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nutte nonne lesbe' - die Lyrikerin Barbara Hundegger montiert in ihrem ersten Theatertext drei Frauenleben ineinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Gloria ('um die 40'), Prostituierte. Amata ('um die 40'), Nonne im Orden der Karmelitinnen. Pat ('um die 40'), Lesbe und engagiert in der Frauenbewegung. Wo Barbara Hundegger diesen so gegensätzlichen Lebenskonzepten von Frauen eine Sprache verleiht, werden unter den Klischees und Zuschreibungen Persönlichkeiten sichtbar, die sich aus den gesellschaftlich vordefinierten Rollenbildern zu lösen versuchen, die Verwobenheit in die Zusammenhänge der Gesellschaft brechen und um ihre Individualität kämpfen. Barbara Hundegger verzichtet weitgehend auf Beschreibungen und Interpretationen von außen. Ihr Text ist durchzogen von einem Blick von innen, der eine ungewohnte Annäherung erlaubt an die Lebenslagen dreier Frauen, die durch ihre Verweigerung gegenüber den heterosexuellen Normen unserer Gesellschaft miteinander verbunden sind.
Barbara Hundegger verwendet Gesprächsnotizen, Interviewauszüge und Zitate. Verbunden mit Gedichtsequenzen (für die Hundegger mit dem renommierten Christine-Lavant-Lyrikpreis ausgezeichnet wurde), gesprochen von einem Frauenchor ('um die 40'), in denen sich die Meisterinnenschaft der Lyrikerin Hundegger beweist, gestaltet sie daraus einen atmosphärischen Theatertext, der auch in Buchform intensive Leseeindrücke hinterlässt. - Barbara Hundegger, geboren 1963, lebt in Innsbruck. Veröffentlichungen in Buchform sowie in Zeitschriften und Anthologien, zahlreiche Literaturpreise, u.a. Christine-Lavant-Lyrikpreis 2003, Reinhard-Priessnitz-Preis 1999. Ihr Theaterstück 'Und kein schluss bleibt auf der andern nutte nonne lesbe drei mal raten zählen bis drei ' wurde im Mai 2003 in Innsbruck uraufgeführt.
Die verschwundenen Gulden des BischofsDer "Ich"-Erzähler, Agent des Bischofs von Münster, soll den Mord an einem Geldboten aufklären und die gestohlenen 15.000 Gulden wieder herbeischaffen. Während der Bischof das von den Wiedertäufern besetzte Münster belagert gerät sein Agent in einen blutigen Strudel aus Gewalt, Mord und Intriegen.
Dieses Buch ist ein munteres historisches Farbenspektakel, angesiedelt im Jahr 1534. Viel Aktion und clever durchdachte Handlungsstränge, die den Leser immer wieder überraschen, bieten eine tolle, abwechslungsreiche und kurzweilige Unterhaltung. Daß dabei fast alle Handlungscharkteren eher oberflächlich entworfen werden ist dabei nur ein kleiner Minuspunkt und zu verschmerzen.
Fazit: Unbedingt empfehlenswert!
ein sprachlich souveränes, sympathisches und einnehmendes Werk"Die umgangsprachliche, auch ironische Diskursivität des Textes wird durch eindringliche lyrische Chorpassagen strukturiert - für sie wurde Barbara Hundegger der Christine Lavant Lyrikpreis zugesprochen."
Die Furche, Daniela Strigl
"Barbara Hundegger verfügt über sprachliche Virtuosität, und sie weiss diese zu nützen. Sie setzt das Publikum bzw. den Leser in einen Sprachfluss hinein und reduziert die Handlung auf ein Minimum, sodass man das Stück auch als Lesetext genießen kann."
www.literaturhaus.at, Antonella Cerullo
"Das hoch theatralische Triptychon funktioniert auch als Lesestück perfekt, entwirft in bloß vermeintlicher Alltagssprache tatsächlich alltägliches Frauenleben, ohne zu be- oder gar zu verurteilen, ohne Sentimentalität, aber liebevoll und mit scharfsichtigem Humor."
Tiroler Tageszeitung, Irene Heisz
"Barbara Hundegger hat etwas Unerhörtes geschrieben. ... Die Zustände, Notstände, Isolierungen und Kränkungen, die auf den jeweiligen Lebensentwurf zukommen, sind beeindruckend genau, aber doch nicht triefend humorlos gefasst, in einer ruhigen, oft heiterren Mittellage des Gesprächs ... ein sprachlich souveränes, sympathisches und einnehmendes Werk"
Kolik, Hubert Lengauer
"Mit Sprache kann Barbara Hundegger wirklich umgehen und lässt ihr Können nicht nur aufblitzen."
Echo, Andreas Hauser
"ein faszinierendes Theaterstück ... Ein sehr lesetauglicher Theatertext, der von den üblichen Mauern aus Rollenfixierungen keinen Stein auf dem anderen lässt."
WeiberDiwan, Helga Pankratz
"Barbara Hundeggers Stück ist eine flackernde Theaterleuchte, in deren Schein sich Provinz und Weltgeist, Utopie und Alltag, Gehörtes und Unerhörtes mitreißend für einen Abend zusammentun. Gespielt wird, was sich spielt!"
Helmuth Schönauer
"Ein Text, der der Leserin - in jedem Sinn - eine sehr gute Vorstellung gibt."
an.schläge, Das Feministische Magazin
"... ein Buch, das sich nicht nur zur Nachlese eines aus der Reihe fallenden Theaterabends empfiehlt."
Literaturhaus am Inn, Sylvia Tschörner
Frederik von dem Kerkhof auf der Suche nach Mördern und verschwundenem Geld.Frederik von dem Kerkhof ist ein Agent des Fürstbischofs von Münster und bekommt den Auftrag, nach einem verschwundenen Geldboten zu suchen. Schon bald stellt sich heraus, dass der Bote tot und das Geld verschwunden ist. Zuerst heißt es, es seien nur 2.000 Gulden, die fehlen. Aber schon bald darauf wird klar, dass es sogar 15.000 Gulden sind. Das Geld wird gebraucht, um Krieg zu führen.
Unter den Verdächtigen befindet sich auch ein italienisches Pärchen, Glasbläser aus Venedig. Die beiden sind auf der Flucht und werden von einem Mörder gejagt, den man den Dieb der Seelen nennt. Frederik geht eine Weile davon aus, dass dieser Mörder vielleicht den Boten umgebracht hat und nun auch das Geld hat.
Es heißt, dieser Mörder sei halb Mensch und halb Dämon. Wenn er angreife, dann könne er das Gesicht seines Opfers annehmen. Wenn überhaupt, dann könne man ihn nur aus der Ferne töten.
Die beste Szene im Roman ergibt sich, als Frederik von dem Kerkhof dem Dieb der Seelen im Wald auflauert.