messen" (S. 178)! In einem hoffentlich geplanten dritten Buch möge das Lektorat ein wenig genauer hinsehen, damit die überwiegend ernsthaften und diskussionswürdigen Gedanken durch derlei Stilblüten nicht konterkariert werden.

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