Regie: Ôtomo, Katsuhiro; Musik: Jablonsky, Steve; Buch: Murai, Sadayuki; Ôtomo, Katsuhiro; Kamera: Sato, Mitsuhiro;

Steamboy (Director's Cut, Limited Edition, 2 DVDs)

Steamboy (Director's Cut, Limited Edition, 2 DVDs)
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Erscheinungsdatum: 2005-06-07
  • Produktionsjahr: 2004
  • Format: DVD
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • EAN: 4030521702950
  • Amazon.de Verkaufsrang: 40.872
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Beschreibung von buecher.de

Mitte des 19. Jahrhunderts erhält in Manchester der junge Ray Steam, jüngster Spross einer Dynastie von Techniktüftlern, Post vom Großvater, beinhaltend die Nachricht vom Tod des Vaters und eine geheimnisvolle Stahlkugel. Auf diesen 'Steamball' sind allerhand Interessengruppen scharf, wie Ray schnell bemerkt, als Finsterlinge auf dem Fuße folgen. Seine Flucht führt ihn nach London, wo nicht ganz zufällig eine Weltausstellung ansteht und unter führenden Rüstungsalchimisten auch der totgeglaubte Daddy auszumachen ist. Ganze zehn Jahre soll Nippons profilierter Manga-Künstler Katsuhiro Otomo, Schöpfer des zumindest im Westen wegbereitenden 'Akira', mit Planung und Ausführung seines neuen Zeichentrick-Epos zugebracht haben, dementsprechend aufwendig, filigran und episch ist seine mit Kulturverweisen aller Art reich gespickte quasi-Ode an Jules Verne vor den Kulissen des viktorianischen Englands geraten. Fulminantes Kunstvergnügen, das einen Kinostart verdient hätte und einen prominenten Platz neben US-Highlights wie 'Die Unglaublichen' wohl verdient.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Product Description

Sony Pictures Steamboy - Director`s Cut LIMITED Ed. (2 DVD`s), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 07.06.05

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von anna fanden 13 von 14 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Steamboy (Collectors Box) - Von Akira-Macher Katsuhiro Ôtomo

Zur Handlung des Films:

Steamboy, oder James Ray Steam, ist der Superheld von heute. Er ist in die dritte Generation einer Erfinderfamilie hineingeboren worden und ein wahres Genie mit einem reinen Herzen. Sein Vater und sein Großvater arbeiten im Namen der O'Hara Familie an den so genannten „Steamballs", welche enormen Druck beinhalten und somit für viel Energie sorgen. Die O'Hara Foundation will mit dieser enormen Erfindung aber nichts Gutes bewirken. Im Gegenteil, sie stellen Waffen her mit denen sie ganz England den Erdboden gleich machen könnten. Als sich Rays Großvater dessen bewusst wird, versucht er alles um die Foundation aufzuhalten. Rays Vater Eddie wird völlig verrückt und als sein Großvater Dr. Lloyd ihn vor die Wahl stellt, für welche Seite er sich entscheiden will. Muss Ray erstmal herausfinden welche die Richtige ist. Denn im ersten Moment scheint das Böse womöglich das Gute zu sein und das Gute vielleicht das Böse ... Die junge Scarlett O'Hara ist anfangs ein sehr freches und überhebliches Mädchen aber im Laufe des Films wird sie aufgrund der Bekanntschaft mit Ray zu einer jungen Erwachsenen. Sie war immer der festen Überzeugung, dass das was sie und ihre Familie unterstützen das Richtige ist, als sie dann aber den Schrecken der Zerstörung mit eigenen Augen sehen musste, stellt sie fest, dass es in Wirklichkeit ganz (um es in ihren Worten auszudrücken) „grausig" ist.

Der Film regt zum nachdenken an, wie weit darf man im Namen der Wissenschaft gehen? Ist Wissenschaft gleich Macht? Und wann werden wir soweit sein um sie wirklich nutzen zu können und nicht nur für törichte Zwecke zu missbrauchen?

