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Die Hölle auf Erden: der Bericht eines Überlebenden aus dem Führerbunker in Berlin Armin D. Lehmann wächst in einer von den Nazis geprägten Welt auf. Familie, Lehrer, Freunde, das Kino, die Fackelzüge: Der Junge wird geformt und genormt - wie die meisten seiner Generation. Sein Vater versucht ihn vergeblich in einer der NS-Eliteschulen unterzubringen. Doch es gibt noch viele Gelegenheiten zu zeigen, dass man ein ganzer Kerl ist. So von Mitte April bis Anfang Mai 1945 als der letzte Botenjunge zwischen Führerbunker und Reichskanzlei - verpflichtet von Reichsjugendführer Artur Axmann. Dies ist ein schonungslos offener und ehrlicher Bericht, der ganz persönlich die vielfältigen Gründe der nationalsozialistischen Verblendung aufarbeitet.
Hoellische Schmerzen, ein Junge wurde ein MannWir sind beide von Schlesien und wuchsen auf in Kleinstaedten nicht weit entfernt von einander. Damals kannten wir uns nicht. Wir beide waren stolze Hitlerjungen.
Als 16-jaehriger wurde ich eingezogen. Armin war im Volkssturm in einer Gruppe, die nur aus Hitlerjungen bestand. Spaeter, verwunded und ausgezeichnet mit dem EK II, wurde er Hitler vorgestellt. Artur Axmann, der Reichsjugendfuehrer, befoerderte Armin zu seinem Melder. Als dieser verbrachte er die letzten Tage in der Parteikanzlei gegenueber des Fuehrerbunker und ueberbrachte die Meldung des Unterganges.
Ich wurde von amerikanischen Soldaten gefangen genommen, und wurde nach Frankreich verschlept. Weihnacten 1947, zwei und ein halbes Jahr nach Kriegsende, gelang es mir zu fliehen.
Ich erzaehle das nur um den Leser zu versichern, dass ich weiss was Armin durchgemacht hat, und dass die Seiten in seinem Buche, "Der Letzte Befehl", die Wahrheit sprechen.
Viele Buecher schildern wie grausam es gewesen ist. "Der Letzte Befehl" fuegt dazu den Seelenschmerz, die Zerfetzung einer jungen Seele und die Erkenntnis, dass unser teures Leben Frieden braucht zu wachsen und zu bluehen, dass Krieg mehr ist als grausam.
Wie beide waren da wenn selbst der Tod muede wurde und nichts mehr finden konnte, das wert war zu zerstoeren.
Armin wrote eine ***** Epik.
Claus Hackenberger, Author of "A LONG WALK" und "the river"
Beeindruckend ehrlich und sehr bewegend!Armin D. Lehmann ist mit "Der letzte Befehl" ein intelligentes, bewegendes, ungemein spannendes und vor allem ehrliches Werk über seine Jugend während der Nazi Diktatur gelungen. Als selbst noch junger Mensch Anfang zwanzig, fand ich es erschütternd aber auch sehr interessant zu lesen, wie wenig Chancen der Autor hatte, der Hitler Hysterie zu entkommen. Vom Vater, einem überzeugten Faschisten, bis hin zu den Großeltern, den Lehrern, den Freunden und sonstigen Bekannten, gab es niemanden, der die Nazis kritisiert hätte, im Gegenteil. Von Kindesbeinen an gab es nur das Prinzip des unfehlbaren "Führers", der Deustchland den Segen bringen würde, und auch noch Gott auf seiner Seite hatte. Eine Altnernative oder ein anderes Weltbild kannte der Autor, aber auch die damalige Zeit einfach nicht. Die Parallelen zu George Orwells Schreckenszenarien sind beängstigend, "1984" und der "große Bruder" lassen grüßen, auch dort gab es nur Parolen und Schlagworter, und jede kritische Stimme wurde schon im Ansatz erstickt und beseitigt. Ich habe mir oft die Frage gestellt, wie ich mich während dem Terrror-Regime der Nationalsozialisten verhalten hätte. Die Antwort: "Ich hätte mich gewehrt", kommt mir nach dem