Hacke, Axel

Der weisse Neger Wumbaba

Der weisse Neger Wumbaba
  • Verlag: Verlag Antje Kunstmann
  • Erscheinungsdatum: 2004-08-30
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 64
  • ISBN: 3888973678
  • EAN: 9783888973673
  • Amazon.de Verkaufsrang: 1.039
Bestellen Sie über obige Links! Sie fördern dadurch die Digitalisierung weiterer Bücher, da Zeno.org eine Provision von dem Sponsor erhält. Wann immer Sie etwas bestellen möchten - prüfen Sie vorher die Millionen von Angeboten, die im Zeno.org-Shop beschrieben sind. Bookmarken Sie die Einstiegsseite in den Zeno.org-Shop für spätere Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Beschreibung von buecher.de

Ein kleines Handbuch des Verhörens hat Axel Hacke zusammengestellt, in dem wir dem Erdbeerschorsch begegnen und Holger, dem Knaben mit lockigem Haar, in dem Gott, der Herr, sieben Zähne hat und am Tannenbaum die Blätter grinsen. Verhörer, die in Michael Sowas Bildern unvergessliche Gestalt annehmen.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kinder können nicht zuhören. Und wenn sie es tun, dann schlägt ihnen die Phantasie oft ein Schnippchen, das sie -- oft bis zum Tod -- mit falschen Liedtexten leben lässt. Denn vor allem Kinder sind grausame Verhörer – so wie Frau J. aus Stephanskirchen, die als junges Mädchen felsenfest davon überzeugt war, dass der eigentlich klischeehafte Satz eines mittelmäßigen Seemannslieds („Stürmisch die Nacht und die See geht hoch“) tatsächlich „Stürmisch die Nacht und die Säge tobt“ laute. Für den Münchner Autor und Kolumnisten Axel Hacke sind diese Verhörer von teils schrecklicher Schönheit die eigentliche Quelle unerschöpflicher Poesie: „Der Verhörende schafft sich gewissermaßen aus der Unverständlichkeit der Welt heraus einen eigenen Kosmos, ein Beweis für die kindlich-dichterische Kraft, die vielen von uns innewohnt, ohne dass wir eigentlich etwas von ihr ahnen“, heißt es in dem von Michael Sowa wieder einmal kongenial illustrierten Buch Der weiße Neger Wumbaba. Hackes Meinung nach haben Liedtexter gar die Aufgabe, zum Fehlhören zu animieren. In seiner Kolumne Das beste aus meinem Leben für die Süddeutsche Zeitung erwähnte Hacke einmal einige schöne Exempel für die Freudschen Fehler des Gehörs -- mit der Folge, dass ihn immer neue Zuschriften seiner Leser ereilten, darunter die wirklich überzeugende Umdichtung des Evergreens Der Mond ist aufgegangen von Matthias Claudius, dessen vertonte Gedichtzeilen „und aus den Wiesen steiget / der weiße Nebel wunderbar“ das Gehirn eines Musikenthusiasten folgendermaßen verwandelte: „und aus den Wiesen steiget / der weiße Neger Wumbaba“. Dieses ungleich größere Zitat ziert nun als Titel ein Buch, die Hackes Originalkolumne sowie seine zahlreichen Nachfolger versammelt. Selbst wenn man sich bei manchen der eingesandten Verhörern etwas ohrenreibend fragt, wie das Hirn derlei phonetisch-semantische Kapriolen zustande bringt, so ist Der weiße Neger Wumbaba doch der beste Beweis für die im Buch aufgestellte These, „dass die besseren Liedtexte in den Köpfen der Hörer entstehen.“ Und das ist auf zauberhafte Weise sicher war. -- Thomas Köster

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von weiser111 fanden 68 von 74 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Viel schöner als die Realität

So isser, der Mensch: Er vermutet hinter allem, was ihm gesagt oder vorgesungen wird, einen Sinn. Und zwar auch dann, wenn er etwas nicht richtig versteht und sich eigentlich im ersten Moment keinen Reim drauf machen kann -- sei es, weil er einer Fremdsprache, z.B. des Englischen, nicht so recht mächtig ist, sei es, dass die eigene Muttersprache ihm verkehrt herum ins Gehör steigt, sei es, dass ihm ein Wort spanisch vorkommt... Der flüchtige Ton ist für so manchen herrlichen Verhörer gut.

In allen Fällen hat man's also mit einem kruden phonetischen Lautkonglomerat zu tun, dessen Sinn man sich nun irgendwie auf Teufel-komm-raus rekonstruiert. Egal ob es um russische Soldaten geht, die martialisch die "Wurscht" zu besingen scheinen, sei es der "Erdbeerschorsch", der in die Schule kommen wird, um alle zu "filmen" -- oder sei es der von wahrhaft poetischer Größe zeugende titelgebende "weiße Neger Wumbaba", dessen Ursprung ich hier nicht verraten will. Nur soviel: Er ist hinreißend und übertrifft die Poesie des O-Textes um Längen!