Zum Schluss beherrscht ein einziges Gemetzel ohne Sinn und Verstand den Film. Aber hat Krieg überhaupt einen „Sinn" oder etwa „Verstand"? Nein. Und darum geht es. Die Wissenschaft darf für solche Zwecke einfach nicht missbraucht werden. Es ist toll, dass man es geschafft hat Atomkerne zu spalten, aber muss man deshalb gleich eine Atombombe bauen? Ray hat dies erkannt. Er versucht mithilfe seines Großvaters seinen eigenen Vater aufzuhalten, weil dieser vom Hass befallen ist und den schmalliniegen Pfad zwischen Gut und Böse längst überschritten hat.

Steamboy ist ein sehr unterhaltsamer Film mit Höhen und Tiefen, mit einer Prise Humor, viel Action und Spannung. Er ist ein Abenteuerfilm, ein Film der die Abenteuer von James Ray Steam zeigt.Zum Design des Films:

Optisch ist „Steamboy" die reinste Sensation. Die Hintergründe zeugen von ungeheurer Präzision. Computergrafik und Handzeichnungen gehen perfekt ineinander über und uns wird ein ungeheuerliches Spiel aus Detailreichtum und Farbanpassung geboten. Die Atmosphäre des alten Englands wird brillant eingefangen und mit über 180. 000 Zeichnungen kann man das ja auch erwarten.Zur Ausstattung der DVD:

Die Bonus-Disc enthält viele spannende Extras, u.a. eine Filmdokumentation in der ein Making Of, ein Interview mit Katsuhiro Ôtomo (der Macher von Steamboy, Akira, Memories), eine Multi-Screen-Landschaftsstudie (in der man z.B. die Original-Schauplätze in England begutachten kann) und dann noch „Das Abenteuer geht weiter" (wo Bilder mit Musik unterlegt sind in denen man sieht was für Abenteuer Ray noch so erlebt) enthalten sind.

Neben der Filmdokumentation kann man auch noch die Produktionszeichnungen ansehen, sehr packend wenn man von den Hintergründen begeistert war. Die Bilder sind nicht in einer langweiligen Fotogalerie eingeordnet, sondern werden, unterlegt mit passender Musik, in vorm einer Diashow gezeigt.

Dann gibt es noch die Animations-Entwicklung in der Schrittweise gezeigt wird, wie aus ersten Skizzen, bis hin zur Computerbearbeitung eine fertige Animation entsteht.

Und zu guter Letzt kann man sich noch den amerikanischen Kinotrailer ansehen.

Die Collectors Box enthält zusätzlich noch ein dickes Artbook, welches Produktionskizzen zu den Charakteren und Maschinen beinhaltet, einen kurzen Manga zu Steamboy in japanischer Sprachfassung mit einem zusätzlichen kleinen Übersetzungsheftchen und einer kleinen Postkarten-Sammlung mit schönen Artworks zu Steamboy. Synchronisation:

Die Synchronisation ist unheimlich gut geworden. Unter anderem sind Christian Tramitz (Saber Rider, Findet Nemo, etc.) und Thomas Fritsch, der 2002 als bester deutscher Synchronsprecher ausgezeichnet wurde, als Synchronisatoren mit dabei.Fazit: Steamboy ist sowohl für Kinder, denen vermittelt wird, dass man an seine Träume glauben soll und auf das Gute vertrauen muss, als auch für Erwachsene, die sich an dem tieferen Sinn von „Steamboy" bereichern, ein gelungenes Meisterwerk.

Die Collectors Box ist ziemlich cool gemacht, allein schon wegen der stabilen Pappbox und der Tatsache, dass sie limitiert ist. Aber mir persönlich hätten die Extras auf der Doppel-DVD schon gereicht. Sollte man also kein großer Fan von Extras wie Postkarten, Skizzenartbook und Mini-Manga auf Japanisch sein, sollte man lieber zu der Doppel-DVD von Steamboy greifen, die ebenfalls viele, interessante Extras bietet.

