Ein Jude liegt auf der Straße, mit einem Messer im Rücken. Jemand kommt vorbei und fragt: Tut das weh? Da kommt röchelnd die Antwort: Nein, nur wenn ich lache.
Die Selbstironie, die zum Rettungsanker wird, wenn die Situation aussichtslos erscheint, Lachen als Entgegnung auf Gewalt und Verfolgung, ist das der spezifische jüdische Humor? Was macht ihn aus - jenseits der gängigen Klischees, die sich in populären Witzesammlungen präsentieren und sich allzuleicht in Harmlosigkeit erschöpfen? Gibt es etwas Gemeinsames über Länder und Zeiten hinweg, wie die Juden über sich selbst und ihre Widersacher lachen? Und falls ja, ist dann diese Haltung zur Welt im Laufe der Geschichte nicht doch an Grenzen gestoßen? Kann man mit Witz allem begegnen, selbst der Shoah? Und wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen jüdischen Witzen und Witzen über Juden? Die Beiträge des diesjährigen Almanachs widmen sich dem jüdischen Humor in seinen Eigenheiten und Erscheinungsformen, von Scholem Alejchem bis Ki
shon, in Europa, Amerika und Israel.
Verlag: Jüdischer Verlag
Ausstattung: 2004. 125 S. m. Fotos v. Alex Levac.
ISBN: 3633541977
Preis: 14,80 €
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