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Vielleicht besser das Orginal lesen!!Das ist also der erste Band der -vom Verlag hochgelobten- neuen marinehistorischen Serie.
Nur leider strotzt das Buch vor Fehlern!! Eine unerklärliche Ansammlung von historischen Ungenauigkeiten reiht sich an Flüchtigkeitsfehlern bei der Übersetzung die mir so bei Ullstein Maritim noch nicht untergekommen ist!
Abgesehen von 76 (!) Kanonen Linienschiffen, zeitlich falschen Angaben oder Namensverwechslungen wirkt das Buch durch seinen kurzen Satzbau etwas holprig und kindlich geschrieben.
Es wirkt eher wie eine gebundene Ausgabe der "Seewölfe"-Heftreihe, als wie ein Buch in der Tradition von Forrester und O Brian. Eventuell liest sich das ganze im Orginal besser und hat nur unter der Übersetzung stark gelitten. Ich kann das aber aus Unkenntnis des Orginals nicht bestätigen, hoffe aber darauf, da ich mir sonst die guten Kritiken über das Orginal nicht erklären kann.Fazit: lieber Forrester, O Brian, Stockwin, Lambdin oder die anderen guten Autoren dieses Genres lesen, als diesen doch recht armseligen Versuch eines Admirals der US Navy und ehemaligen Leiters der U.S. Marine Academy!
Schotte in der Royal NavyDer junge Schotte Fergus Kilburnie erfüllt sich trotz Schwierigkeiten den Wunsch, Offizier in der Royal Navy zu werden.Das Buch ist kein Glanzlicht im marinehistorischen Genre, aber es ist trotzdem sehr nett und flüssig zu lesen. Fehler gibt es, aber dem Laien springen nur manche davon ins Auge. Der rasante Aufstieg des Helden ist auch nicht sehr realistisch, aber gerade durch die Stationen die er abdient bekommt man einen schönen Einblick in das Leben auf einem Kriegschiff, vor dem Mast und auf dem Achterdeck, mit einem netten und mit einem weniger netten Kommandanten.Das macht dieses Buch in meinen Augen zum idealen Einstiegspunkt für Genre-Neulinge. Hier kann man sich Appetit holen, und wenn man dann Blut geleckt hat, zu den Großen wie Forester, O'Brian etc. übergehen.
Wer Fehler sucht wird Fehler finden, aber das ist nicht fairAlso ich kann mich der Kritik nicht anschließen, ganz im Gegenteil. In allen Romanen dieser Art gibt es mehr oder weniger Fehler einfach auch deshalb, weil der Autor unterscheiden muss, ob er mit der exakten Beschreibung eines Segelmanövers ein halbes Buch füllt, oder lieber eine Geschichte erzählt. Außerdem finde, dass Verisse eines Buches namentlich gekenntzeichnet werden sollten. Diese Reihe wird u.U. nicht an die Genauigkeit eines C. Forrester anschließen, und vielleicht auch nicht so strahlend einen Helden darstellen wie A.Kent. Sie versucht aber einen Blick hinter die Kulissen der ruhmreichen Navy, ihre sozialen Probleme und die Beschreibung der Diskreminierung der verschiedenen Gruppen innerhalb des Empires. Die ungewöhnlichen Methoden um einen Offiziersrang "erlangen" zu können wurden bisher kaum so deutlich dargestellt. Ich finde hier ist ein neuer Ansatz im maritimen Bereich gewagt und ich freue mich auf die nächsten Bände. Wenn man nur nach historischen Fehlern sucht, würden viele historische Romane auf der Strecke bleiben. Aber es handelt sich um Romane eben, und nicht mit historische genaue Darstellungen. Und diesen Anspruch erfüllt das Buch, für mich auf eine sehr gute und unterhaltsame Weise.