Diese Rezension von Timo Raab fanden 10 von 11 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Atemberaubender bildgewaltiger Anime-Epos für Jung und Alt

Story:

London in den 40er Jahre des 19. Jahrhunderts. Ray Steam, ein ca. 14 jähriger junger Bursche lebt bei seiner Mutter in Manchester. Er kommt aus einer Familie von Erfinder. Sein Großvater und Vater sind berühmte Erfinder dieser Zeit und arbeiten an dem Geheimnis des Dampfes und dessen Kraft.

Eines Tages erhält Ray ein Paket von seinem Großvater aus Alaska. In diesem Paket befindet sich eine geheimnisvolle Kugel, der s.g. Steamball. Noch bevor es Ray möglich ist zu erfahren was es mit dem Steamball auf sich hat, wird er von Männern der Firma O'Hara, bei der sein Großvater und Vater arbeiteten, gejagt, da sie den Steamball an sich reissen wollen.

Während dieser Verfolgung erkennt Ray auch das Geheimnis der Kugel: seinem Vater und Großvater ist gelungen, hochreiner Wasserdampf nahezu unendlich zu komprimieren und in dieser Stahlkugel zu fangen. Öffnet man das Ventil der Kugel, steht einem eine schier unerschöpfliche und starke, jedoch handliche, Energiequelle zur Verfügung.

Ray merkt sehr schnell, dass sein Vater und sein Großvater jeweils den Steamball für verschiedne Zwecke benutzen möchte. Er ist hin und her gerissen und kann sich nicht Entscheiden wem er helfen sollte. Die Spirale dreht sich immer schneller, und ganz London droht zerstört zu werden.Eigene Meinung:

"Steamboy" ist ein wirklich sehr spannender und nostalgisch wie auch futuristischer Anime. Katsuhiro Otomo (Akira) hat mit diesem Film einen wahren Klassiker geschaffen. Zwei stunden lang wird man von der Story um Ray Steam, seinem Großvater und Vater gepackt. Ständig zischt es und knarrt irgendwo. Die Zahnräder drehen sich ständig im Hintergrund und dies so detailgetreu. Auch die Hintergründe sind fabelhaft gezeichnet. Das alte London ist super umgesetzt und man kommt aus dem Stauen fast nicht mehr heraus. Man merkt, dass der Film fast komplett im Computer entstanden ist, was dem ganzen jedoch sehr gut steht. Die visuellen Effekte haben mich sehr beeindruckt. Besonders der ständige Dampf und Rauch ist Otomo sehr gelungen, aber auch die "normalen" Personen sind wirklich beeindruckend.

Glücklicher Weise ist dies kein Film, welcher sich in den Effekten verliert und die Story dafür vernachlässigt.

Auch der Ton hat mich überzeugt. Hier wird der Dolby 5.1 voll ausgenutzt und man hört fast den kompletten Film räumlich. Bei Explosionen, Dampfausströmen, der Sprachausgabe und anderen Nebengeräuschen werden häufig die hinteren Lautsprecher mit benutzt und man kann sehr gut die Position des Tones feststellen. Was ich damit sagen möchte ist, dass hier einfach alles Stimmt und nicht überzogen wirkt. Selbst die Synchronisation, welche bei Animes häufig ein Problem und realitätsfremd wirkt, ist Otomo bei "Steamboy" gelungen. Die Charaktere haben jeweils eine sehr passende Stimme bekommen und die Lippensynchronisation passt ebenfalls. Fatzit:

Ich gebe "Steamboy" 9/10 Punkte, da mich dieser Film wirklich sehr begeistert hat. Eine schlüssige Story, gute Zeichnungen und ein hervorragender Ton lassen das Anime-Herz höher schlagen.

Besonders ist hier die Verpackung der Limited Edition zu erwähnen. Es befinden sich in einem sehr dicken und stabilen Hochglanz-Schuber ein Digipack mit dem Hauptfilm und einer Bonus-DVD (inkl. Making of usw). Weiterhin liegt der Box ein 164 Seiten starkes Skizzenbuch, ein 28-seitiger original japanischer Manga inkl. deutscher Übersetzung wie auch ein Umschlag mit 10 bedruckten Postkarten als Inhalt bei.

