Bestellen bei buecher.de! Preis: 13,99 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 7,55 €, gebraucht ab 3,98 €.
Eine Entscheidung auf Leben und Tod - neun Tage, die den katholischen Pfarrer Henri Kremer (Ulrich Mathes) im Widerstand gegen die Nationalsozialisten in seinen Grundfestern erschüttern. Neun Tage, die nicht nur über sein Schicksal, sondern auch über das seiner Freunde und seiner Familie entscheiden sollen. Auge in Auge mit dem Gestapo-Angehörigen Gebhardt (August Diehl) und seinen eiskalt kalkulierten Argumenten kommt Henri in Versuchung und muss am neunten Tag bekennen, auf welcher Seite er steht.
Urlaub vom KZ, das gibt es nicht - und doch widerfährt dieses Unglaubliche dem Luxemburger Abbé Kremer, der im KZ Dachau im berüchtigten 'Pfarrerblock' interniert ist. Er entkommt auf Zeit diesem Ort, an dem es keinen Gott gibt. Die Bedingung, unter der ihm diese neun Tage Hafturlaub gewährt werden: er soll den luxemburgischen Bischoff Philipp zur Kollaboration mit den Deutschen überreden. Falls er die Flucht wagen sollte, würden seine Glaubensbrüder, die im KZ zurückgeblieben sind, umgebracht werden. Sollte es ihm nicht gelingen, den Bischoff für einen Pakt mit den Nationalsozialisten zu gewinnen, muss er ins KZ zurückkehren.
Der Film basiert auf dem Tagebuch 'Pfarrerblock 25487' des luxemburgischen Pfarrers Jean Bernard, der vom Mai 1941 bis August 1942 im KZ Dachau interniert war. Er schildert darin nüchtern den zynischen Terror und zeichnet ein erschreckendes Bild des Schreckens. Volker Schlöndorffs zutiefst berührendes Drama wurde von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat 'besonders wertvoll' und beim Filmfest München 2004 mit dem 'Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films' ausgezeichnet.
Concorde Schlöndorff`s - Der neunte Tag, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 07.06.05
Abbé Henri Cremer sitzt unter unmenschlichen Bedingungen im Pfarrerblock des Konzentrationslagers Dachau ein. Als er plötzlich entlassen und zurück nach Luxemburg zu seiner Familie geschickt wird, glaubt er dem sicheren Tod entkommen zu sein. Doch das Glück währt nicht lange: Untersturmführer Gebhardt eröffnet ihm, das er den Bischof von Luxemburg in neun Tagen dazu bringen soll, mit den Nationalsozialisten zu kollaborieren. Gelingt ihm dies nicht, muss er in das KZ zurückkehren. Ein Fluchtversuch würde für seine Familie sowie die anderen in Dachau inhaftierten Geistlichen den Tod bedeuten. Zwischen den beiden Männern entspannt sich ein erbittertes Duell. Cremers Glauben wird auf eine harte Probe gestellt: Kann sein Gewissen der Versuchung Stand halten? Die fiktiven Ereignisse des Films basieren auf dem Tagebuch Pfarrerblock 25487 des luxemburgischen Pfarrers Jean Bernard, der von Mai 1941 bis August 1942 in Dachau interniert war. Dabei bietet die Glaubensthematik Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (Die Blechtrommel) nur die Basis für den Gewissenskonflikt zwischen Gut und Böse, dem sich Cremer ausgesetzt sieht. Ulrich Matthes, der in seinem vorherigen Film Der Untergang Propagandaminister Joseph Goebbels verkörperte, verleiht dem vom KZ gezeichneten Priester eindrucksvoll Gestalt und strahlt dabei eine ungeheure innere Stärke aus. August Diehl (23 – Nichts ist so wie es scheint liefert trotz seiner vergleichsweise jungen Jahre eine ebenbürtige Leistung ab, ohne