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Alle, die jetzt laut oder leise »Ja!« gesagt haben, sollten dieses Buch lesen, denn die meisten Menschen verbringen mehr Zeit am Arbeitsplatz als sonst wo. Unfähige, launische, machtbesessene oder führungsschwache Vorgesetzte schaden ihrem Unternehmen und ihren Mitarbeitern und machen ihnen das Leben schwer. Für solche Fälle gibt es das Chef-Erziehungsprogramm von Margit Schönberger, mit dem sich Angestellte sinnvoll gegen unprofessionelle Vorgesetzte wehren und die Atmosphäre am Arbeitsplatz spürbar verbessern können ¿ zum Wohl aller Beteiligten.
Wer glaubt, dass Ratgeber Rat geben, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten....Klar, dass Zitat ist abgewandelt, es heißt eigentlich: Wer glaubt, dass Abteilungsleiter Abteilungen leiten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Aber Spaß beiseite, dieses Buch taugt allenfalls zur Identifizierung seines Cheftyps, aber nicht als Ratgeber, wenn man unter selbigen leidet. Anfangs ist es erfrischend, wenn man klar erkennt, die eigene Einschätzung des Chefs ist keinesfalls ein Gespenst und nein, meine Anforderungen an einen Chef sind auch nicht unrealistisch, aber dann kommt seitenlang die Frage: Wann kommt endlich das Überlebenstraining? Auf den letzten zwanzig Seiten kommt eine Andeutung von Überlebenstraining, die aber nur dann etwas taugt, wenn man es mit den abgeschwächten Formen von den zuvor genannten Chefs zu tun hat.
Ist man selbst aber bereits zu ausgelaugt, um "den Mut nicht zu verlieren" oder "Zeichen zu setzen", dann ist guter Rat teuer und dieses Buch seinen Preis nicht wert. Besser wäre Literatur über das Thema Mobbing, in denen auch klare Anweisungen im Umgang mit Mobbing gegeben werden, wie z. B. Gesprächsprotokolle, schriftliche Rückversicherungen, Unterstützung durch Mobbingberatungen etc. Auch wenn Mobbing nicht direkt nachweisbar ist oder es sich einfach um einen sensiblen Mitarbeiter handelt, der auch dort Mobbing lauert, wo keins ist, können solche Ratgeber besser helfen, als dieser.
Leider, leider: wenig dahinterMeine Motivation, dieses Buch zu kaufen: ein schlechter Tag mit dem Chef inkl. entsprechendem Frustrationspegel. Das Resultat nach Lektüre der Erwerbung: immer noch frustriert. Dieses Buch hält nichts, von dem, was es verspricht. Weder ist es unterhaltsam, wie es der Titel verspricht, noch coacht es mich im Umgang mit meinem Vorgesetzten. Statt dessen vermengen sich pseudowissenschaftliche Weisheiten mit Allgemeinplätzen zur Konfliktbewältigung und einer geradezu unsäglichen Reihung sogenannter "Cheftypen", von denen eine unbrauchbarer als die andere ist. Ich habe, leider, bei dieser Lektüre wenig für mich und mein persönliches Überleben im Job gelernt. Amüsiert war ich andererseits leider auch nicht. Mein Fazit daher: Ein Reinfall in jeder Hinsicht.
Das Buch ist ein Ärgernis - nicht wegen des TitelsWer dem Untertitel 'Ein Überlebenstraining' Glauben schenkt und annimmt, es handele sich um eine Art Lernprogramm für den Umgang mit der Sorte Chefs, die im Titel gemeint ist, wird bitter entäuscht. Titel, Untertitel und die 'Empfehlung' von Günter Ogger auf dem Einbandtext "Margit Schönbergers persönliche Chef-Sache ist nicht nur ein Lesevergnügen der besonderen Art, sondern ein nützöicher Ratgeber für den Umgang mit Vorgsetzten jeder Couleur erfülen in Tateinheit den Tatbestand der Irreführung.
Statt zu erwartender konkreter Handlungsanweisungen im Umgang mit schwierigen Vorgesetzten stellt das Buch eine Ansammlung schlichtester sozialpsychologischer Einsichten über Beziehungen am Arbeitsplatz dar. Das Buch nähert sich seinem eigentlichen Thema "Gebote um den Psychstress in der Firma zu überleben" auf nur 22 von 159 Seiten. Was dann beim Versuch, den Untertitel zu erfüllen als 'Überlebenstraining' geboten wird sind Ratschläge von purer Selbstverständlichkeit: Wehre dich gegen einen miserabelen Chef. Geh nie unvorbereitet in Besprechungen. Rede dabei über Wesentliches. Bleibe cool und geduldig. Sei mutig. Signalisiere Intresse und Engagement.-Das alles macht einen guten Eindruck. Wer hätte das gedacht??
