Kogoj, Traude; Mitschka, Konrad

Ötzi, Sisi und Co.

Ötzi, Sisi und Co.
  • Verlag: Ueberreuter
  • Erscheinungsdatum: 2005-02
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 192
  • ISBN: 380001601X
  • EAN: 9783800016013
  • Amazon.de Verkaufsrang: 777.766
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Österreich ist ein kleines Land mit großer Vergangenheit. Dessen Geschichte seit der Steinzeit in weniger als 200 Seiten für junge Leser ab 12 Jahren zu erzählen, ist eine Herausforderung. Traude Kogoj und Konrad Mitschka haben diese aber ausgezeichnet gemeistert. Kurzweilig führen sie durch die Jahrhunderte und resümieren Herrscher und Schlachten, an denen die Geschichte Österreichs so reich ist. Aber auch, wie das Leben der einfachen Leute aussah, wird nicht vergessen. Von „Ostarrichi“, dem Reich im Osten, ist allerdings erst seit 996 die Rede. Davor wurde dieses Gebiet im Herzen Europas von den unterschiedlichsten Völkern besiedelt: In den Jahrhunderten vor Christus errichteten die Kelten ein Reich und gründeten erste Städte, dann kamen die Römer, und in den Zeiten der Völkerwanderung gab es ein eifriges Kommen und Gehen. Der Großteil der Kapitel beschäftigt sich aber mit den letzten drei Jahrhunderten: von der großen Regentschaft Maria Theresias bis zum EU-Beitritt. Dabei werden auch die dunkleren Seiten der österreichischen Geschichte nicht ausgespart, etwa die allzu bereitwillige Übernahme der Opferrolle nach dem 2. Weltkrieg. Verwunderlich ist allerdings, dass die Leser nicht erfahren, dass Adolf Hitler Österreicher war. Auch hat man das Gefühl, dass die Autoren die Wendung „unsere Heimat“ etwas gar zu gern benutzen. Sehr schön ist hingegen, dass am Ende jedes Kapitels einige bemerkenswerte Männer und Frauen der jeweiligen Zeit vorgestellt werden -- von der Venus von Willendorf bis zu Armin Assinger. Und unter „Wichtige Wörter zur Zeit“ werden wichtige Begriffe erklärt, so zum Beispiel der Baustil der jeweiligen Epoche. Ötzi, Sisi und Co. beweist, dass Geschichte Spaß machen kann. Und das liegt nicht zuletzt auch an den herzigen und witzigen Zeichnungen von Michael Pammesberger, die ein wunderbares Gegengewicht bilden zu den ja nicht immer so lustigen Ereignissen der großen Geschichte. --Christian Stahl

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Wieder ein gelungenes Geschichtsbuch für junge Leser!

Den beiden Autoren ist es wieder gelungen, jüngeren Lesern die Geschichte in eigenen Worten näherzubringen. In diesem Jahr werden unzählige Bücher zu den verschiedensten Jubiläen angeboten. Das ist eines, wo sich auch die Jugendlichen in einfachen und verständlichen Worten informieren können. Es gibt keine komplizierten Diagramme oder Sätze, die am Ende keiner kapiert. Die Geschichten werden mit teils witzigen Illustrationen unterstützt. Alles in Allem ein sehr empfehlenswertes Buch, das in keinem Kinder/Jugendzimmer fehlen sollte.

3 von 5 Sternen Beim Schreiben für Kinder sollte man besonders unparteiisch bleiben und auf Irrtümer Acht geben

Als Ausländerin, die sich für Österreich interessiert, freute ich mich besonders darüber, dieses Buch gefunden zu haben: ein Buch für Kinder und Jugendliche ist ja für mich geignet, und zwar wegen meiner begrenzten Kenntnisse der deutschen Sprache. Im Allgemeinen finde ich das Buch ziemlich gut, insofern ich es schätzen kann. Es ist ein "Aber" dabei. Denn ich habe ja Parteilichkeit und manche Irrtümer darin gefunden. Die Parteilichkeit heißt, im "1915-1925" Kapitel haben sich die Autoren Mühe gegeben, um Kaiser Karl als Schwachsinniger zu schildern. Vielleicht bin ich selber nicht objektiv, aber fehlt z.B. in "Ötzi, Sisi..." die wichtige historische Tatsache, dass er zu den wenigen gehört, die sich wirklich bemühen haben, dem Ersten Weltkrieg ein Ende zu machen. Das hätten die Verfasser anerkennen sollen. Auf derselben Seite steht, nach der Volksabstimmung 1920 "einigt man sich auf eine neue Verfassung, auf einen neuen Namen und auf neue Staatssymbole". Folgt die Beschreibung der Fahne und des Wappens laut derer wären die zerbrochenen Ketten am Adler das Symbol der Befreiung von den Habsburgern! Weder das Datum noch die Erklärung stimmen... Mir scheint, dass die Republik glänzt nur, weil der Feind" eigentlich schwarz gemahlt wird (Kontrastwirkung), und das ist zu bedauern. Noch auf Seite 102 lautet es: "noch am 16. Oktober 1918 behauptet Karl der erste, dass er seinen Verzicht auf den Thron nicht ernst gemeint habe und eigentlich noch Kaiser sei". Natürlich ist er noch Kaiser, da er laut Seite 101 "am 11. November 1918 verzichtet". Das gleiche zeitliche Paradox befindet sich auf Seite 64 "Gregoranischer Kalender", wo es erklärt wird, "In Russland wird der Kalender gar erst 1918 eingeführt, weswegen die "Oktoberrevolution" in ihrer Heimat "Novemberrevolution" heißt". Das ist gerade das Gegenteil, bzw. die ganze Welt nennt die Revolution "Oktoberrevolution" wie die Russen, war aber bei dem gregoranischen Kalender schon die Nacht des 6. / 7. November. Übrigens ist dieser Irrtum von den Autoren selbst auf Seite 106 korrigiert. Dies habe ich bemerkt, denn ich interessiere mich für diesen Zeitabschnitt der Geschichte und kenne ihn also besser als andere Zeiten. Man kann sich also fragen, ob weitere Behauptungen, die in diesem Buch aufgestellt werden, richtig sind... Jedenfalls möchte ich den Eltern der jungen Leser empfehlen, das Buch mit Ihren Kindern zu lesen oder vorzulesen, damit sie solche Irrtümer richtigstellen oder auf Parteilichkeit der Verfasser hinweisen können.

Ötzi, Sisi und Co.



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