dabei in Klischeebilder eines gefühlskalten Gestapo-Offiziers zu verfallen: Sein Gebhardt ist ein Verlorener, der glauben möchte, bei den Nationalsozialisten eine neue Heimat gefunden zu haben. Beeindruckend ist die Farb- und Lichtgestaltung des Films, der den grausamen Alltag im Konzentrationslager in erschreckende Bilder zu fassen weiß. Völker Schlöndorffs aufwühlendes Drama wurde mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ der Filmbewertungsstelle Wiesbaden sowie dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet. Ein politisches Kammerspiel, das auf leise Töne und brillante Dialoge setzt. Eingehender mit der Rolle der katholischen Kirche in der NS-Zeit beschäftigt sich Constantin Costa-Gravas Der Stellvertreter.-- Birgit Schwenger
Der Neunte TagAbbé Kremer (Ulrich Matthes) widerfährt Unglaubliches: Nach unendlichen Monaten im Konzentrationslager Dachau, nach unvorstellbaren Greueltaten und Entbehrungen, Folter und Demütigung, wird der Priester schließlich beurlaubt - für neun Tage. Warum, weiß er zunächst nicht. Er darf zwar nach Hause zu seiner Familie nach Luxemburg, doch schon bald wird der Preis für seine Freiheit von dem jungen Gestapo-Chef Gebhardt (August Diehl) auf den Tisch gelegt. Kremer soll zu den Nazis überlaufen und somit zum Judas der katholischen Kirche werden. Sollte er sich dagegen entscheiden, muss er nicht nur wieder zurück ins KZ, sondern auch seine Schwester, seine ganze Familie und die übrigen Häftlinge im sogenannten "Pfarrerblock" in Dachau müssten dafür büsen. In den folgenden neun Tagen zieht sich die Schlinge um Kremers Hals immer enger, während Gebhardt versucht, mit abstrusen Theorien den Priester auf die Seite der Nazis zu ziehen. So entspinnt sich ein psychologischer Zweikampf um Verrat und Loyalität, Glaube und Politik, Gut und Böse. Doch die Entscheidung muss Kremer allein treffen und wird letztendlich über Tod oder Leben entscheiden.Volker Schlöndorff hat mit "Der neunte Tag" einen für ihn typischen Film gedreht. Wie schon in seinen vielen anderen Werken, darunter "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" und "Die Blechtrommel", ist das Thema im Grunde der Kampf zwischen Gut und Böse und die Versuchungen, die ein Mensch zu bestehen hat. Schlöndorff befasst sich hier das erste Mal mit den Gewalttaten in den Konzentrationslagern, doch der "Der neunte Tag" ist vor allem ein leiser Film - und ein politischer.Neben dem gigantischen "Der Untergang" von Mega-Produzent Bernd Eichinger ist "Der neunte Tag" nichts weiter als ein Kammerspiel, aber genau diese Tatsache macht den Film so sehenswert. Schlöndorff geht es nämlich weniger um die Gewaltdarstellung, als um den inneren Kampf eines Individuums. Selbst das theologische Grundthema, die Rolle der katholischen Kirche in der Nazi-Zeit, tritt in den Hintergrund und bietet lediglich die Plattform für ein psychologisches und philosphisches Dilemma, bei dem beide Seiten, Gut und Böse, fast gleichwertig behandelt werden. Denn das Paradoxe und Faszinierende ist, dass auch der aufstrebende Gestapomann Gebhardt einst Theologie studierte und sich später für eine Karriere bei den Nazis entschied. Hier habe er seinen Glauben wiedergefunden, erzählt er Kemer, um ihn zu überzeugen.Schlöndorff hält sich zurück mit Gewaltdarstellungen, er ist ehrlich, aber nicht abschreckend belehrend. Die Sequenzen, die die Folter im KZ dokumentieren, sind kurz und eindringlich, aber nur insoweit, als dass sie Kremers persönlichen Kampf unterstreichen. Die eigentliche Gewalt findet in Kremers Kopf statt und in den Reden, die Gebhardt hält. Hier geht Schlöndorff aufs Ganze. August Diehl und Ulrich Matthes. Unterschiedlicher könnten ihre Charaktere nicht sein und dennoch sind sie sich fast ebenbürtig. August Diehls Gebhardt ist kalt, berechnend und dennoch nur ein Handlanger seiner Partei, der sich einredet, für sich die beste Entscheidung getroffen zu haben. Ulrich Matthes ist körperlich ausgemergelt und lässt einen bei seinem Anblick zusammenzucken, doch seine innere Stärke und seine Präsenz, auch in Kremers schwachen Momenten, transportieren eine Spannung, die elektrisiert. Die zwei Schauspieler sind hervorragend und vor allem die Szenen mit beiden in einem Raum, machen die Kraft von "Der neunte Tag" aus. Der 28-jährige August Diehl scheint zunächst noch ein bisschen zu jung für die Rolle, die ihm hier zugedacht wurde, doch im Laufe des Filmes gewinnt er an Härte und Entschlossenheit und zeigt schließlich auch eine erbitterte Verzweiflung in seinem Auftrag, während er den Kreuzzug der Nazis bewirbt.Ulrich Matthes hingegen ist von der ersten Minute an präsent und stellt Kremer sehr schlicht und echt dar. Hier wird nichts überhöht oder übertrieben. Die Leistungen beider Schauspieler sind bodenständig und unpathetisch und liefern Wahrhaftigkeit in jedem Satz. Die Kamera hält sich ebenso zurück, wie die Inszenierung. Nichts wirkt gekünstelt oder verspielt. Das Konzentrationslager wird in Rückblenden in einem verwaschenen, kalten Blau gezeigt und ansonsten unterstreichen die Bilder das Thema mit Licht und Schatten. Sonst nichts."Der neunte Tag" basiert lose auf den Tagebuchauszügen des Pfarres Jean Bernard, der 1941 bis 1942 in Dachau interniert war, doch die Geschichte, die der Film erzählt, ist weitestgehend erfunden und somit, trotz des geschichtlichen Hintergrundes, zeitlos. Es war nie Schlöndorffs Ansatz, Glaubensfragen und ihre Auslegung oder die Haltung der katholischen Kirche in der Nazi-Zeit zu dokumentieren. Dies betont der Regisseur in fast allen Interviews zu diesem Film. Doch es geht auch um den Judas und, ob er notwendig war, damit sich das Christentum erfüllen kann - eines der absurden Argumente, die Gebhardt vor Kremer auslegt, um ihn zu verführen und zum Einlenken zu bewegen. Somit stellt "Der neunte Tag" auch Fragen zu einem hochbrisanten und aktuellen Thema. Die Trennung zwischen Politik und Kirche und die Haltung und der Einfluss der Religion und Kirche in politischen Fragen wird nicht erst seit der Präsidentschaftswahl in den USA immer wieder diskutiert. In diesem Film geht es vor allem um die Verantwortung eines Einzelnen und so kann man sich nicht der Universalität dieser Geschichte und ihrer Umsetzung erwehren. Schlussendlich ist "Der neunte Tag" ein beklemmender Film über den Glauben - in diesem Fall ein Glaube, der einen auf sich selbst zurückwirft und wo sich Antworten nur im Individuum finden.
Historie ist immer auch die Geschichte EinzelnerIn dieser Kritik soll sich weniger inhaltlich zum Film geäußert werden, denn das ist in der sehr guten vorangegangenen Rezension bereits geschehen, vielmehr geht es um die Einordnung dieses hervorragenden Kammerspiels von Volker Schlöndorff in die deutsche Filmlandschaft der letzten Jahre.
