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Walter Alfaiate gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Sambas, er komponierte für Karnevalgruppen, etliche Songs von ihm wurden von anderen Musikern aufgenommen. Ebenso aus Rio de Janeiro stammt die seit 1956 aktive, immer wieder mit neuen Mitgliedern verjüngte Gruppe Velha Guarda da Mangueira. Die Sängerin Margareth Menezes, in Bahia geboren, wurde vielfach ausgezeichnet. Nach 'Buena Vista Social Club' oder 'El Acordeon del diablo', die kubanischen bzw. kolumbianischen Musikern ein Denkmal setzten, legt nun der finnische Filmemacher Mika Kaurismäki ein mitreißendes Porträt der Musiker in seiner Wahlheimat Brasilien vor. Sein als Roadmovie quer durch das Land angelegte Dokumentarfilmdebüt beobachtet die Musiker der vielfältigen Stilrichtungen bei ihren Auftritten, lässt sie nicht nur in ihren Liedtexten zu Wort kommen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Eurovideo Moro no Brasil, USK/FSK: oA
Die Seele BrasiliensDieser Film geht auf der Suche nach dem Klang der brasilianischen Lebensfreude unterhaltsam und tief auf die Ursprünge des Sambas zurück und spannt dann auf der 4000 km langen Reise durch Brasilien einen Bogen zwischen den Urklängen der brasilianischen Indios bis zu den modernen Variationen, beeinflußt von Jazz, Funk und Hip Hop. Teilweise melancholisch, immer informativ und angenehm kulturpolitisch macht der Film einfach Freude und öffnet einen für die beeindruckende kulturelle Vielfalt auf dem südamerikanischen Kontinent, die dort trotz Armut und politischer Turbulenzen von jederman gelebt wird.
Technisch bleibt noch die gute 5.1 Soundmischung der DVD zu erwähnen, die einen immer mitten ins Geschehen versetzt und das Gesamterlebnis intensiviert ;-)Obrigado Mika!
Mika Kaurismäki mag Musikund er ist Filmemacher. Musik wird nicht auf "Droge gegen Elend" reduziert, sondern von der Wurzel im brasilianischen Urwald bis zu Originalton sambagebeisterter Menschen als ein Wert der Menschen in Brasilien dargestellt. Nebenbei erfahren wir viel über Musik und die kulturellen Wurzeln aus Afrika und Portugal.
Der Zuschauer bleibt weder ratlos vor unendlichem Elend noch sprachlos vor sagenhaft guten Musikern. Eher fühlt man sich mitgerissen. Mitmachen! Das wär es.
Mika-Kaurismäki-Fans werden immer wieder kleine skurille Szenen genießen, für die der große Finne zwei leuchtende Augen hat.
Einfach genial!ich muss zugeben, trotz meiner verbindung zu brasilien und meinem interesse an den dingen, die sich dort ereignen, bin ich erst spät auf diesen film aufmerksam geworden. genauer gesagt habe ich ihn erst gestern im kino gesehen, und muss sagen: er hat mich einfach fasziniert!wie es mika kaurismäki schafft, ursprünglich 100 stunden (!) filmmaterial in 100 minuten zu pressen, und dabei noch so einen guten überblick über die brasilianische musikszene, abseits von den üblichen, berühmten künstlern die man kennt, zu schaffen, ist wirklich unglaublich. jeder, der sich auch nur auch einen hauch für brasilianische musik interessiert, und vielleicht auch noch ein wenig von der kultur und dem lebensgefühl mitbekommen will, dem empfehle ich diesen film, am besten im paket mit city of god.