Lesen von "Der letzte Befehl" nun nicht mehr so leicht über die Lippen. Eindrucksvoll lässt Armin D. Lehmann seine Jugend noch einmal aufleben, anstatt mit der Geschichte auf seiner Seite von oben herab zu erzählen, fand er bemerkenswerterweise noch einmal den Weg zurück zu seinem jugendlichen Ich, das, gefangen in einer Welt voll von vermeintlich ehrenwerten aber doch so falschen Idealen und Zielen, eigentlich nur auf der verzweifelten Suche nach der Anerkennung das harten und unnahbaren Vaters war. Aber auch die sehr eindringliche Beschreibung des Krieges, mit all seinem Schrecken, hat mich nachdenklich gemacht. Selten hat mich eine Kriegserzählung so berührt, wie die von Lehmann, als er von seinen ersten Kriegseinsätzen in Breslau mit Anfang 16 erzählt, und wie er um einen verstorbenen Kameraden trauert. Wenn man in diesem Buch gelesen hat, wie Hitler wie im Wahn "Seine" Jugend im Kampf gegen den übermächtigen Feind verheizte, wird es noch schwieriger, mitanzusehen, wie rechte Demonstranten und Ewig-gestrige wohl wieder einmal am 20. April demonstrieren werden. Obwohl ich mich immer sehr für Geschichte interessiert habe, war doch vieles an "Der letzte Befehl" neu für mich, und ich muss ehrlich sagen, dass dieses Buch meinen Horizont erweitert hat. Ich kann nur jedem jungen Menschen, aber auch natürlich allen anderen, empfehlen, es zu lesen.
Metamorphose eines HitlerjungenWie so häufig: Der Titel sagt nichts über dieses außergewöhnliche Buch!
Das schildert ein extremes Hitlerjungen-Schicksal, angefangen von der weltanschaulichen Erziehung und Ausrichtung - nicht zuletzt durch den fanatisch nationalsozialistischen Vater - bis hin zum "Beinahe-Heldentod" beim Ausbruch aus dem Führerbunker in Berlin, dekoriert mit dem Eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse, dem silbernen Verwundetenabzeichen und einem Panzerabwehrstreifen.
Man weiß nicht, was mehr zu bewundern ist, die Mischung aus Pflichtgefühl, Opferbereitschaft und Leidensfähigkeit des jungen Menschen damals oder das präzise Erinnerungsvermögen des alten Menschen heute, und wie er seine Erlebnisse bewältigt und aufgearbeitet hat nach mehr als 50 Jahren. .
Die Reaktionen der Bevölkerung auf die politischen und militärischen Ereignisse, das Atmosphärische, die Stimmungen; das ist wirklich so gewesen. Ich war ja selbst damals Hitlerjunge in Breslau und möchte mich noch heute als ehemaliger Melder der Rettungsstelle Süd der Luftschutzpolizei in der Festung gegen die Bezeichnung "Botenjunge" verwahren, mit dem der Schutzumschlag des Bandes wirbt.
In diesem Buch kommt alles vor: Die erste Schlacht, Verwundung und Lazarett, der Luftangriff auf Dresden, eine winzige Liebesgeschichte, wie eine Blume in der allgemeinen Trostlosigkeit. Und die Kampfgruppe als Familienersatz, zu der man unbedingt zurück wollte nach dem Genesungsurlaub.
Der dramatische Höhepunkt der Autobiographie ist zweifellos, wie es den Autor als Melder des Reichsjugendführers Artur Axmann in die letzte Zentrale der Reichsregierung verschlägt, in die Gespensterwelt des Führerbunkers. Er dürfte einer der letzten Zeitzeugen sein, der dort ganz in der Nähe, im Bannkreis der Führers, Agonie, Mord und Selbstmord seiner letzten Getreuen erlebte und beobachtete.
Wichtig sind die letzten Kapitel des Buches, denn sie erschließen dem Leser einen Ausblick auf das weitere Leben des Verfassers, seine zivile Karriere in den Vereinigten Staaten, engagiert für Frieden und Völkerverständigung.
