Davidsen, Leif

Die guten Schwestern

Die guten Schwestern
  • Verlag: Zsolnay
  • Erscheinungsdatum: 2004-02-10
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 576
  • ISBN: 3552052895
  • EAN: 9783552052895
  • Amazon.de Verkaufsrang: 748.781
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Beschreibung von buecher.de

Teddy Pedersen wird mit schlimmen Wahrheiten konfrontiert: der Vater war bei der Waffen-SS, seine Schwester Irma ist als mutmaßliche Stasi-Agentin 'Edelweiß' verhaftet worden, und einer seiner Reisegefährten, den man offenbar für Teddy hielt, wird ermordet.
Der neue Davidsen: ein spannender und menschlich bewegender Roman um gespenstische Gedächtnisrituale, enttarnte Stasi-Agenten und osteuropäische Mafia-Methoden, der auf die brisanten politischen Fragen der Gegenwart zielt.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Guido Feldhaus fanden 21 von 22 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Neuer Stern am Krimihimmel!

Die nordische Kriminalliteratur hat in den letzten Jahren den bundesdeutschen Büchermarkt im Sturm erobert. Die Krimi-Altmeister Maj Sjöwall und Per Wahlöö schufen aber bereits in den 1970er Jahren mit der Figur des Kommissar Beck einen Kultcharakter. Durch die auf zehn Bände angelegte, stark sozialkritische Reihe befreite sich das Krimi-Genre von den Fesseln des ständigen angelsächsischen "Whodunit". Hauptpersonen der Handlung dürfen und sollen seit dieser Zeit Ecken und Kanten aufweisen. Besonders der Bestseller-Autor Henning Mankell ist darum bemüht den Untergang von Anstand und Gesetzestreue anzuprangern, wobei er sich leider bei seinen Krimis zunehmend in weltwirtschaftlichen und -politischen Zusammenhängen zu verlieren droht. Mit dem Dänen Leif Davidsen (geboren 1950 in Otterup auf der Insel Funen) präsentiert sich dank Zsolnay nun ein bis dato in Deutschland eher noch unbekannterer Autor, der aber in seiner Heimat schon etliche Romane publiziert hat. Davidsen lebt zurzeit als freier Schriftsteller in Kopenhagen. 1967 reiste er in die Vereinigten Staaten, um die amerikanische Hochschule in Middletown, New Jersey zu besuchen. Im Jahre 1976 wurde er Journalist, arbeitete u.a. als Auslandskorrespondent in Moskau und als Nachrichtenredakteur im Fernsehen. "Der Augenblick der Wahrheit" war sein erster Roman in deutscher Sprache. Er wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Davidsen erhielt bereits mehrere bedeutende Literarische Preise, so 1991 "Die goldene Lorbeere der dänischen Buchhändler" und 2000 den "Prix littéraire de la Bordelaise de Lunetterie"."Die guten Schwestern" handelt von der dunklen Vergangenheit einer dänischen Familie. Die Erzählung rankt sich um den Jugoslawien-Konflikt Ende der 90er Jahre. Der dienstreisende Universitätsdozent Teddy Pedersen wird von einer ihm unbekannten Frau angesprochen. Diese behauptet seine Halbschwester Maria zu sein. Teddy sieht sich dadurch plötzlich mit der SS-Vergangenheit seines Vaters konfrontiert, welcher seinerzeit in Kroatien untertauchte. Nicht nur das: seine ältere Schwester Irma wird in Verbindung zur Stasi gebracht und inhaftiert. Ihr Gefängnis-Tagebuch legt die bittere Vergangenheit der Familiengeschichte offen, die lange zurück liegt und bis heute nachwirkt.

Davidsen generiert einen dauerhaft tragenden Spannungsbogen, der sich mit dem Schicksal von Kindern der NS-Generation auseinander setzt. Die Erzählung ist recht komplex und führt in diverse osteuropäische Länder. Dem Autor gelingt die Verbindung von spannendem Krimi und historischer Analyse ohne erhobenem Zeigefinger, was wohltuend ist. Davidsen verspricht eine feste Größe am deutschen Krimihimmel zu werden.

Diese Rezension fanden 4 von 4 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Vom Feinsten

Das war mal wieder ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Der geschichtliche Hintergrund wird bravourös in die Handlung einbezogen. Der Mann kann schreiben - und wie. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

Diese Rezension von Görchen fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Geschichte und Geschichten

Der Roman ist kein spannungsgeladener, aktionsreicher Thriller.

Dieses Buch verflechtet Geschichten mit Geschichte und das auf eine informative und überzeugende Art und Weise, allerdings mit einer Einschränkung: Nach meinem Geschmack ist es in Teilen zu langatmig geraten.

Diese Rezension von Reiner Herzmann fanden 1 von 5 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen schlechtestes buch von leif davidsen

begeistert war ich von dem augenblick der wahrheit, alles was danach erschien, konnte den vergleich in keiner weise erfüllen. die guten schwestern waren mit abstand das chlechteste und in der trilogie völlig überflüssig. ich habe mich durchgequält, weil ich dachte irgendwann kommt noch ein bezug zum erstbuch. gesamte trilogie schwach. ich kannnur abraten.

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