Kein Wort davon, wie denn diese Verhaltensmaßregeln, die jede einigermaßen lebenserfahrene Mutter bereithält) unter Bedingungen von Psychostress oder gar einem beruflichen Überlebenskampf in konkretes Verhalten umzusetzen sind. Nicht z. B. von Anzeichen, die mögliche Konflikte bereits im Vorfeld erkennen lassen. Nichts zum Beispiel von Aktenvermerken zu konflikthaltigen Vorgängen. Nichts z. B. von Gesprächsstrategien, die wenigstens vorübergehen Mangel an Kenntnis oder Kompetenz beim 'Untergebenen' verbergen können. Nicht z. B. davon, dass man sich in emotional aufgeladenen Situationen nicht zu riskanten Stellungnahmen hinreißen lassen sollte, statt dessen im Anschluss an Konflikgespräche ein Gesprächsprotokoll anfertigen sollte, mit dem Ziel, mit dem Ziel einer (evtl. schriftlichen)Risiko- bzw. Schadensbegrenzung. Nicht einmal etwas zu Notizen über Zeit, Ort und Inhalt von Anweisungen, die nicht umsetzbar sind, und deswegen Konflikte erwarten lassen. Nichts zur Abwehr cholerischer Anfälle von Vorgesetzten. (Ich bin ein Freund mittelenglischer Umgangsformem und halte Sie auch dufür. Gesteigert: "...würde Sie gern dafür halten." Nichts davon wie man die Herrschaft über Inhalt und Verlauf von Konfliktgesprächen gewinnt, inem man sie in seinem Sinne interpretiert.("Ich verstehe das/Sie so...")Nichts davon, wie man im Verlauf eines Gesprächs Bedenkzeit gewinnt, Schwachstellen beim Gegenüber ausfindig macht usw.usw.
Statt dessen werden wir mit einer (sehr schlichen) Zusammenfassung von Riemanns 'Grundformen der Angst', einer anspruchslosen Auflistung der Motivationstriks von Vorgesetzen und einer wiederum sehr simplen Beschreibung der Neurosen von Vorgesetzen, die auch unsere seien (Wer hätte das gedacht?) gelangweilt. Die alles dann noch mit dem Versuch witzig zu wirken, was total misslingt. Dabei unterläuft der Autorin (vom Lektorat unbemerkt) sprachlicher Unsinn, z. B. So produzieren kurzmützige(?)Chefs kurzmützige Mitarbeiter. Oder eine unterforderte Mitarbeiterin(!) könnne "durchaus auch unzickige(!) Zeichen setzen. Es wird überhaupt nicht klar, was 137 Seiten mit dem angekündigten 'Überlebenstraining' zu tun haben. Ganz zu schweigen vo einer Fülle hintereinander abgspulter Plattheiten, imn der Art von: "Jede(!) Niederlage ist doch nichts anderes als(!)eine Lernetappe auf dem Weg zum Sieg. Jede(?)Blamage ein sichtbar gewordener Fehler, den man sicher(?) nicht noch einmal machen wird. Wer zuviel Angst vor Fehlern und Niederlagen hat wir niemals Erfolg haben können." Wer hätte das gedacht? Wer dieses Buch kauft, hat jedenfalls verloren:nämlich Zeit, Geld und beim Lesen sicher die Geduld. B.E.
Ein guter ÜberblickDieses Buch charakterisiert die verschiedenen Chef-Typen. Ich habe es gekauft, um nochmal über die Erlebnisse einer Fusion zu reflektieren. In diesem Zusammenhang ist es eine nette und amüsant geschreibene Lektüre. Das versprochene Überlebenstraining ist jedoch eher dürftig. Einige Tips für den Umgang mit Menschen; was allerdings nicht ausreicht, sich umzustellen und andere Muster, als die ureigenen anzuwenden. Die Lebens- und Berufserfahrung der Autorin wird auf alle Fälle deutlich. Auch ich habe mich darüber gefreut, die "Grundformen der Angst" hier niedergeschrieben zu sehen. Ich pflichte der Autorin auch bei, dass die heutige Gesellschaft daran leidet, keine karismatischen und runde Persönlichkeiten mehr als Führungskräfte einzusetzen. Solche Personen werden heute aus Systemen rausgekickt - auf Kosten der Qualität, Motivation und Leistung von Mitarbeitern und schlussendlich den montetären Ergebnissen von Unternehmen.
ganz gut... würde sagen, dreieinhalb bis vier SterneIch habe mir das Buch aus Neugier mal gekauft und muss sagen, es ist ganz nett zu lesen. Man kann sich von diesem Buch zwar keinen Leitfaden zum Umgang mit dem Chef erhoffen, für manche ist es sicherlich auch viel zu "krass" geschrieben bzw bewegt sich verbal auf der Schimpf-Ebene ;-) ... aber ich fand das Buch dennoch ganz gut, um mal die verschiedenen Perspektiven zu erfahren. Man bekommt mehr Weitblick, erhält neue Ideen, warum der Chef sich so oder so verhält. Aber es ist kein Lehrbuch. Es gibt Einblick und Anregungen, aber alles weitere muss man danach selbst in (Er-)Kenntnis bringen.