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Ein Grundkurs in deutsch-namibischer Geschichte.
Vor 120 Jahren erklärten die Deutschen Südwest-Afrika zu ihrem ersten 'Schutzgebiet'. Vor 100 Jahren wehrten sich die Menschen vor Ort. Der 'Aufstand' der Herero und der jahrelange Guerillakrieg der Nama richteten sich gegen die brutale Kolonialunterdrückung, den ersten deutschen Völkermord und die Errichtung der ersten deutschen KZs (inkl. medizinische Menschenversuche). Eine bei uns heute verdrängte Generalprobe für die Widerlichkeiten des Dritten Reiches - für uns fingen die Bösen Deutschen ja erst mit Hitler an.
Bei den hier dokumentierten Aufzeichnungen des Nama-Häuptlings Hendrik Witbooi handelt es sich um die einzige zeitgenössische Darstellung von erlebter Gewalt und dem Widerstand aus Sicht der Unterdrückten. Der Herausgeber hat viele dieser Briefe und Tagebuchaufzeichnungen in ihren zeitlichen, geographischen und politischen Kontext gestellt und sich dabei auf eine Fährten- und Spurensuche der tragischen Auswirkungen des deutschen Kolonialismus in Literatur, Archiven und vor Ort gemacht.
So wird erstmals die traurige Geschichte der Musik- und der Drogenkultur Südwest-Afrikas dokumentiert. Landraub, zwischen-ethnische Konflikte, Verlust traditioneller Lebensformen und Werte, Ausrottung von Musik und weitere Tragödien waren die direkten Folgen. Aus ihnen resultieren die heutigen Probleme für die Nachfahren von Tätern und Opfern, aus unterschiedlichen ethnischen Zugehörigkeiten eine namibische Nation zu bilden. Deutschland drückt sich bis heute vor einer Entschuldigung; 'nicht entscheidungsrelevant', meinte Außenminister Fischer.
Was ist seit der deutschen Kolonialzeit geschehen, wie sieht es heute in Namibia aus, und wie wird es weitergehen?
Versuch eines Einblicks in die schwarze Seele NamibiasDas Buch beinhaltet zur Hälfte den Briefwechsel Hendrik Witboois mit anderen Kapitänen (Häuptlingen) Namibias sowie mit deutschen Offizieren und Missionaren. Die andere Hälfte widmet sich einem (etwas oberflächlichen) Abriss über die Geschichte Namibias. Das Buch gibt vor allem Stimmungen wider, der Informationswert hält sich an vielen Stellen leider in Grenzen - wenn ein Thema gerade interessant wird, bricht das Kapitel ab. Es wird auch viel behauptet und wenig mit Quellen belegt, die meisten Behauptungen sind allerdings korrekt. Trotz des leichten Charakters liest sich der Text ein wenig schwerfällig - was am Sprachstil des Autors ebenso liegt wie an den zahlreichen Tippfehlern. Trotzdem: Es ist eins der wenigen Bücher, das sich bemüht, die Geschichte Namibias aus Sicht der Schwarzen zu betrachten, und das verdient Anerkennung.
Adelung-1793: Bosheit, die · Herzen
Brockhaus-1809: Racen der Menschen
Brockhaus-1911: Herzen · Damen vom heiligen Herzen Jesu
Herder-1854: Damen vom Herzen Jesu
Meyers-1905: Bosheit · Herzen · Damen vom heiligen Herzen Jesu · Rudimentäre Organe des Menschen
Pierer-1857: Bosheit · Herzen · Wilde Menschen · Doppeltleibige Menschen · Geschwänzte Menschen