Diese Rezension von orogork fanden 10 von 11 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Mehr Druck..

Otomo Katsuhiro führte einst die Regie bei einem Film namens Akira (1988). Neben Ghost in the Shell (1995) sicherlich der wichtigste Film für den Durchbruch des Anime Genre. Man darf also gespannt sein, welchen Film Herr Otomo Katsuhiro als nächstes vorlegt. Zunächst folgte einen Kurzfilm, der auf der wunderbaren Memories (1995) DVD platz gefunden hat. Ich zitiere mich hier einmal selbst:Der letzte Kurzfilm mit Namen Cannon Fodder wird wiederum von Katsuhiro Otomo präsentiert. Es wird ein Tag in einer Stadt dargestellt, deren einziger Zweck es ist gigantische Kanonen auf einen Feind abzuschiessen. Das Leben einer Familie wird beleuchtet und die Protagonisten bei einem durchschnittlichen Tag beobachtet. Ein Geschichte lässt sich hier nicht ausmachen, es ist mehr die Stimmung, die offensichtlich hier transportiert werden soll. Beeindruckend ist aber vor allem die Art und Weise der Animation und die vielen Details, die in den Bildern versteckt sind. Vielleicht als Hommage an Tezuka-Generation gedacht. Solides Werk, beeindruckt durch seinen Zeichenstil und gibt den Blick auf eine interessante Welt frei.Nun liegt sein neuer Film als DVD vor.Steamboy (2004) ist ein Film, der vom Stil und vom Thema dem Kurzfilm Cannon Fodder sehr nahe steht. In einem fiktiven 19. Jahrhundert wird der junge Erfinder Ray Steam mit der Erfindung seines Vaters und Großvaters konfrontiert. Ein sogenannter Steam Ball gilt als Energiequelle der Zukunft, kann er doch nahezu endlose Mengen an Dampf auf engem Raum speichern. Jedoch sind zwei Parteien an dieser Erfindung interessiert und es entbrennt ein Kampf um die Kugel. Ray landet zwischen den Stühlen und muss sich für eine Seite entscheiden.Beim Betrachten des Films wird zunächst klar, dass das Setting und das Thema von Cannon Ball weiterentwickelt wurde, dennoch aber erkennbar beleibt. Jede einzelne Szene des viktorianischen Settings ist mit unglaublich vielen Details geschmückt, nur allzugut erklärt sich hierdurch die sehr lange Produktionszeit von acht Jahren (hierbei lag die Produktion jedoch auch für einige Zeit auf Eis).Wilde Kamerafahrten, geschickt eingesetzte Renderingszenen und ein anderer Zeichenstil, als der, den man von Animes gewohnt ist, ergeben ein beeindruckendes optisches Meisterwerk. Der ein oder andere Effekt wird jedoch leicht überstrapaziert (Reflektionen und Glas-Effekte insbesondere). Doch neben der Optik, sind es vor allem inhaltliche Aspekte, die mich zu einem Anime-Fan haben werden lassen. Obwohl die Geschichte einige Wendungen hat, mit denen ich nicht gerechnet habe, war ich nicht beeindruckt von der Erzählung. Andere Geschichten wie es z.B. die Animes Chihiro (2001) oder Cowboy Bebop (1998) hinterliessen bei mir eine sehr inspirierende Wirkung. Ich habe mich nach der Betrachtung mit den Szenen auseinandergesetzt und versucht vieele Aspekte der Geschichte neu zu analysieren und mir Alterntiven zu überlegen. Steamboy jedoch hinterließ nur das Gefühl: Aus der Zeit hätte ich gerne eine Postkarte.Dabei war der Anfang des Films noch vielversprechend, doch schon in der Mitte war mir nicht mehr klar, worauf der Film eigentlich hinaus will. Die Geschichte ist zwar voll von Analogien und Methaphern, die letzendliche Aussage des Films bleibt jedoch verborgen oder ist nicht existent. Natürlich kann man Ablesen, dass ein blindes Vertrauen in die Technik zu einer Katastrophe führen kann und dass die zunehmende Technisierung - gerade in Japan - eine erschreckende Gesellschaft hervorbringen wird. Diese Botschaft ist jedoch so deutlich und während quasi des gesamten Films präsent, dass man eigentlich erwartet, es kommt noch eine andere Aussage. Ähnlich wie schon bei Cannon Fodder, erscheint mir der Film mehr als Momentaufnahme aus einer sehr interessanten fiktiven Gesellschaft, die Geschichte schafft es aber nicht einen geeigneten Gesamtrahmen zu bilden. So bleibt man mit den Eindrücken am Ende allein, die Geschichte verschwimmt und nur die Bilder bleiben nachhaltig präsent. Gut ist der Film allemal, großartig ist er jedoch leider nicht.

