Mamlejew, Jurij

Die irrlichternde Zeit

Die irrlichternde Zeit
  • Verlag: Suhrkamp
  • Erscheinungsdatum: 2003-08
  • Bindung: Gebundene Ausgabe
  • Seitenzahl: 335
  • ISBN: 3518414836
  • EAN: 9783518414835
  • Amazon.de Verkaufsrang: 812.587
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Beschreibung von buecher.de

Am Gogol-Denkmal in Moskau trifft Pawel Dalinin, 'ein Held unserer Zeit', einen alten Herrn mit Namen Mondlos, der ihn zu einem Fest in eine fremde Wohnung einlädt. Das Gelage ist bereits in vollem Gange, als Dalinin eintrifft, und obwohl er niemanden kennt, wird er das Gefühl einer sonderbaren Vertrautheit nicht los. Er trinkt, macht Bekanntschaften und verliebt sich in die reizende Vera.
Am nächsten Morgen, beim Blättern in einem Fotoalbum, erkennt er in den Gästen des Vorabends seine Eltern und andere Gestalten seiner Kindheit. Von Sehnsucht nach Vera getrieben, versucht er, die Wohnung wiederzufinden, und erfährt von den erstaunten Mietern, daß jenes Fest vor Jahrzehnten stattgefunden hat.
Um zu begreifen, was ihm geschehen ist, sucht er Rat bei Freunden, die in okkulten und esoterischen Kreisen verkehren. Die Aufklärung seiner Geschichte wird zu einer Reise durch das 'metaphysische Moskau' der neunziger Jahre. Sie führt ihn in einen unterirdischen Bunker an der Peripherie, aber auch in das gemütliche Ambiente von Teestuben und verwilderten Gärten, in Häuser mit eingestaubten Büchern, gelbem Lampenlicht, fetten Katzen und singenden Samowaren, wo Anhänger des indischen Wedanta, des Buddhismus, russisch-orthodoxer Frömmigkeit und sonstiger Lehren über Grenzerfahrungen philosophieren.
Jurij Mamlejew, von jüngeren Kollegen wie Wladimir Sorokin und Wiktor Jerofejew als Erbe Gogols und Dostojewskis verehrt, hat einen Roman über die geistige Situation des heutigen Rußland geschrieben. Ein schwarzes Idyll voll verrückter Heiterkeit und 'transzendenter Schwermut'.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Dominik Schuster fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Ab in den Untergrund

Zeit, Ewigkeit, Leben und Sterben: Das sind die Inhalte dieses Buches, um die der russische Schriftsteller Mamlejew eine nicht sehr einprägsame, auch nicht sehr spannende Story gewickelt hat. Der Roman ist eher ein verkapptes Sachbuch: Mamlejew, der in den neunziger Jahren selbst ein Mitglied der Philosophenszene im "heimlichen Moskau" war, möchte den Leser nicht vordergründig unterhalten, sondern vielmehr belehren und einführen in die verrauchten Buden und Keller, in denen über Sein und Nicht-Sein diskutiert wird. Oder besser gesagt: Palawert wird. Der rote Faden fehlte mir etwas bei der Lektüre dieses Buches: Die Handlung scheint mir etwas aneinandergereiht, zu den Personen konnte ich wegen mangelnder Beschreibung keinen richtigen Bezug herstellen. Dennoch erweist sich Mamlejew als gekonnter Erzähler, der es versteht eine atmosphärische Dichte über die Zeilen zu legen. Insgesamt lesenswert für geübte Leser.

Diese Rezension von lisaliebtdich2 fanden 0 von 3 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen kurze Bemerkung

Dieses Buch ist einfach nur SCHECHT. Die Geschichte, die in der Inhaltsangabe viel Spannung verspricht, verläuft sich schon nach wenigen Kapiteln und der Rest des Buches ist nur noch eine Aneinanderreihung von skurielen Personen und Sachverhalten. Dieses Buch ist wirklich nur etwas für totale Metaphysik-fans, die es mit der Handlung und der Logik nicht so genau nehmen.

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