"Hitler sells" lautet ein Spruch in der Filmindustrie und meint, dass sich mit Filmen, die den Nationalsozialismus oder besser noch Hitler selbst thematisieren, im Kino Kasse machen lässt. "Der Untergang" ist ein Beispiel für diese Form mit der Erinnerungsflut an die NS-Zeit besonders in der Breite umzugehen. Sicher hat auch dieser Film dichte Momente, aber alles in allem zeigt er einfach nur einen Bilderbogen des Grauens, ohne sich wirklich in einer eigenen Perspektive festzulegen. Der Film "Napola" ist ein extremes Gegenbeispiel. Hier wird die Perspektive ganz auf die Freundschaft zweier Jungen im selben Eliteinternat verengt. Diese Fokussierung führt dazu, dass zwar deutlich wird, dass die Jungen Opfer eines unmenschlichen Systems sind, dieses aber völlig austauschbar erscheint und Nationalsozialismus einfach mit Menschenverachtung gleichgesetzt wird. Als "Coming-of-age"- Film und auch schauspielerisch ist "Napola" hervorragend, zur Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Nationalsozialismus trägt er nur wenig bei.
Der "Neunte Tag" schafft aber genau jenen Spagat zwischen der Darstellung eines individuellen Schicksals und der Einordnung in den großen, historischen Rahmen. Was in „Der Untergang“ nur Staffage und Pathos ist, durchdringt „Der neunte Tag“ als Ganzes: eine historisch fundierte, fiktiv entwickelte Geschichte, die im Spiegel einer sorgsam rekonstruierten Historie von einem verbrecherischen Mördersystem, ihren Schergen und Opfern handelt, und dabei zugleich die Adressaten der Gegenwart im Auge hat. Das ist neben der dramaturgischen Geschlossenheit und der bezwingenden Ästhetik eine Leistung, die in diesem Genre eher die Ausnahme bleibt.
Was den Film eher schwer rezipierbar macht, ist die Tatsache, dass es keine emotionale Überwältigungsstrategie wie in "Napola" oder "Der Untergang" gibt. Der Zuschauer wird zur Reflexion gezwungen und nur wer den Film denkerisch mit vollzieht, wird auch sein ganzes Potential ausschöpfen können und wird erkennen, dass es sich dramaturgisch, schauspielerisch und inhaltlich um einen der besten deutschen Filme der letzten Jahre handelt.
Bis auf das Schauspielerische leider sehr blassWenige Wochen nach Bernd Eichingers Untergang kam ein weiterer filmischer Beitrag zur kulturellen Erinnerung des Zweiten Weltkriegs in die Kinos, Volker Schlöndorffs "Der neunte Tag". Sein Erfolg war ausgesprochen mäßig, die Kritik, vorsichtig gesagt, zurückhaltend, doch konnte ein Volker Schlöndorff wirklich daneben greifen?
Ulrich Matthes, der auch schon im erwähnten "Untergang" eine Rolle verkörperte, und zwar die des Joseph Goebbels, verkörpert hier nun in der Hauptrolle den luxemburgischen Pastoren Henri Cremer. Matthes spielt überzeugend, die Peinigungen im KZ, das angstvolle und stolze Leben in der Freiheit, all dies enthüllt einen mimischen Facettenreichtum, der überzeugt.
Die Dramaturgie des Films wirkt bedauerlicherweise reichlich behäbig; hier liegt nicht etwa ein leiser, subtiler, aber unaufhörlicher Spannungsbogen zugrunde, vielmehr misslingt es Schlöndorff schlicht, das Leben dieses Pfarrers überzeugend zu dramatisieren. Daran krankt der Film, was in der Kritik zurecht bemängelt wurde.
Natürlich hat Schlöndorff mit seinem Film einiges zu sagen; er zeigt Beweggründe auf, stellt Gewissensfragen, bemüht sich um Facettenreichtum. Doch die Vermittlung dieser Dinge ist unbefriedigend ausgefallen.
Als Schlöndorff Ende des Jahres 2004 in einem Wiesbadener Kino seinen Zuschauern Rede und Antwort stand, bezeichnete er Bernd Eichingers Beitrag als "Seifenoper". Kollegenschelte vor der Öffentlichkeit muss nicht sein, vor allem nicht, wenn man selbst einen Beitrag zum Thema geleistet hat, der seinerseits deutlich sichtbare Schwächen enthält und an der Kinokasse floppte.
