Hrsg. v. Claudia Koepernik, Johannes Moes, Sandra Tiefel u. a.

GEW-Handbuch Promovieren mit Perspektive

GEW-Handbuch Promovieren mit Perspektive
  • Verlag: Bertelsmann, Bielefeld
  • Erscheinungsdatum: 2005-12
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 449
  • ISBN: 3763932895
  • EAN: 9783763932894
  • Amazon.de Verkaufsrang: 262.869
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Beschreibung von buecher.de

Dieses Handbuch wendet sich an alle, die eine Promotion erwägen, planen oder durchführen. In Form von Artikeln und Fallbeispielen sind Informationen und Bewertungen über relevante Themenbereiche des Promovierens von der Finanzierung bis zur Publikation verständlich zusammengestellt. Zusätzlich zu praktischen und theoretischen Hilfestellungen im Umgang mit Fragen, Entscheidungen und Problemen, die sich im Zusammenhang der Promotion ergeben, werden auch hochschulpolitische Entwicklungen thematisiert, die Einfluss auf Promotionsprozesse und (wissenschaftliche) Karriereplanung haben. Auf diese Weise bietet das Handbuch auch eine reichhaltige Informationsquelle für Interessierte in Hochschule und Öffentlichkeit, die sich mit Promotionsberatung oder -finanzierung beschäftigen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von J. Günther fanden 12 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Die Vielschichtigkeit der Phase Promotion

Der Untertitel "Ein Ratgeber von und für DoktorandInnen" ist von den Autorinnen und Autoren sicherlich sehr bescheiden gewählt. Neben den gängigen Tipps zur Promotion finden Sie im Kapitel "Promotionsplanung" auch Textbeiträge zu "Promotion und Geschlechterverhältnis", "Promovieren und Behinderung" und "Promovieren mit Kind", welche die Differenzen in Umsetzungsmöglichkeiten einer Promotion verdeutlichen. Das Handbuch vermittelt zudem viele wissenswerte Informationen zu Arbeitsrechtlichen Grundlagen und sozialer Absicherung, denn Promovierender ist eben nicht gleich Promovierender. Erscheint einen das Inhaltsverzeichnis im ersten Moment doch sehr multipel, wird bei einem zweiten Blick schnell klar, dass sich die Herausgebenden hier sehr intensiv mit der Lebensphase Promotion auseinandergesetzt haben und alle Facetten aufzuzeigen versuchen. Besonders überzeugend sind daher auch die Kapitel "Promotion als Prozess" und "Schlüsselqualifikationen".

Die Themen rund um Finanzierung der Promotion und Veröffentlichungsmöglichkeiten kommen ebenfalls nicht zu kurz. Besonders hervorzuheben sei: Die Herausgeber und Herausgeberinnen verlieren nicht den Blick auf den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang, d.h. neben dem internationalen Vergleich beschäftigt sich die Publikation auch mit möglichen Verbesserungen für Promovierenden an deutschen Universitäten.

Diese Rezension von Claudia Brunner fanden 12 von 16 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Kontextbewusste Selbstermächtigung an den Grenzen des Wissens

