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Eines Morgens um elf kündigt Daniel Duane seinem Chef, verlässt den kleinen Laden, in dem r hinter der Kasse stand, lädt das Surfboard auf seinen Pick-up und fährt ans Meer. Er weiß, dass das wahre Glück irgendwo da draußen - und nur dort - auf ihn wartet. Als er sich in die Brandung wagt, reißt ihn gleich die erste Welle um. Doch es dauert nicht lang, und eine stürmische Liebesaffäre mit der Küste, ihren Bewohnern und den Wellen beginnt.
'Surf' erzählt mit Witz und Wärme von der Entdeckung einer Leidenschaft, die das Leben und die Sicht auf die Welt verändert. Bei Daniel Duane spüren wir, 'wie das Board von allein zu gleiten beginnt; wir springen auf, rasen die Vorderseite der Welle hinab, setzen einen Turn in die Wand, lachen laut über diese Wasser-Rampe und stecken einen Finger ins Wasser, um sicher zu sein: Das alles geschieht wirklich.'
Bereits 1996 löste Daniel Duane mit seinem Buch Surf eine Welle der Begeisterung aus -- und zwar mit der Originalausgabe in seiner Heimat USA. Nun ist diese Hommage an jene Bretter, die die Welt bedeuten endlich auch in deutscher Sprache erschienen. Dass die Boardergemeinde in Verzückung gerät, gilt als sicher. Aber auch Leser, die weder mit Wellenreiten noch mit einem intensiven Leben am und im Meer etwas anfangen können, werden in Duanes Welt des Bodysurfens wahrscheinlich schneller eintauchen als sie selbst vermuten. Diese optimistische Prognose beruht im Wesentlichen auf einem fesselnden und ebenso liebevoll wie poetischen Schreibstil, der sich angenehm unterscheidet zu der oft einfach gestrickten Erzählweise anderer Surf-Romane. Nicht umsonst schreibt der leidenschaftliche Surfer auch für renommierte Blätter wie die Los Angeles Times, die New York Times und für viele große Surf-Magazine. Seine Klasse beweist er letztendlich damit, dass selbst ohne ein einziges spektakuläres Bild der ganz besondere Reiz des Surfens rüberkommt -- sowohl in als auch zwischen den Zeilen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Inhaltlich beschäftigt sich Duane wie viele andere auch hauptsächlich mit meterhohen Brechern und dem ständigen Beobachten des Meeres. Vereinfacht gesagt geht es um die Suche nach der perfekten Welle, selbst wenn dabei oft nicht viel zum Ertrinken fehlt. Doch er bettet seine Brettgeschichten gekonnt ein in persönliche Anekdoten und anregende Beschreibungen von Land und Leuten, und so ließe sich Surf genauso gut als Szeneführer der südkalifornischen Küste betrachten. Oder als gut gemachte Imagebroschüre für diesen sich deutlich im Aufwind befindlichen Sport, dem längst nicht mehr nur Waschbrettbauch-Männer mit langen blondem Haar frönen -- auch wenn das Titelfoto genau so einen Typ zeigt. --Jan König
Nicht nur für Surfer!!!Ich liebe das Meer, aber mit Surfen habe ich rein gar nichts am Hut, so dass ich ziemlich mißtrauisch mit dem Buch begonnen habe. Übrigens, mit "Surfen" ist in diesem Buch "Wellenreiten" gemeint und nicht das deutsche Windsurfen!!! Erwartet hatte ich plumpe Surfer-Romantik und lauter braungebrannte Typen, mit Tattoos überzogen, ein Kasten Bier am Lagerfeuer unten am Strand. Zum Glück wurde ich positiv enttäuscht! Daniel Duane erzählt von seinem Jahr an der südkalifornischen Küste liebevoll und poetisch. So ist ein kenntnisreiches Portait der Küste und seiner Bewohner entstanden. Duane spürt den ersten Surf-Liebhabern nach - erstaunliche Namen wie Captain Cook, Mark Twain, Jack London tauchen in diesem Zusammenhang auf. Der Autor schildert äußerst kenntnisreich und witzig Landschaft, Wasser und den tierischen Bewohnern. Besonderes Augenmerk legt er auf einen Otter, der seelenruhig auf dem Rücken schwimmt und ihn bei der Suche nach der Welle begleitet. Einerseits ist "Surf" eine wunderbare Abhandlung über eine Leidenschaft, die zum Lebensinhalt wird, und so durchaus vergleichbar mit Nick Hornbys Fußball-Bibel Feverpitch. Aber wenn Duane zum Geschichtenerzähler wird, erinnern mich die skurillen Episoden über Kalifornien an eine Strand-Variante von Amistad Maupins Stadtgeschichten. Eine tolle Geschichte, für Surf-Fans ohnehin, aber auch alle anderen, die ein faszinierendes, poetisches, witziges und schlaues Buch genießen wollen.