Diese Rezension von Brainshaker fanden 6 von 7 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Mit Abstand einer der besten Animefilme

Viel Zeit und Geld hat Katsuhiro Otomo in sein nach Akira zweites, großes Filmwerk investiert. 10 Jahre Arbeit und rund 20 Millionen Dollar waren nötig, um Steamboy den letzen Schliff zu verleihen. Ausgezeichnet hat sich das für Anime-Verhältnisse beispiellose Budget in Bereich Optik und Filmmusik allemal. Butterweiche Animationen, beeindruckende CGI-Spielereien, mit den unglaublich detaillierten Hintergründen perfekt zusammengefügt zu einer stimmigen Einheit. Studio Sunrise hat sich für Steamboy mächtig ins Zeug gelegt, präsentiert ein technisches Meisterwerk. Nahezu konkurrenzlos möchte man sagen.Hier die Sprecherliste:Ray Steam: Tim Schwarzmaier

Eddie Steam: Christian Tramitz

Lloyd Steam: Thomas Fritsch

Scarlett O´Hara: Gabriele Pietermann

Robert Stevenson: Walter von Hauff

David: Philipp Brammer Für die stimmungsvolle Akustik zeigt sich Steve Jablonsky verantwortlich, ein aufgezogener Spross des Hans Zimmer Media Ventures-Studios. Ein Orchester zur Seite gestellt, hat der Komponist einen melodisch überaus ansprechenden und stimmungsvollen Soundtrack kreiert, der mit zum Teil aufwändigen Arrangements entzückt. Der Soundtrack ist kurioserweise bereits letztes Jahr unter dem Label Colosseum Animated im hiesigen Handel erschienen und ist mit Sicherheit einen näheren Blick wert.Atmosphärisch ist Steamboy in jeder Hinsicht herausragend, beweist Kreativität im spektakulären Design. Monumente aus Zahnrädern und Rohrkomplexen, Wolken aus Dampf wohin das Auge blickt, detaillierte und fantasievolle Vehikel sowie originalgetreue Bauten. Steamboy ist in jeder Hinsicht einen Augenweide und versetzt den Zuschauer wahrlich in das 19. Jahrhundert, dem Beginn der industriellen Revolution. Die Grundlage der Geschichte ist fantasievoll, erinnert durchaus an die Visionen Jules Vernes. Der Erzählstil selbst ist jedoch recht konventionell ausgefallen und sorgt beim Betrachter für wenige Überraschungen. Es wird der traditionelle Kampf zwischen Gut und Böse zelebriert. Großvater Lloyd auf der einen Seite, Rays Vater Eddie auf der anderen. Zwei Ideologien der Wissenschaft in Konfrontation miteinander, Pazifismus gegenüber der Anarchie des Wissens, der Macht der Gelehrten, benutzt von Menschen mit fragwürdigen Absichten. Und der unerfahrene junge Ray inmitten des Konflikts, dazu verdammt sich für eine Seite zu entscheiden. Doch Katsuhiro Otomo legt nicht der Schwerpunkt auf eine mehr oder weniger unterschwellige Gesellschaftskritik um einen uralten Menscheitskonflikt, er will unterhalten, mit epischen Szenerien. Die Geschichte dient den Bildern, nicht umgekehrt. Steamboy ist damit aber kein langweilig technokratischer Filmstreifen, sondern unterhaltsames Popcorn-Kino mit einer überwältigenden Bilderflut, die einem den Atem verschlägt. Wahnwitzige Verfolgungsjagden, zerstörerische Schlachten, zwischendurch der gute Ton von Moral und Ethik. Nicht aufdringlich, sondern im rechten Maß, entfernt von der Gefahr des Kitsch. Kleiner Schönheitsfehler im Film: Im Jahr 1866 fand auf dem blauen Planeten überhaupt keine Weltausstellung statt. Die Erwartungen eines zweiten Akira gezügelt, steht einer abendfüllenden Materialschlacht nichts mehr im Wege. Die doch kostenintensive Sonderedition ist die Investition für Sammler und Liebhaber ausschweifender Packungen jeden Cent wert, hochwertig verarbeitet und reich bestückt. Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, kann auch auf die abgespeckte DVD-Variante zurückgreifen, die "nur" die Film- und Bonus-DVD mitsichbringt.Extras:Das Herzstück der Limited Edition sind neben dem Schuber vor allem die den ersten Blicken verborgenen Schätze: ein 164 Seiten umfangreiche Skizzenbuch

