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Eddies Eltern leiden an einer seltsamen Krankheit. Ganz gelb sind sie, dazu wellig an den Rändern, außerdem stinken sie nach alten Wärmflaschen. Damit Eddie sich nicht ansteckt, wird er zu Verwandten geschickt. Pech für ihn, dass es sich dabei um seinen Wahnsinnigen Onkel Jack und seine Wahnsinnige Tante Maud handelt, und dass ihr Haus 'Schlimmes Ende' heißt ...
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2003
[Philip Ardagh: Schlimmes Ende FALSCH (Akzeptabel) Omnibus 2004 1. Auflage]
Höchst seltsam ist so einiges, was der elfjährige Eddie Dickens im Verlauf der Geschichte erleben muss: Zuerst die Krankheit seiner Eltern -- sie werden "gelb und an den Rändern etwas wellig" und riechen nach "alten Wärmflaschen". Dann der "Wahnsinnige Onkel Jack", bei dem Eddie einstweilen bleiben soll, um sich nicht anzustecken. Noch seltsamer ist Tante Maud, die völlig durchgeknallt ist und ständig mit einem ausgestopften Wiesel spricht, wobei nie geklärt wird, ob es jetzt Malcolm oder Sally heißt. Bald betritt die Szenerie auch noch ein gewisser Mr. Pumblesnook, Direktor einer "Bande streunender Theaterleute", der Eddie überredet, doch mal in die Rolle eines Waisenkinds zu schlüpfen. Und dummerweise findet sich Eddie bald darauf als falscher Waisenknabe in einem echten Waisenhaus wieder. Ein schlimmes Ende nimmt dieses ziemlich ungewöhnliche Kinderbuch, das im England des 19. Jahrhunderts spielt, aber dennoch nicht ("Schlimmes Ende" heißt auch nur das Anwesen von Onkel Jack und Tante Maud, das Eddie glücklicherweise nie erreicht). Stattdessen: ein Happy End. Auch für die Leser, die sich zu Recht fragen werden, wann sie zuletzt so ein witziges und gut geschriebenes Kinderbuch in die Hände bekommen haben. Und es liegt nicht zuletzt an dieser besonderen Art von britischem Humor, dass auch Erwachsene hier in Begeisterung ausbrechen. Ein klitzekleines Problem gibt es allerdings. Denn auch die Zeichnungen von David Roberts sind herrlich schräg. Und andererseits gibt es da die absolut kongeniale Hörbuchfassung von Meister-Vorleser Harry Rowohlt, der Schlimmes Ende auch ins Deutsche übertragen hat ("Eines der besten Bücher, die ich bislang übersetzt habe"). Da hilft nur eines -- in diesem Fall braucht man einfach Buch und Audiobook! --Christian Stahl
Adelung-1793: Senk-ende, das · Ende, das
Brockhaus-1911: Schnur ohne Ende · Ende
Lueger-1904: Schraube ohne Ende · Band ohne Ende
Meyers-1905: Ende [3] · Ende [2] · Ende [1] · Philip
Pagel-1901: Pye-Smith, Philip Henry
Pataky-1898: Ende, W. · Ende, Eva
Pierer-1857: Schlimmes · Ardagh · Schraube ohne Ende · Endé · Ende [2] · Endé · Ende der Welt · Ende [1]