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Als Kind hatte er panische Angst vor Spritzen. Heute ist er einer der renommiertesten Ärzte Deutschlands und Vater der Mikrotherapie. Grönemeyer ist überzeugt: Der Mensch muss im Zentrum stehen. Reine Kostenfixierung macht blind für Chancen eines umfassenden Konzepts der Gesundheitsgestaltung und Gesundheitswirtschaft. Das leidenschaftliche Plädoyer gegen Dogmatismus, für eine liebevolle Medizin zwischen High-Tech und Naturheilkunde. Innovation, Wettbewerb, unternehmerische Phantasie verbinden - zum Nutzen der Lebensqualität von Menschen. Der Arzt als mitfühlender Partner des Patienten - darum geht es.
Auf der Seite der PatientenHier spricht ein Arzt, ein Facharzt, mit großem Wissen, aber doch kein unfehlbarer „Halbgott in Weiss", sondern einer, der auf der Seite der Patienten steht. Und einer, der sich über sehr wichtige Fragen unserer Gesellschaft Gedanken macht. Zum Beispiel hat es mich schon lange gewundert, wieso die Regeln, die sonst in der Wirtschaft gelten, plötzlich im Gesundheitswesen versagen. Und zwar: dass der Einsatz moderner Technologien, die selbst teuer sind, die Stückkosten stark senkt. Analog zu Stückkosten wären es in der Medizin die Patientenbehandlungskosten, die durch den Einsatz moderner Medizintechnik und moderner Verfahren gesenkt werden könnten.Nun sehe ich einen Arzt, der aus seiner fachlichen Perspektive und, was noch wichtiger ist, aus seinem humanistischen Engagement zu einem ähnlichen Schluss kommt: dass diese modernen medizinischen Technologien nicht nur Patienten oft besser helfen und schonender sind, sondern auch Patientenbehandlungskosten senken können.Das ist einer der Gründe, weshalb ich das Buch von Professor D. Grönemeyer so spannend und interessant finde.
Patienten brauchen ZuwendungEs geht Dietrich Grönemeyer darum, den Patienten liebevoll zu behandeln - trotz Kostensenkung und High-Tech Medizin. Das Buch hat nicht den Anspruch ein Lehrbuch zum Gesundheitswesen zu sein; es ist ein emotionaler, aber sachlich begründeter Diskussionsbeitrag. Dietrich Grönemeyer will mit diesem Buch die Leser motivieren, sich mit dem Gesundheitssystem zu beschäftigen.
Dietrich Grönemeyers Ansatz ist etwas ungewöhnlich: Er beschreibt den Menschen als eine Art Ökosystem. Jeder Eingriff in ein komplexes Ökosystem kann drastische Folgen haben. Deshalb, so Grönemeyer, müssen die medizinischen Verfahren möglichst sanft und schonend sein.
Zwei Geschichten.
Zwei persönliche Erlebnisse schildert Dietrich Grönemeyer zu Beginn des Buches. Diese Begebenheiten stellen seine Grundgedanken in Bildern dar, die nachdenklich machen. In dem einen Beispiel beschreibt er die Situation die sich ihm zeigte, als er zu einem Unfall kam: Sanitäter und Ärzte diskutierten heftig darüber, in welche Klinik der Verletzte gebracht werden soll, während dieser - alleingelassen - mitten auf der Straße lag. Im anderen Beispiel ist Grönemeyer berührt von der Szene in Leo Tolstojs "Krieg und Frieden". Ein Arzt operiert den Fürsten Andrej unter schwierigen Umständen. Dieser erleidet dabei furchtbare Schmerzen. Nach der Operation küsst der Arzt den Patienten voller Empathie und Zuwendung. Hier das technisch Machbare, das vor lauter Machen den Menschen vergisst, dort die Zuwendung zum Patienten, die diesem hilft über seine schweren Stunden hinwegzukommen. Die beiden Beispiele fassen im Kern Dietrich Grönemeyers Plädoyer zusammen: Gegen die Degradierung von Ärzten zu Funktionserfüllern, für eine liebevolle Medizin.
Hier spricht ein engagierter (und erfolgreicher) Arzt von seinen persönlichen Erlebnissen Er erzählt Geschichten von Schmerzen, vom Sterben. Er streift - vielleicht etwas zu oberflächlich und zu wenig kritisch - eine Reihe von schulmedizinischen und alternativen Heilmethoden. Lösungen bietet er nicht an, Vorschläge macht er schon.