Axel Hacke hat all diese Verhörer fleißig gesammelt, hat auch einschlägige Literatur und Internet-Sites durchforstet, und nicht zuletzt viele Leserzuschriften berücksichtigt; fast alle Beispiele, die er hier in amüsantem Stil darbietet, sind auf wunderbar surreale Weise komisch -- und regen dazu an, in den eigenen Gedächtnis-Schubladen herumzukramen. Ich erinnere mich an meine Interpretation eines wohlbekannten amerikanischen Weihnachtsliedes als "Schinke[n]pelz"...

Ein Übriges tun Michael Sowas kongeniale Illustrationen -- ja, genau so stellt man sie sich vor, die Erdbeerschorschs, die Rentier-Grabmale, die Dabesins, die Mutter Weinezehr und die missverstandenen Kinderlieder, die jeden Splatter-Movie locker übertreffen. Und dann natürlich der politisch nicht ganz korrekt benannte Herr, der dem Buch -- zu Recht! -- seinen Titel gab.

Wie schön, dass man nicht alles so versteht, wie's gemeint war!

Diese Rezension von Paulchen Panther fanden 24 von 27 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Generalattacke auf das Zwerchfell

Wer bei diesem Buch nicht lachen kann, geht zum Lachen wahrscheinlich in den Keller. Der Autor hat es geschafft, aus seiner Zeitungskolumne ein super-unterhaltsames Buch zu machen, das zu keiner Sekunde und in keiner Zeile langweilig wird. Nicht nur über das Verhören in Kinderliedern (was man dem Titel nach zuerst eigentlich meinen müsste) geht es hier, sondern auch und besonders um Missverständnisse bei dem nicht immer allzu deutlichen Gesangsenglisch. Da sind dann auch mitunter die Besten Jokes dabei. Zu etwas Besonderem wird das Buch meiner Meinung nach aus zwei Gründen:

Erstens erkennt man sich bei vielen Verhörern selbst wieder. So weiß man wenigstens: "Aha, es ist also nicht nur mir passiert!".

Zweitens sind die geschilderten Missverständnisse so unvorhersehbar und überraschend, dass die Lachsalven im Minutentakt quasi vorprogrammiert sind. Denn hier werden nicht einfach nur die Verhörer beschrieben und aufgeführt. Die Kommentare des Autors dazu und seine weiterführenden Gedanken und seine Stories, die er um die Missverständnisse herum bastelt, sind ein Erlebnis für sich.

Fazit:

Ein absolut lesenswertes Buch und ein Spitzen-Geschenktipp für 2 Stunden Kurzweile und gute Laune.

Leider sind es nur 60 kleine Seiten, die man ruck-zuck durch hat.

Wann bitte bekommen wir die Fortsetzung???

Diese Rezension von moneypenny fanden 11 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Einfach niedlich

Das Buch ist richtig süß! Habe es schon zweimal verschenkt und das bestimmt nicht zum letzten Mal. Man fühlt sich sofort in seine Kindheit zurückversetzt und findet eine Menge "Vehörer" wieder, auf die man früher mal selbst reingefallen ist. Einziger Nachteil des Buchs - es ist insgesamt ein bisschen dünn. Trotzdem ist es als kleines Geschenk zwischendurch klasse und mal was anderes. Deshalb 5 Sterne und volle Empfehlung

Diese Rezension fanden 10 von 11 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Selten so gelacht!

Beim ersten Hören dieses Buches habe ich Tränen gelacht und mit jedem weiteren Verhörer steigerte sich mein Lachen an den Rand der Hysterie.... Das Hörbuch hörte ich am ersten Tag dreimal. Ich bin begeistert! Viele Freunde kamen bereits in den Genuß des "Weißen Neger Wumbaba" und jeder konnte über ähnliche (manchmal sogar die gleichen) Verhörer berichten. Auch meine Kinder (Grundschulalter) hatten Spaß daran.

Ich kann Axel Hacke nur unterstützen: Die Poesie und Fantasie der Verhörer ist wumbaba und übertrifft oftmals das Original.

Viel Spaß beim Hören!

Diese Rezension von New Number 2 fanden 9 von 10 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Erdbeerschorsch und böse Arme!

Der viel gelobte Axel Hacke hat hier ein solides Werk der Verhörer zusammengestellt und ungefähr zur Hälfte auch mit sehr komischen Kommentaren versehen. Bei manchen Verhörern ist ihm dann leider die Fantasie ausgegangen und er hat sich mit Floskeln beholfen. Vieles hat er auch aus diversen Internetseiten "entliehen", was er aber auch zugibt und die Klasse der Verhörer nicht mindert.

Als kleine Bettlektüre ist der "Neger Wumbaba" zweifelsohne geeignet. Nur kann ich mich meinen Vorrezensoren anschließen: Zu wenige Seiten für's Geld. Sonst wäre eine 4* Bewertung zustande gekommen.

Aber ich habe auch was gelernt: Jetzt weiß ich, was eine Muhme ist!

Der weisse Neger Wumbaba



Empfehlungen


Hacke, Axel; Sowa, Michael
8,90 €


Hacke, Axel
14,90 €


Gelesen v. Axel Hacke. Hrsg. v. Bettina Stiekel
20,00 €

Hacke, Axel
19,90 €



Hacke, Axel
6,90 €

Hacke, Axel
9,90 €

Hacke, Axel
14,90 €

Hacke, Axel
9,90 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google