Reynolds, Alastair

Offenbarung

Offenbarung
  • Verlag: Heyne
  • Erscheinungsdatum: 2005-09-02
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 942
  • ISBN: 3453520556
  • EAN: 9783453520554
  • Amazon.de Verkaufsrang: 372.552
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Beschreibung von buecher.de

Mit diesem Titel kehrt der britische Star-Autor Alastair Reynolds in die Welt der Amarantin und ihrer düsteren Geheimnisse zurück. Eine Space Opera im Stile von Peter F. Hamilton und Dan Simmons, wie man sie besser nicht schreiben kann - von einem der neuen Stars des Genres!

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 11 von 14 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Enttäuschend

Ich beziehe mich auf die Originalfassung.Nach den grandiosen ersten beiden Teilen der Trilogie ist der Abschluss etwas enttäuschend. Man hat schon den Eindruck, der Autor habe das Interesse an der Story nach all den Jahren verloren, verfolge jetzt andere Interessen und entledige sich einer ungeliebten Verpflichtung. Am Ende ist es wie in schlechten Krimis, in denen plötzlich ein ganz neuer, unbekannter Charakter "der Mörder" ist. Die Story wird überhastet und unbefriedigend zu Ende gebracht. Die wichtigsten Fragen bleiben leider offen. Schade. Das Ganze fing wirklich sensationell an. Irgendwo schreibt Reynolds, manche Geschichten wucherten so stark, dass sie nicht mehr erzählt werden könnten. Hier ist ein Beispiel.

Diese Rezension von Horst-Peter Traub fanden 23 von 31 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Miserables Ende einer Space Opera mit Potential

Inhalt:

Die Handlung von "Offenbarung" schließt direkt an "Die Arche" an und ist damit der dritte (wenn man "Chasm City" mit rechnet vierte) und zugleich letzte Teil von Reynolds Zukunftssaga.

Wir erfahren, wie es der Besatzung des Lichtschiffs "Sehnsucht nach Unendlichkeit" nach ihrer Flucht vor den "Unterdrückern" aus dem inzwischen zerstörten Resurgam System ergangen ist. Auf dem weit abseits gelegenen Planeten Ararat haben sie mit den über 150.000 geretteten Menschen in wenigen Jahren eine neue Heimat errichtet. Die Unterdrücker, Maschinenwesen die seit milliarden Jahren darauf lauern, aufkeimendes intelligentes Leben zu vernichten, haben inzwischen ihr apokalyptisches Werk auf viele bewohnte Planeten ausgeweitet und bedrohen nun auch die Fluchtstätte Ararat.

Im dramatischen Kampf um Ararat begegnen wir lieb gewonnenen Protagonisten wie dem Hyperschwein Scorpio, den Synthetikern Skade, Remontoire und Clavain und auch Ana Khouri wieder.

Dank Ana Khouris Tochter Aura, die schon als Säugling über geheimnisvolles Wissen alter Kulturen verfügt und über Synthetiker Implantate kommuniziert, gelingt es einige Waffen gegen die Unterdrücker zu entwickeln, die zumindest die Flucht ermöglichen.

Ziel dieser Odyssey ist der Mond Hela, der um den geheimnisvollen Planeten Haldora kreist. Der Einsmond wird von verschiedenen Sekten bevölkert, welche unentwegt den Planet Haldora beobachten, der sporadischen für Sekundenbruchteile aufhört zu existieren. Sie sehen im Wunder von Haldora das Wirken Gottes und erwarten in naher Zukunft "das Ende".

Laut Auras Visionen, muss die Besatzung der "Sehnsucht nach Unendlichkeit" dorthin, um mit den "Schatten" zu verhandeln. Sind sie möglicherweise Verbündete im Kampf mit den Unterdrückern?Kommentar:

Zunächst einmal eine Warnung: Ohne Kenntnis der Vorgeschichte ist "Offenbarung" ein Buch mit sieben Siegeln. Wer die vorhergehenden Bände gelesen hat, findet sich jedoch schnell wieder zurecht und verkraftet auch die zwei unterschiedlichen Erzählstränge, die wie von Reynolds schon gewohnt, auch noch in unterschiedlichen Zeiten spielen, um sich im Finale schließlich zu vereinigen. Das gelingt ihm in "Offenbarung" bisher am besten.

