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Mitte der 50er Jahre brechen zwei exzentrische Briten - der eine Verkäufer in einem Haute-Couture-Salon, der andere Diplomat im Dienste Ihrer Majestät - auf, um ein Abenteuer der ganz besonderen Art zu erleben. Nach einem Crash-Kurs im Bergsteigen (inden Hügeln von Wales) wollen sie im Inneren Afghanistans einen Sechstausender bezwingen. Voller Selbstironie und zugleich höchst kenntnisreich schildert Eric Newby die Erlebnisse der beiden Dandys in diesem gottverlassenen Winkel der Welt. Sein Bericht, ein Klassiker der angelsächsischen Reiseliteratur, hat bis heute nichts von seinem Charme - und seiner Aktualität - eingebüßt.
Ein Klassiker der ReiseliteraturDieses Buch passt eigentlich mehr in das 19. Jahrhundert, als in die Mitte des 20. Jahrhunderts, in dem es geschrieben wurde. Zwei Britten, ein Verkäufer in einem Modeladen und ein Mitarbeiter einer Botschaft beschließen mit völlig unzureichenden Mitteln und völlig unzureichender Ausbildung von London nach Afgahnistan aufzubrechen, um dort einen unbekannten Berg zu besteigen, der selbst für dortige Verhältnisse im absoluten Nichts liegt.Nach dieser Inhaltsangabe kann man dass alles eigentlich nur für einen Roman halten, aber nein, Newby gibt hier tatsächlich eigene Erfahrungen wieder, und so hat er ganz nebenbei einen der großen Klassiker der Reiseliteratur geschrieben. Es ist extrem unterhaltsam, wie beide gegen Mensch, Natur, Bürokratie und andere Unglücksfälle kämpfen. Schließlich der Höhepunkt: Die Besteigung des Berges, man kämpft auch noch mit der eigenen Physis, vielleicht hätte man das Bergsteigen ja doch noch etwas mehr üben sollen, als nur durch einen kurzen Ausflug nach Wales, aber schließlich ist man ja Engländer, und als solcher gibt man ja nicht so leicht auf. "Dilettante Travellers" in jeder Hinsicht.Auf der anderen Seite gibt es dann wieder spannende Einsichten in die Bewohner und die Geschichte der Landschaften, die durchquert werden. Man erfährt viel über ein Land, dessen Geschichte aus mehr besteht als nur Mudschaheddin und Taliban besteht. Man erfährt auch, dass sich diese Geschichte im Laufe der Jahrhunderte öfters wiederholt.Wenn Sie Reiseliteratur noch nicht mögen: Nach diesem Buch werden Sie sich dafür interessieren. Ein wahres Abenteuer.
Exzentriker in AfghanistanIm Frühjahr 1956 beschlossen Eric Newby, Verkäufer in einem Haute-Couture-Salon in London, und Hugh Carless, ein verschrobener Diplomat an der entlischen Botschaft in Brasilien, den 6096 m hohen, bisher unbestiegenen, Mir Samir im entlegensten Winkel von Afghanistan zu besteigen. Beide haben keinerlei alpinistische Erfahrungen, jeder verläßt sich darauf, dass der jeweils andere Bergsteigen kann. Als sich die beiden sechs Tage vor Abreise treffen stellen sie fest, dass keiner vom Bergsteigen eine Ahnung hat, deshalb absolvieren sie vier Tage vor der Abreise einen alpinistischen Schnellkursus auf einem Hügel in Wales und sie nehmen ein Handbuch mit, um in einer Notlage nachschlagen zu können. Sicher ist sicher.
Nach dieser intesiven Vorbereitung reisen die beiden mit einem Kleinbus von von London über die Türkei und Persien nach Kabul. Dort heuern sie drei afghanische Begleiter an und machen sich mit Pferden und Lasttieren auf nach Nuristan.
Dass die beiden die Expedition lebend überstehen und nur ganz knapp unter dem Gipfel scheitern grenzt an ein Wunder. Sie litten unter Hunger, Durchfall, Hitze, Kälte, Insekten, mangelhafter Ausrüstung, sie überquerten eisige Pässe und reißende Flüsse.
Die Expedition wird lakonisch, mit der für Briten typischen Portion Selbstironie beschrieben. Es werden auch die Landschaft, die Architektur und die einzelnen Volksgruppen genau beschrieben und es gibt einen geschichtlichen Abriß über die bereiste Region.
Ein wenig abstoßend wirkt lediglich die beiläufige Schilderung eines beobachteten Kindesmißbrauchs.