ein 10er Postkarten-Set inklusive Kuvert

ein 28-seitiger, original japanischer Manga Nachdruck mit beigefügter deutscher Übersetzung

Das sehenswerte Skizzenbuch bietet auf seinen 164 Seiten einen detaillierten Blick auf ausschweifende Charakterzeichnungen, technische Baupläne und Fahrzeugstudien. Ein aufschlussreiches Buch mit erfreulich hohem Umfang, das neugierige Blicke auf sich ziehen wird. In einem schwarzen Kuvert, dass mit dem Schriftzug "Steamboy" geprägt wurde, verbergen sich 10 Postkarten mit sorgfältig ausgewählten Motiven, die in hervorragender Qualität auf stabilen Karton niedergedruckt wurden. Drei der Bilder stellen dabei sogar Originalzeichnungen von Katsuhiro Otomo dar, während die restlichen sieben dem Anime entliehen wurden. Als letztes greifbares Extra hält man einen japanischen Manga Nachdruck in den Händen, der die ideologischen Verhaltensregeln der Steam-Familie im Schnelldurchlauf abwiegelt. Inhaltlich ist der Manga somit eine skurrile gedankliche Kurzfassung des Films möchte man sagen.des weiteren:Filmdokumentationen

Produktionszeichnungen (5:41 min.)

Animations-Entwicklung (4:25 min.)

Kinotrailer

Making of Steamboy (34:17 min.)

Interview mit Katsuhiro Otomo (5:13 min)

Multi Screen Landschafts-Studie (19:11 min.)

Das Abenteuer geht weiter (Abspann ohne Text)Fazit: Kauft euch diese Edition solange der Vorrat reicht!

Diese Rezension von anna fanden 9 von 11 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Steamboy- Retro-Sience-Fiction-Epos von Akira-Macher Ôtomo

Zur Handlung des Films:

Steamboy, oder James Ray Steam, ist der Superheld von heute. Er ist in die dritte Generation einer Erfinderfamilie hineingeboren worden und ein wahres Genie mit einem reinen Herzen. Sein Vater und sein Großvater arbeiten im Namen der O'Hara Familie an den so genannten „Steamballs", welche enormen Druck beinhalten und somit für viel Energie sorgen. Die O'Hara Foundation will mit dieser enormen Erfindung aber nichts Gutes bewirken. Im Gegenteil, sie stellen Waffen her mit denen sie ganz England den Erdboden gleich machen könnten. Als sich Rays Großvater dessen bewusst wird, versucht er alles um die Foundation aufzuhalten. Rays Vater Eddy wird völlig verrückt und als sein Großvater Dr. Lloyd ihn vor die Wahl stellt, für welche Seite er sich entscheiden will. Muss Ray erstmal herausfinden welche die Richtige ist. Denn im ersten Moment scheint das Böse womöglich das Gute zu sein und das Gute vielleicht das Böse ... Die junge Scarlett O'Hara ist anfangs ein sehr freches und überhebliches Mädchen aber im Laufe des Films wird sie aufgrund der Bekanntschaft mit Ray zu einer jungen Erwachsenen. Sie war immer der festen Überzeugung, dass das was sie und ihre Familie unterstützen das Richtige ist, als sie dann aber den Schrecken der Zerstörung mit eigenen Augen sehen musste, stellt sie fest, dass es in Wirklichkeit ganz (um es in ihren Worten auszudrücken) „grausig" ist.