Leider kann man Gleiches nicht über die Akteure und den Erzählstil sagen. Gegenüber „Die Arche" sind die bisher bekannten Figuren geradezu verblasst, lediglich Rachminka (einem Mädchen auf Hela) wird erzählerisch angemessen Leben eingehaucht. Wie schon gewohnt, läuft Reynolds nur dann zur Hochform auf, wenn es um Physik (Hier: Quanten und String-Theorie) geht.

In keinem der bisherigen Bände waren die Anleihen an andere Science Fiction Werke so deutlich zu erkennen, wie in "Offenbarung". Wer "Endymion" von Dan Simmons gelesen hat, dürfte deutliche Parallelen (Aura-Aenea, Kirche) entdecken. Allerdings kann sich Reynolds auf keiner der 943 Seiten mit Dan Simmons messen.

Die Story ist langatmig und nach 800 Seiten fragt man sich, wie Reynolds jetzt noch die Kurve kriegen will, um alle offenen Enden zu verknüpfen und die brennenden Fragen nach Unterdrückern und Schatten zu beantworten. Ohne zu viel zu verraten: Es gelingt ihm nicht!

Das Finale verpufft und hinterlässt den Leser desorientiert und schwer enttäuscht. Auf den letzten paar Seiten zieht Reynolds noch "Nestbauer" und "Blattläuse" als Joker aus dem Ärmel, um sich vor einem vernünftigen Abschluss zu drücken.

Fazit: Hätte ich gewusst, welch schwaches Ende mich erwartet, hätte ich mir die 2.500 Seiten der ganzen Serie erspart!

Diese Rezension von Hador fanden 12 von 19 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Ueberhastet und unfertig

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschliessen. Verglichen mit den ersten beiden Teilen der Serie und besonders auch mit dem Roman Chasm City ist dieses Buch eine herbe Enttaeuschung. Und auch der Eindruck des verlorenen Interesses ist nicht von der Hand zu weisen.Der 2te Teil lies soviele interessante Fragen offen auf deren Antworten man wartete. Statt aber weiter auf Dinge wie das Exordium, Galiana, Felka und so weiter einzugehen springt Reynolds auf eine voellig andere Story um.

Zwar tauchen immer noch viele vertraute Charaktere auf, deren Verhalten ist aber teilweise um 180 Grad gegenueber den Vorgaengern gedreht. Das groesste Manko des Buches ist aber das Ende. Es ist schlicht gesagt Mist. Nach mehrern tausend Seiten in 3 bzw. 4 Buechern faellt Reynolds nichts anderes mehr ein als aus heiterem Himmel den grossen Unbekannten erscheinen zu lassen der ausserdem so ziemlich allem widerspricht was man bisher ueber das Inhibitor Universum erfahren hatte. Sehr schlechter Stil und voellig unverstaendlich. Man hat den Eindruck als haette Reynolds ploetzlich die ganze Story in 10 Seiten zuende bringen wollen koste es was es wolle. Schade, denn nach den ersten Romanen hatte diese Story so viel Potential wie IMO schon lange kein Sci-Fi Roman mehr.

Diese Rezension von Lighthammel fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Raum für Fortsetzungen

Für Heyne ist es das Finale einer Weltraumsaga, für die Leser der dümmste Klappentext der Welt.

An sich reiht sich das Buch nahtlos in den Inhibitor-Zyklus von Reynolds ein: Vom Stil, von der Story, von den Charakteren.

Wie gewohnt treffen zwei bis drei Handlungsstränge aufeinander und verknüpfen sich mehr oder weniger kunstvoll:

Handlung 1: Der Ultra Quaiche gründet auf einem Planeten einen bizarren Kult.

Handlung 2: Scorpio und die Sehnsucht nach Unendlichkeit sind auf der Flucht vor den Unterdrückern.

Handlung 3: Auf einem Mond versucht die junge Rachmika etwas über das Schicksal ihres Bruders herauszufinden.

Die Hauptpersonen dieses Buches sind eindeutig Scorpio, Quaiche und Rachmika. Altvertraute Charaktere werden nur angeschnitten (Bax, Khouri, Felka, Skade, Clavain, Rementoire) und haben nur kleine Rollen im großen Weltraumzirkus zu spielen. Neue Charaktere wie z.B. Vasko kommen hinzu, bleiben aber relativ blass. Die Charaktere sind eigentlich ganz cool, bleiben aber insgesamt etwas eindimensional. Hier hat sich nichts gegenüber den vorherigen Büchern geändert.

