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nix neues, kaum Fotos - und dann noch IBDDas Buch tritt als Nachfolger des Binder gegen einige Konkurrenz an. Und daran ist es auch zu messen.
Stellt sich zuerst die Frage, was es gegenüber seinem "Vorgänger" an Umfang und entsprechend Inhalt gewonnen hat - immerhin eine Steigerung von 96 auf 208 Seiten - aber nur von 89 auf rund 200 Fotos, dabei rund 30 gleiche!
Es fällt auf, dass die sehr knappe Systematik doch immerhin von 1 auf 3 Seiten "gewachsen" ist. Der Artenteil nimmt nur 32 Seiten (von 208!) ein und handelt direkt 9 Unterarten ab (Binder 11 Unterarten auf 21 Seiten), B. c. eques ist überhaupt nicht, "B. c. sigma" & "B. c. melanogaster" und die Inselvarianten sind nicht extra aufgeführt. Vertiefende Erkenntnisse zur Entstehung/Abgrenzung der einzelnen Arten sind nicht gegeben.
Die relativ wenigen Bilder zu B.c. constrictor & B.c. imperator zeigen gerade nicht die Unterschiede/Variabilität der im Text knapp vorgestellten Lokalformen dieser beiden Unterarten. Viele Lokalformen sind überhaupt nicht als Bild gezeigt oder teilweise nur als "Kopfportraits", die keinen Eindruck von der Gesamtfärbung der Tiere vermitteln.
Die weiteren Unterarten sind bildlich und größtenteils auch textlich sehr spärlich behandelt: B.c. amarali 2 Bilder ohne Biotop, B.c. longicauda mit 2 Kopfbildern ohne Biotop, B.c. nebulosa 1 Bild (wie in Binder 2002) ohne Biotop, B.c. occidentalis 1 Bild, B.c. orophias keinerlei Bilder!, B.c. ortonii 2 Bilder ohne Biotop, B.c. sabogae 1 Bild ohne Biotop.
Generell fällt auf, dass fast keinerlei Natur und nur 3 Biotopaufnahmen vorhanden sind, sondern fast ausschließlich Terrarienaufnahmen. Dies sollte man besser nicht mit Bonny vergleichen (417 Bilder auf 262 Seiten).
Dies ist der eigentliche Schwachpunkt von Binder/Lamp: Keine eigenen Untersuchungen im Biotop oder Museum, sondern nur zusammengetragenes Literatur"wissen". Dies erklärt aber noch nicht unreflektiert übernommene Aussagen wie zum Verbreitungsgebiet von B.c. longicauda - Küstenstreifen & Mangrovensümpfe im Norden Perus - und dessen südliche Abgrenzung zur küstennahen B.c. ortonii: "durch 3000 m hohe Bergkette getrennt". Weder ist die Küstenlinie Perus (0 m), noch die Bergkette (unter 1000 m) trennen hier etwas zuverlässig. Die gezeigten Verbreitungskarten mit sehr grobem Maßstab sind sicher nicht aussagekräftig.
Etwas störend sind auch generell nicht aussagekräftige Bilder. So wird etwa im Abschitt "Wie sieht eine gesunde Boa aus?" einfach eine Boa gezeigt mit dem Hinweis, dass vor dem Kauf der Gesundheitszustand zu prüfen sei. Leider wird aber eben nicht gezeigt, auf was denn nun genau zu achten ist und wie etwa eine Boa nicht aussehen sollte.
Im Kapitel Geschlechtsunterschiede wird das - unsachgemäß ausgeführt - für das Tier extrem gefährliche "Sondieren" beschrieben. Es wäre sicherlich besser, dies nicht zu beschreiben. Die Technik ist nicht per Anlesen zu erlernen & eine falsche Anwendung kann schnell fatal enden.
Von den 25 Seiten über Krankheiten handeln 13 Seiten von verschiedenen Erkrankungen, die allerwenigsten sind im Bild dargestellt. Auch wird dabei erstaunlich oft aus dem Buch Der Königspython (Kirschner & Seufer Verlag) zitiert. Mangelt es den Autoren hier etwa an eigenen Erkentnissn?
Und damit zu IBD: 12! Seiten über eine Krankheit, die man erst erkennen kann, wenn das Tier verstorben ist (Obduktion), die nicht heilbar ist & man als Halter nichts, aber auch garnichts dafür oder dagegen tun kann (ordentliche Haltungsbedingungen vorausgesetzt). Alle dazu gezeigten Boa-Bilder haben nichts mit der Krankheit zu tun, wie auch, man sieht sie ja nur im Mikroskop-Gewebeschnitt. Das Bild des obduzierten Tieres zeigt Darm, Fettkörper, etc. - nur mit IBD hat das garnichts zu tun. Zwei Seiten hätten hier völlig ausgereicht, um über IBD aufzuklären.
Der auf IBD verwendeten Platz wäre sicherlich besser für ausführliche Artbeschreibungen und viel mehr Bilder der einzelnen (Unter-)Arten & Lokalformen verwendet worden.
Besser Geld sparen und Binder 2002 kaufen, oder aber für das Geld gleich den Bonny holen.
Für das Geld ist man mit dem Buch: Die Gatung Boa von Klaus Bonny (2007) eindeutig besser bedient!Habe das Buch jetzt seit drei Monaten,
und muß sagen das nur einige Kapittel zu gebrauchen sind und zwar die,
die sich mit der Haltung befassen!
Einzig das Kapittel über IBd läßt meiner Meinung nach keine Wünsche offen!
Fazit:Da ich mittlerweile auch das besagte Buch von Bonny besitze kann ich aus dem Vergleich heraus nur das Buch die Gattung Boa empfehlen!