(Verfaßt wurde diese Rezension von Hans Illmer, Erlangen. Der Unterzeichnende besorgte die Übertragung ins Internet).
SpannendSpannend zu lesen, endlich ein Buch zum Thema drittes Reich aus Sicht eines damals jungen Menschen. Ehrlich geschrieben. In der ganzen Schulzeit habe ich nicht so viel darüber aus menschlicher, individueller Sicht erfahren.
In Deutschland gab und gibt es immer nur Fakten und wenige namhafte Böse keiner will dabei gewesen sein.
Das Tabu überlebt die Täter.
Hitler's letzte VerteidigerSelbst wer sich wenig für Geschichte interessiert, wird bemerken, dass im Internet, wie auch in anderen Medien die Diskussionen über Hitler, über Deutschland im Zweiten Weltkrieg und die entsprechenden Konsequenzen für Deutschland heute nicht weniger werden. Um so wichtiger sind nach wie vor Informationen aus erster Hand.
Einer, der Wesentliches dazu beiträgt, ist der heute 75jährige Autor Armin D. Lehmann. Im Alter von 16 Jahren überlebte er entgegen allen Widrigkeiten das Kriegsende in Berlin als Angehöriger der HJ-Volkssturmeinheiten. Nicht irgendwo in Berlin, sondern im Verteidigungsabschnitt „Zitadelle" , in Hitler's Bunker und im Keller der Parteikanzlei. Lehmann liefert nicht nur einen spannenden Bericht, sondern auch reichlich Hintergrundinformationen. Anhand seiner eigenen Entwicklung wird anschaulich beleuchtet, wie es dazu kam, dass ein großer Teil der deutschen Jugend zu den letzten und entschlossensten Verteidigern eines fast geschlagenen Regimes zählte. Er selbst wäre damals bereit gewesen, für Hitler zu sterben. Viele, die weniger Glück hatten, überlebten nicht. Der Frage, wie viele Opfer es unter den HJ-Einheiten gab, ist in der Literatur kaum nachgegangen worden. Amin D. Lehmann sucht hier mit schonungsloser Offenheit nach Antworten und richtet die Aufmerksamkeit auf die Sinnlosigkeit der letzen Opfer einer verführten Generation. Hier liegt für mich neben den vielen, äußerst interessanten, historischen, oft auch neuen Details die umfassendere Bedeutung von „Der letzte Befehl": Die Jugend des Dritten Reiches war a priori weder rassistisch noch nationalsozialistisch - sie wurde dazu erzogen. Die Betroffenen bemerkten dies nicht oder erst, wenn es (fast) zu spät war. Wer es noch nicht aus eigener Erfahrung unter diktatorischen politischen Systemen kennt, kann hier nachlesen, wie schnell und effektiv so etwas gehen kann.
Ich wünsche diesem Buch möglichst viele Leser, denn es kann dazu beitragen, dass sich solcherart Geschichte nicht wiederholt.
Brockhaus-1809: Der Captur-Befehl
Brockhaus-1911: Lehmann [4] · Lehmann [5] · Lehmann [3] · Lehmann · Lehmann [2] · Letzte Dinge
DamenConvLex-1834: Letzte Oelung
Eisler-1912: Lehmann, Rudolf · Lehmann, Alfred
Herder-1854: Lehmann · Oelung, letzte · Letzte Oelung
Meyers-1905: Lehmann-Filhés · Lehmann · Letzte Ölung · Letzte Dinge
Pagel-1901: Lehmann, Karl Gotthelf · Lehmann, Louis · Lehmann, Karl Bernhard · Lehmann, Georg Karl Heinrich · Lehmann, Julius
Pataky-1898: Lehmann-Filhés, Frau Bertha · Lehmann, Sophie · Nauke-Lehmann, Frau · Lehmann-Filhès, Frl. Margarete · Lehmann, Frau Pauline · Adams-Lehmann, Frau H. B. · Lehmann, Rosalie · Lehmann, Leopoldine
Pierer-1857: Befehl · Auf Befehl · Lehmann [2] · Lehmann [1] · Letzte Ölung · Letzte Dinge