Im Gegensatz zu anderen Rezensenten finde ich, dass die Action wohldosiert und abwechslungsreich ist. Wo "Die Arche" die Geschichte etwas vernachlässigt hat, um Weltraumkämpfe noch und nöcher zu beschreiben, liegt hier der Fokus wieder etwas mehr auf der Geschichte. Was nicht heißen soll, dass hier nichts passiert, im Gegenteil. Es werden Monde gesprengt, Planeten zerstört, Schiffe geentert und quer durch die Galaxis gehetzt.

Bei seinem Ideenreichtum (was die Kämpfe und die physikalischen Beschreibungen angeht) verliert Reynolds immer mal wieder den einen oder anderen Handlungsfaden aus den Augen oder löst ihn irgenwo zwischen unspektakulär bis unbefriedigend auf. Auch hier wieder eine Schwäche, die sich wirklich durch den ganzen Inhibitor-Zyklus zieht (z.B. der irre Delphin in Sky Hausmans Schiff oder die Maden aus "Chasm City", was macht Dan Sylveste in "Die Arche" und warum haben die Unterdrücker Angst vor ihm? Wer oder was ist die Madmoiselle und warum hat sie Khouri angeheuert? u.s.w.) Diese ganzen Schwächen werden aber durch die an sich tollen Geschichten und deren Rasanz wieder wettgemacht. Gerade die Physik gefällt mir besonders in seinen Romanen.

Das Ende scheint vielen vor den Kopf zu stoßen, da es sehr abrupt ist. Ich finde eigentlich eher, dass Herr Reynolds sich ein Hintertürchen für Fortsetzungen gelassen hat, auch wenn er mit den Blattläusen, Unterdrückern und Muschelmachern die Zukunft der Menschheit vorwegnimmt. Ich halte es eher für ein halboffenes Ende wie bei "Unendlichkeit" und "Die Arche", das noch viel Platz lässt für weitere Abenteuer.

Hoffentlich erscheinen sie auch.

Diese Rezension von Sci-Fi Fan fanden 7 von 13 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Guter Abschluß

Wenn ich viele andere Rezensionen so lese, scheine ich ein anderes Buch gelesen zu haben. Offenbarung ist nicht weniger spannend als die vorherigen Bücher. Wie auch schon in vorherigen Romanen tauchen bekannte Personen auf, im Blickpunkt und somit Hauptprotagonisten sind jedoch wie immer andere Personen als in vorhergehenden Bänden. So sind in diesem Roman natürlich dann auch Rachmika und "Mr. Pink" als Hauptprotagonisten die bestgezeichneten Personen, während alle übrigen blass bleiben. Zuzugeben ist, das von diesem Roman nicht ganz die Faszination dieses tollen Universums ausgeht, wie dies in den vorherigen der Fall war; doch nach den bisherigen Bänden ist der technische und soziale Hintergrund doch schon so breit ausgerollt worden, das man sich in diesem Buch sofort wieder zuhause fühlt.

Die Story selbst ist viel ruhiger und weniger ereignisreich als die bisherigen, geht es doch nicht (mehr) in erster Linie um Kriegführung, sondern nur noch um die Lösung eines Rätsels um eine untergegangene Kultur, den Grund für ihren Untergang und ein seltsames astronomisches Phänomen. Ich fand es sehr gut, das es nicht einfach eine Neuauflage des Untergangs von Resurgam wurde, sondern die Erzählebene auf einmal völlig wechselte.

Für Action und Technik Fanatiker mag enttäuschend sein, das nicht plötzlich doch noch irgendwelche Superwaffen die Wende bringen. Das mag in Romanen auch mal seine Berechtigung haben, für mich besteht gute SciFi aber zuförderst in faszinierenden und unerwarteten Ideen und ihrer perfekten Ausarbeitung. Daher ist es faszinierend, wie Reynolds es mit einigen Anmerkungen im Epilog und einigen Zeilen des Dialogs mit den Schatten hunderte Seiten zuvor schafft, alle vorherigen Anstrengungen als so ziemlich sinnlos darzustellen, da das Ende der Menschheit als "Schatten", die von den Menschen selbst in diesem Roman nicht gerettet werden, schon festzustehen scheint. Auch die Bedeutung der Schieber (oder Nestbauer), die in vorherigen Romanen häufig erwähnt werden, wird in diesem Roman aufgeklärt. Nur drei Sterne allerdings dafür, das diese "Schlussidee" zwar da ist, aber nicht wirklich ausgearbeitet, sondern nur in einem kurzen Abspann angerissen wird.

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