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Jörg Baberowski bietet einen fundierten Überblick über einflußreiche Denker und Strömungen der Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts und zeigt anhand konkreter Fallbeispiele die Bedeutung ihrer Theorien für den Alltag des Historikers auf. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei denjenigen philosophischen Theorien, die Aufschluß darüber geben können, mit welchen Methoden der Gegenstand der Geschichte erschlossen werden kann.
Eine verständlich geschriebene Einführung in Grundfragen der modernen Geschichtstheorie von Hegel bis Foucault.
Von Detailverliebtheit bis zu HohlphrasenVon Hegel über Marx und Droysen bishin zu Foucault und Hayden White. Und das auf weniger als 300 Seiten. Kann das gut gehen? Baberowski gelingt dieses Kunststück auf jeden Fall nicht. Sein Buch beginnt mit einem sehr langen Kapitel über Hegel, offensichtlich ein Steckenpferd des Autors. Erst nach einer langen und für den Anfänger schwer zu lesenden Einführung in die Philosophie Hegels, schlägt Baberowski schließlich den Bogen zu dessen Geschichtsbild. Doch es ist zu bezweifeln, das ein Leser, der noch kein Vorwissen über Hegel hat, bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt durchhält. Leider ertrinkt dieses Kapitel im Fachvokabular des deutschen Idealismus, ohne dieses adäquat zu erläutern, so dass der Anfänger zu dem Schluss kommen muss, dass sich dieses Kapitel ausschließlich an den Profi wendet.Genau den gegenteiligen Eindruck erwecken die Kapitel über das Geschichtsbild der Postmoderne. Foucault und White erhalten zusammen nur die Hälfte der Aufmerksamkeit, die Baberowski Hegel hat zukommen lassen. Während das Hegel-Kapitel nur so vor Detailwissen strotze, wirken die Berichte über Foucault und White wie aus einem Lexikon abgeschriebene Plattitüden. Anstatt hier, wie bei Hegel, zu versuchen, einen Überblick über die Grundlagen der Epoche zu geben, bleibt es hier leider nur bei formelhaften Hohlphrasen, deren Ertrag für den Leser bei null liegt. Lohneswerter wäre hier vielmehr der Blick in ein gutes Philosophie- oder Kulturtheorielexikon.Fazit: Viele Kapitel geraten entweder zu detailliert oder zu oberflächlich. So enttäuscht "Der Sinn der Geschichte" sowohl den Theorieanfänger als auch den Profi.
ÄrgerlichDas ein Historiker philosophisch informiert ist, ist nicht nur löblich, sondern für die Klärung der theoretischen Grundlagen der eigenen Arbeit unabdingbar. Über viel mehr als bloße Information scheint das Niveau der Auseinandersetzung des Autors der vorliegenden Einführung aber nicht hinauszukommen: Der Text ist theoretisch oftmals sehr unsauber, was dazu führt, dass der Autor vielen behandelten Theorien noch weniger gerecht wird, als es ohnehin schon notwendig bei einer kurzen Einführung der Fall ist. Gerade das Kapitel zu den äußerst wichtigen theoretischen Entwürfen Foucaults stellt diesen unter einer Perspektive vor, die eigentlich schon seit 20 Jahren überholt ist. Ich bin sehr enttäuscht.
Allgemeinverständliche Einführung für StudentenJörg Baberowskis "Der Sinn der Geschichte" ist ein gut verständliches Einführungswerk für alle Geschichtsinteressenten, die über kein philosophisches Vorwissen verfügen, jedoch mal einen sinngebenden Überblick über Theorien und die Entwicklung dieser Theorien lesen möchten. Es ist wesentlich tiefergehend und weniger polemisch als z.B. Bertrand Russels "Philosophie des Abendlandes", jedoch viel allgemein verständlicher als sonstige wissenschaftliche Handbücher. Es reduziert tatsächlich Komplexität, ohne aber zu generalisieren. Was nützen die besten Geschichtstheorien, wenn sie nur eine Handvoll Menschen verstehen? Für Studenten der Geschichte ist es ideal, wenn auch der Teil über Hegel etwas umfangreich ausgefallen ist.
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Brockhaus-1837: Sinn · Geschichte
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Pataky-1898: Bruch-Sinn, Frau Karoline
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