Fazit: Ein reichlich durchwachsener Beitrag zur Erinnerungskultur, der zwar gute Ansätze enthält, aber dem es schlicht an Überzeugung und Dramaturgie fehlt. Für ein psychologisches Kammerspiel fehlt es an psycholgisch-atmosphärischer Spannung, für einen Spielfilm schlicht an gelungener Dramaturgie.
Die Freiheit der Gewissensentscheidung.Protagonist Henri Kremer ist ein Gefangener im Konzentrationslager Dachau. Er ist Pfarrer und gehört einer angesehenen luxemburgischen Familie an. Die Bedingungen sind menschenerachtend und der Pfarrenblock zudem auch gottverachtend. Da geschieht etwas fast unmögliches; Henri wird nach Hause entlassen.
Zuhause erwarten ihn seine Geschwister. Besonders seine Schwestern nimmt sich seiner an. Doch hier im besetzten Luxemburg wird ihm gesagt, das er nicht entlassen, sondern nur für neun Tage beurlaubt wurde. Er soll den luxemburgischen Bischof um- und auf die Nazi einstimmen. Dieser weigert sich mit den Besatzern in Kontakt zu treten und auch Henri erhält zunächst keine Audienz.
Die Umgangsformen der Nazis sind in Luxemburg katzenfreundlich; ganz das Gegenteil wie in Dachau. Aber der Nachdruck mit dem sie ihre Ziele verfolgen ist nicht weniger gewaltsam. Henri's Gegenspieler wollte auch einmal Pfarrer werden, entschied sich aber in letzter Minute anders. Er war auch schon in einem Konzentrationslager und weiß was dort geschieht. Zwischen den beiden Männern kommt es zu einigen den Film tragenden Dialogen. Nach dem Gespräch mit dem Pfarrer kehrt Henri zurück nach Dachau.
Die fiktive Geschichte besitzt einige wahre Kernpunkte aus denen sie das Drama zimmert. Die Besetzer sind letztendlich nur Statisten und die Fragen denen sich Henri stellt sind jene seines Glaubens. Der Film ist sehr spannend. Die nichtgezeigte angedrohte Gewalt beherrscht das Szenario.
Stoff zum NachdenkenDer Priester bleibt sich treu. Und nimmt dafür Quälerei und Tod inkauf. Der Konflikt enfaltet sich in aller Schärfe, wenn man nicht aus der heutigen Zeit darauf schaut sondern die damalige Zeit bedenkt. Da war gar nicht klar, dass die Nazi-Zeit zu Ende gehen würde. Das Schlimmste verhindern war eine der Einlassungen die man nach dem Krieg als Rechtfertigung dafür hörte, dass einer mitgemacht hatte. Das ist aus der Retrospektive leicht zu verurteilen, aber wie war das für den Zeitzeugen, der nicht den weiteren Verlauf der Geschichte kannte? Wenn es wirklich dazu beigetragen hätte ein schreckliches Regime etwas zu beeinflussen? Das sind äusserst schwierige Fragen, die nicht mit "schwarz" oder "weiss" zu beantworten sind. Dazu regt der Film an. Dass er an deutschen Kassen floppt, darf man ihm nun wirklich nicht zum Vorwurf machen. In Deutschland haben Filme, die diese Zeit behandeln, ohne einen Gag oder eine Riesenwerbung zu haben, keine Chance. Das galt für den Film über Höss "Aus einem deutschen Leben" den Film über Mengele "Nichts als die Wahrheit" oder aus neuerer Zeit für den Film von Vilsmaier "Der letzte Zug". Das Publikum will eine solche Auseinandersetzung nicht (allenfalls als Gag, wenn Helge Schneider Hitler spielt). Andererseits sind natürlich auch an solche Filme Anforderungen zu stellen. Das Thema finde ich äusserst nachdenkenswert, die Umsetzung von Schlöndorff finde ich nicht optimal,deswegen der kleine Abzug.