Fonagy, Peter; Gergely, György; Jurist, Elliot L.; Target, Mary

Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst

Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Erscheinungsdatum: 2004-09
  • Bindung: Gebundene Ausgabe
  • Seitenzahl: 572
  • ISBN: 3608943846
  • EAN: 9783608943849
  • Amazon.de Verkaufsrang: 76.943
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Beschreibung von buecher.de

Dieses Buch ist eine großangelegte Synthese, in der es um das spannungsreiche Gegen- und Miteinander von Psychoanalyse, Entwicklungspsychologie und Bindungstheorie geht. Es schlägt eine Brücke zwischen den Disziplinen, indem die Autoren das Bindungskonzept neu beleuchten. Es geht nicht mehr nur um die Herstellung von Bindung an sich, sondern darum, das Kind durch sichere Beziehungen so auszustatten, daß es das Verstehen mentaler Zustände im Anderen und im Selbst entwickeln kann. Das Konzept der Mentalisierung wird damit zum zentralen Punkt für das menschliche Funktionieren im sozialen Umfeld.
'Ein Buch zum Genießen', urteilt Professor Drew Westen von der Boston University, 'nicht nur zum Lesen. Das Wissensspektrum der Autoren reicht von der Philosophie des Geistes über entwicklungs-psychologische Forschungen, über die schweren Persönlichkeits-störungen bis hin zu klinischen Erkenntnissen über Säuglinge, Kinder und Erwachsene - und das alles vor dem Hintergrund der Bindungstheorie. Es ist eines der ersten wirklich überzeugenden Werke, die zeigen, wie die Erkenntnisse der Bindungsforschung wirklich Einfluß auf die Therapie von vielen unserer Patienten haben können.'
' ' ' Unter Mentalisierung wird die Fähigkeit verstanden, auf das Verhalten eines anderen Menschen - angemessen - zu reagieren. Vereinfacht ausgedrückt befähigt Mentalisierung also, anderer Leute Gedanken und Gefühle zu 'lesen'. Diese Fähigkeit entwickelt sich beim Säugling dann, wenn die Mutter seine Affektäußerungen aufnimmt und sie ihm durch ihre Mimik 'widerspiegelt'. Durch diese Spiegelung erkennt das Kind seine eigenen Affekte. Menschen mit schweren Psychopathologien - das hat die Arbeitsgruppe um Fonagy festgestellt - fehlt diese Fähigkeit. Die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit hängt also von einer funktionierenden Beziehung mit der Mutter ab.
Peter Fonagy bei Klett-Cotta: Bindungstheorie und Psychoanalyse

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Thomas Bolm fanden 10 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Bahnbrechend, zukunftsweisend, aber sehr anspruchsvoll zu lesen!

Dieses Buch ist vollgepackt mit Wissen und Anregungen. Ein Feuerwerk an neuen wissenschaftlichen Verbindungen zwischen Bindungstheorie, Säuglingsforschung, Neurobiologie, Therapiepraxis und -forschung. Die Fülle des Materials erfordert kleine Schritte vorwärts, mir hat geholfen, dass ich die Vorläuferliteratur schon kannte und deshalb manchmal und häppchenweise Wiedererkennenserlebnisse hatte. In der Zusammenstellung aber wirklich außerordentlich! Für Kollegen, die handfeste Anregungen für die Behandlungspraxis suchen, könnten aber anstehende Veröffentlichungen mit praktischem Schwerpunkt eine gute Ergänzung sein.

Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst



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