"Um die Promotionsphase zu verbessern, bedarf es nicht eines Buches, sondern besserer sozialer und materieller Rahmenbedingungen." Den HerausgeberInnen sei Dank, dass sie es im Rahmen der Projektgruppe DoktorandInnen innerhalb der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft dennoch kreativ entworfen, detailliert geplant und mit Sorgfalt zusammengestellt haben. Ein Ratgeber, der keiner sein will, weil nicht die Möglichkeitsbedingungen individueller Befindlichkeit und Selbstdisziplinierungen ins Zentrum rückt, sondern die der konkreten Verhältnisse, in denen wissenschaftliches Arbeiten heute stattfindet. Dabei bleibt das Buch eine ab sofort unentbehrliche Hilfe in ganz konkreten und vermeintlich individuellen Fragen und Problemen. Ein Handbuch, das in sinnvoll strukturierten, prägnant und leicht lesbaren Abschnitten beinahe alle Aspekte des Promovierens thematisiert: Von der Promotionsplanung über Finanzierung und rechtliche Rahmenbedingungen hin zur Prozesshaftigkeit dieser Phase, die im besten Falle mit Publikation und Profession abgeschlossen wird. 36 AutorInnen geben in 48 Beiträgen nicht nur wertvolles Erfahrungswissen, sondern auch nützliche weiterführende Informationsquellen weiter, die man dort mitunter gar nicht vermuten würde. Sie selbst werden das langfristige Ziel ihrer Arbeit wohl nicht mehr als Promovierende (die die meisten selbst sind) erleben, nämlich eine grundlegende Veränderung der Promotionsphase in Richtung professionalisiert organisierter Arbeit inklusive aller damit einher gehenden Rechte und Sicherheiten, die heute weitgehend fehlen. Dass und wie es in diese Richtung gehen kann, zeigt das Handbuch deutlich auf, und allein schon deshalb sind ihm viele LeserInnen zu wünschen, die die Lebensphase Promotion als das begreifen, was sie zumeist ist: Ein ganzheitliches Projekt mit umfassenden Anforderungen und oft unklaren Konturen. An diesen Grenzen des Wissens, nämlich um das "Phänomen Promotion" selbst, ermächtigt das Buch zur gesellschaftspolitisch relevanten Bündelung von allzu oft vereinzelten Erfahrungen und Erkenntnissen. Und bietet dabei mehr individuelle Hilfestellung als so manche wohlmeinende RatgeberInnenliteratur, die bisher zu lesen war.

5 von 5 Sternen Ein Füllhorn an Informationen für Promovierende und solche, die es werden wollen

Um es gleich zu sagen: Dieses über 450-seitige Buch mit seinen rund 50 Einzelbeiträgen ist für mich wegen seines umfassenden inhaltlichen Spektrums und der Fülle an hochkarätigen Beiträgen ein absolut empfehlenswerter, wenn nicht gar unentbehrlicher Helfer vor und während der Promotionsphase.

Aufgeteilt ist das Buch in sechs Themenbereiche: 1. Promotionsplanung, 2. Finanzierung und soziale Absicherung, 3. Promotionsprozess, 4. Schlüsselqualifikationen, 5. Internationalität, 6. Publikationen und Professionen. Bereits diese Aufteilung macht deutlich, dass es inhaltlich weit über seinen Untertitel 'Ein Ratgeber von und für DoktorandInnen' hinausgeht, da es sich sowohl an Promovierende als auch an Promotionswillige richtet. Hinzu kommt, dass die Herausgeber ihr Werk im Untertitel zwar selbst 'Ratgeber' nennen, die Bezeichnung 'Handbuch' aber tatsächlich passender ist, weil man sich nicht darauf beschränkt, Ratschläge zu erteilen, sondern viel weiter ausholt und Hintergrundwissen vermittelt sowie eine Fülle organisatorisch relevanter Themen behandelt. Dazu gehören z.B. die arbeitsrechtlichen Bedingungen und den Status von Promovierenden, die Frage der Promotionsmöglichkeit mit Fachhochschulabschluss, die Themen Promovieren und Familie und Promovieren mit Behinderung, die Finanzierungsmöglichkeiten durch Stipendien, die Drucklegung der Dissertation, Netzwerke und Beratungsstellen für Promovierende und nicht zuletzt die Berufsperspektiven für Promovierte.

Ausgesprochen hilfreich ist auch, dass am Ende jedes Beitrags Literaturangaben und Webadressen genannt werden, die eine weitergehende Beschäftigung mit den behandelten Themen erleichtern. In der kommentierten Literaturliste am Ende des Buches weisen die Herausgeber zudem noch einmal darauf hin, dass ihr Werk kein Konkurrenzprodukt zu den bereits auf dem Markt befindlichen Ratgebern sein soll, sondern sich als Ergänzung zu diesen versteht. In genau diesem Sinne ist das Handbuch ein rundum gelungenes Werk, in das Promovierende und Promotionswillige auf jeden Fall hineinschauen sollten.


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