Der Film regt zum nachdenken an, wie weit darf man im Namen der Wissenschaft gehen? Ist Wissenschaft gleich Macht? Und wann werden wir soweit sein um sie wirklich nutzen zu können und nicht nur für törichte Zwecke zu missbrauchen?

Zum Schluss beherrscht ein einziges Gemetzel ohne Sinn und Verstand den Film. Aber hat Krieg überhaupt einen „Sinn" oder etwa „Verstand"? Nein. Und darum geht es. Die Wissenschaft darf für solche Zwecke einfach nicht missbraucht werden. Es ist toll, dass man es geschafft hat Atomkerne zu spalten, aber muss man deshalb gleich eine Atombombe bauen? Ray hat dies erkannt. Er versucht mithilfe seines Großvaters seinen eigenen Vater aufzuhalten, weil dieser vom Hass befallen ist und den schmalliniegen Pfad zwischen Gut und Böse längst überschritten hat.

Steamboy ist ein sehr unterhaltsamer Film mit Höhen und Tiefen, mit einer Prise Humor, viel Action und Spannung. Er ist ein Abenteuerfilm, ein Film der die Abenteuer von James Ray Steam zeigt.Zum Design des Films:

Optisch ist „Steamboy" die reinste Sensation. Die Hintergründe zeugen von ungeheurer Präzision. Computergrafik und Handzeichnungen gehen perfekt ineinander über und uns wird ein ungeheuerliches Spiel aus Detailreichtum und Farbanpassung geboten. Die Atmosphäre des alten Englands wird brillant eingefangen und mit über 180. 000 Zeichnungen kann man das ja auch erwarten.

Zur Ausstattung der DVD:

Die Bonus-Disc enthält viele spannende Extras, u.a. eine Filmdokumentation in der ein Making Of, ein Interview mit Katsuhiro Ôtomo (der Macher von Steamboy, Akira, Memories), eine Multi-Screen-Landschaftsstudie (in der man z.B. die Original-Schauplätze in England begutachten kann) und dann noch „Das Abenteuer geht weiter" (wo Bilder mit Musik unterlegt sind in denen man sieht was für Abenteuer Ray noch so erlebt) enthalten sind.

Neben der Filmdokumentation kann man auch noch die Produktionszeichnungen ansehen, sehr packend wenn man von den Hintergründen begeistert war. Die Bilder sind nicht in einer langweiligen Fotogalerie eingeordnet, sondern werden, unterlegt mit passender Musik, in vorm einer Diashow gezeigt.

Dann gibt es noch die Animations-Entwicklung in der Schrittweise gezeigt wird, wie aus ersten Skizzen, bis hin zur Computerbearbeitung eine fertige Animation entsteht.

Und zu guter Letzt kann man sich noch den amerikanischen Kinotrailer ansehen.

Tipp: Wenn man auf noch mehr Extras steht, sollte man sich überlegen zur Collectors Box Limited Edition zu greifen. Synchronisation:

Die Synchronisation ist unheimlich gut geworden. Unter anderem sind Christian Tramitz (Saber Rider, Findet Nemo, etc.) und Thomas Fritsch, der 2002 als bester deutscher Synchronsprecher ausgezeichnet wurde, als Synchronisatoren mit dabei.Fazit: Steamboy ist sowohl für Kinder, denen vermittelt wird, dass man an seine Träume glauben soll und auf das Gute vertrauen muss, als auch für Erwachsene, die sich an dem tieferen Sinn von „Steamboy" bereichern, ein gelungenes Meisterwerk.

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