Für wen:
Ärzten sei das Buch ans Herz gelegt, die noch Zeit haben über ihre Arbeitsweise zu reflektieren; und natürlich Medizinstudenten und solchen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind. Aber auch Patienten, die Ärzten in gleicher Augenhöhe begegnen wollen, sei es empfohlen: "Der Patient selbst ist der wahre Arzt, wir Ärzte sind nur seine Gehilfen" (Paracelsus)
Wenn Krähen hacken und Menschbleiben zur Nebensache wird !Ich habe mich sehr über die Rezension von Prof. Uhlich aufgeregt. Hier passiert das, was symptomatisch für die deutsche Medizin ist. Ich bin weder Mediziner noch habe ich annähernd das Wissen und die Perspektive des Herrn Prof. Uhlich das Buch von Prof. Grönemeyer fachlich zu beurteilen. Aber darum geht es auch nicht. Ich bin nur Patientin und suche Rat, manchmal auch Trost und Hoffnung um meine Krankheit zu bewältigen. Ich weiss nicht, welche Zielgruppe das Buch von Prof. Grönemeyer ansprechen wollte. "Mensch bleiben" hat mir Hoffnung gegeben , daß ein deutscher Mediziner versucht - ohne daß er dafür bezahlt würde - das Bewußtsein für eine neue "sanfte Medizin" zu schaffen. Herr Prof. Grönemeyer nutzt seine Popularität um das grosse Manko des deutschen Krankheits-Systems zu verändern. Weg von Technokratie und Entfremdung. Prof. Uhlich reagiert darauf - wie ein deutscher Mediziner reagiert, mit Neid und Missgunst. Er beschwert sich über Allgemeinplätze , gibt jedoch keine eigenen Angebote aus der Misere. Mir gibt das Buch von Prof. Grönemeyer Hoffnung, daß in den Köpfen der deutschen Mediziner ein neues Bewußtsein entsteht. Denn nicht nur sie sind Verlierer des Systems - sondern auch ihre Patienten. Weder der deutsche Mediziner ist stolz auf seine Leistungen - noch existiert eine Vertrauensbasis zwischen unseren Ärzten und uns. Wir haben Angst als Patienten über den Tisch gezogen zu werden, weil die Krankenkassen uns sagen, passt auf Eure Rechnungen auf. Die Ärzte haben Angst, daß sie auf Kosten hängen bleiben und wirtschaftlich benachteiligt werden. "Mensch bleiben" ist die Parole sich wieder auf den "gesunden Menschenverstand" zu verlassen und das Verhältnis Arzt und Patient wieder auf eine vertrauensvolle Ebene zu bringen. Hier ist Prof. Grönemeyer Hoffnungsräger und Initiator für ein neues Verständnis der Medizin. Warum soll Herr Prof. Grönemeyer sich auf sein Spezialgebiet beschränken, wenn er etwas für die Gesamtmedizin in Deutschland weiterbringen kann. Wenn Prof. Uhlich hier ein Buch erwartet hat, daß alle medizinische Probleme löst, hat er meiner Meinung nach eine falsche Erwartunghaltung. Das Buch ist nicht ärgerlich sondern es bietet Patienten Hoffnung auf Lösungen und eine menschliche Medizin - auch wenn diese heute noch nicht entwickelt sind. Uns Patienten hilft es überhaupt nicht, wenn sich neid-sozialisierte Ärzte destruktiv kritisieren anstatt - wie Herr Prof. Grönemeyer in seinem Buch - über den Tellerand zu gucken und die Wahrnehmung der Ärzte und Politiker für eine neue patientorientierte sanfte Medizin zu verändern. Das ist eine Aufgabe, die Herr Prof. Grönemeyer mit seinem Buch - zumindest bei mir Herr Prof. Uhlich - erreicht hat. Ich möchte mich bei Herr Prof. Grönemeyer persönlich dafür bedanken und hoffe er macht so weiter und begeistert auch andere Kollegen. Ich empfehle Ihnen das Buch sehr. Annette Stadtler
Menschlichkeit in der MedizinDa ich selber aus dem Pflegebereich komme, kann ich alle Aussagen von Dr. Grönnemayer nur bestätigen. Die Zukunft in der Behandlung kranker Menschen und die Bezahlbarkeit der Anwendungen sind klar dargelegt. Sowenig wie möglich, aber soviel wie nötig. Selbstdarstellung von Dietrich Grönnemayer kann ich nicht erkennen.
Innovative Ideen für die Zukunft der MedizinEndlich macht sich jemand konkrete Gedanken zur Zukunft der Medizin und des Gesundheitswesen.
Als Patient würde ich mich sehr gut aufgehoben fühlen, wenn diese Ideen von Ärzten und der Politik aufgegriefen würden!!!
Ein sehr gut zu verstehendes Buch auch für Nichtmedizinern!
Adelung-1793: Bleiben · Mensch, der · Mensch, das
DamenConvLex-1834: Mensch, Menschheit
Kirchner-Michaelis-1907: Mensch
Meyers-1905: Mensch (der) ist, was er ißt · Mensch · Kein Mensch muß müssen
Pataky-1898: Mensch, Frl. Dr. phil. Ella · Mensch, Der
Pierer-1857: In termĭnis bleiben · In saldo bleiben · Neuer Mensch · Rother Mensch · Mensch · Alter Mensch · Innerer Mensch