Zeremoniale-Ausschuss der Liturgischen Konferenz (Hrsg.)

Ein Evangelisches Zeremoniale

Ein Evangelisches Zeremoniale
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus
  • Erscheinungsdatum: 2004-01
  • Bindung: Gebundene Ausgabe
  • Seitenzahl: 220
  • ISBN: 3579055232
  • EAN: 9783579055237
  • Amazon.de Verkaufsrang: 441.472
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Beschreibung von buecher.de

Das erste und bislang einzige offizielle Evangelische Zeremoniale
- Verstehens- und Kommunikationsprozesse - grundlegend, verständlich und umfassend beschrieben.
Die bewusste Gestaltung, das verstehende Mitfeiern und die Einsicht in das Wesen einer Gottesdienstfeier setzen ein Verständnis der dort in vielfältiger Weise auftretenden Kommunikationsprozesse voraus. Die Sprache in den verschiedenen liturgischen Formen, die Gestik und Körpersprache, die Kleiderfrage oder der Kirchenraum mit seinen Bildern und Symbolen, die Glocken, die Musik und der Gesang: Eine bewusste Verwendung dieser und weiterer Formen kann im kommunikativen liturgischen Geschehen Bedeutungen festlegen.
Dieses Buches möchte ein besseres Verständnis dafür fördern und so eine neue 'liturgische Kompetenz' der Handelnden ermöglichen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Ulrich Hartmann fanden 16 von 28 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Evangelisch?

Der Untertitel des Werkes läßt ein Praxisbuch vermuten; herausgekommen ist aber eher ein Lehrbuch. Daß es von einer Kommission stammt, merkt man ihm an. Die Verfasser scheinen hauptsächlich hochkirchlich-lutherisch ausgerichtet zu sein. Man findet deshalb eine Fülle von liturgischen Elementen, die man auch für den evangelischen Gottesdienst neu oder wieder entdecken kann. Wer wissen will, was ein Amikt ist, wird hier fündig. Aber es ist denn doch seltsam, wenn für ein „Evangelisches Zeremoniale" hauptsächlich das maßgeblich ist, was in katholischen und in ausländischen lutherischen Kirchen der Brauch ist. Was sich bei uns an gottesdienstlichen Formen entwickelt hat, wird bestenfalls referiert, aber nicht in seiner Bedeutung respektiert, und gelegentlich verächtlich gemacht. Die Bibel auf dem Altar etwa, oder das Abendmahl am Karfreitag, beides bei uns in der evangelischen Gottesdienstfrömmigkeit fest verwurzelt, werden mit deutlichem Stirnrunzeln betrachtet; hingegen ist alles, was aus der „Ökumene" (sprich: anderen Kirchen) kommt, gut. Sogar die Einrichtung eines Sakamentshäuschens wird vorgeschlagen - obwohl nach evangelischer Ansicht „Sakrament" eine Handlung, keine Gegenstände, bezeichnet. Den Reformationstag hat man beim Kirchenjahr gleich weggelassen. So entfernen sich die Autoren nicht nur von der evangelischen Theologie, sondern auch von der Wirklichkeit in den meisten Gemeinden.

Am Ende des Buches befindet sich ein „Glossar", das aber keines ist, weil es nicht nur Worterklärungen bietet, sondern z.T. mehrseitige Artikel enthält. Über „Trauung" etwa findet sich im Haupttext ein knapp einseitiger Abschnitt, im „Glossar" noch einmal fast dreimal so viel. Andere Einträge im „Glossar" wiederholen nur, was im Text steht; hier hätte ein Register mit Seitenzahlen gereicht.

Sehr störend finde ich die Art, wie man sich um politische Korrektheit, sprich: inklusive Sprache, bemüht. Mal werden männliche und weibliche Formen zusammen genannt, mal wird zwischen der einen und der anderen abgewechselt. (Nur „der Küster" scheint immer männlich zu sein.) Die „neue Rechtschreibung" beeinträchtigt die Lesbarkeit zusätzlich.

Eine interessante Fundgrube ist dieses Buch sicherlich. Aber ich bezweifle, daß es zur Bereicherung des evangelischen Gottesdienstes beitragen wird.

Ein Evangelisches Zeremoniale



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