großartige non-fiction aus KalifornienIch liebe das Meer, aber mit Surfen habe ich rein gar nichts am Hut, so dass ich ziemlich mißtrauisch mit dem Buch begonnen habe. Übrigens, mit "Surfen" ist in diesem Buch "Wellenreiten" gemeint und nicht das deutsche Windsurfen!!! Erwartet hatte ich plumpe Surfer-Romantik und lauter braungebrannte Typen, mit Tattoos überzogen, ein Kasten Bier am Lagerfeuer unten am Strand. Zum Glück wurde ich positiv enttäuscht! Daniel Duane erzählt von seinem Jahr an der südkalifornischen Küste liebevoll und poetisch. So ist ein kenntnisreiches Portait der Küste und seiner Bewohner entstanden. Duane spürt den ersten Surf-Liebhabern nach - erstaunliche Namen wie Captain Cook, Mark Twain, Jack London tauchen in diesem Zusammenhang auf. Der Autor schildert äußerst kenntnisreich und witzig Landschaft, Wasser und den tierischen Bewohnern. Besonderes Augenmerk legt er auf einen Otter, der seelenruhig auf dem Rücken schwimmt und ihn bei der Suche nach der Welle begleitet. Einerseits ist "Surf" eine wunderbare Abhandlung über eine Leidenschaft, die zum Lebensinhalt wird, und so durchaus vergleichbar mit Nick Hornbys Fußball-Bibel Feverpitch. Aber wenn Duane zum Geschichtenerzähler wird, erinnern mich die skurillen Episoden über Kalifornien an eine Strand-Variante von Amistad Maupins Stadtgeschichten. Eine tolle Geschichte, für Surf-Fans ohnehin, aber auch alle anderen, die ein faszinierendes, poetisches, witziges und schlaues Buch genießen wollen.
SüchtigWährend ich das Buch gelesen habe, verstand ich einmal mehr den Suchtfaktor des Surfens. Der wahre Surfer lebt für die Welle und alles andere steht hinten an.
Das Buch beschreibt das Land und die Leute, auch ohne Vorkenntnisse kann man sich plötzlich das Land an sich vorstellen. Die Geschichte des Surfens wird immer wieder in das Buch eingebunden ohne langweilig zu werden. Das Leben eines Surfers, Surfer in der Gruppe, das Untereinander und Gegeneinander wird lebhaft beschrieben. Für Nicht-Surfer genauso geeignet wie für Surfer. Zu jeder JAhreszeit zu empfehlen.
Beach BoysHabe das Buch in 2 Tagen verschlungen und meine Kopfreise an die Küste Kaliforniens voll und ganz genossen.
Der Roman ist Schilderung eines persönlichen Surftrips des Autors. Das Buch ist aber auch Sachbuch über Meer und Wellen, Geschichte der USA und der kalifornischen Surfkultur. Auch die Naturbeschreibungen des Autors sind brilliant und man glaubt zeitweilig in einem Gedicht von Rimbaud oder Beudelaire gelandet zu sein.
Die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall!
"Männer" SurfenHallo Zusammen!
Etwas an diesem Buch hat mich verärgert und zwar die Tatsache, dass der Schreiber nur von einer Männerwelt spricht. Anscheinend hat er in seinem Leben keine einzige Frau auf einem Brett gesehen. Die Frauen, die er beschreibt, scheint er nicht wirklich zu kennen. In der Tat erfährt man so das Eine oder Andere über das Land und die Geschichte, was mir gut gefiel. Leider habe ich hin und wieder Schwierigkeiten gehabt, ihm zu folgen. Wenig Absätze, so das ich manchmal nicht wußte, ob er wiedermal einen anderen Autor zitiert oder mit der eigenen Geschichte fortfährt. Die Leidenschaft zur Natur, sein Blick für das Meer haben mir sehr gut gefallen.
Viele Grüße aus Bremen, Maggie. Eine Frau, die auch auf Brettern stehen kann. ;-)