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Tausend Tage in der Toskana ist wie ein köstliches Mahl, anregend und ein Genuss für alle Sinne.
Die große Liebe brachte Marlena zu Fernando nach Venedig und einige Jahre später in das kleine toskanische Dorf. Die alte Scheune, in die sie ziehen, hat weder Strom noch Telefon und die Küche ist winzig - aber die Nachbarn nehmen die Fremden unter ihre Fittiche. Marlena und Fernando pflücken Trauben, sammeln Kastanien, suchen wilde Pilze und ernten im eiskalten Dezember Oliven. Marlena sammelt die alten Rezepte einer Gegend, die für ihre leiblichen Genüsse berühmt ist, und gewinnt durch ihre Kochkunst, ihre Begeisterung und ihre Hingabe Freunde und ein neues Zuhause.
Angenehm zu lesenMarlena Di Blasis Buch etabliert meiner Ansicht zufolge die Stimmung der Toskana ziemlich treffend. Zwar erscheint die Geschichte etwas ereignisarm, doch gerade diese Ruhe war es, die mir an dem Buch besonders gut gefiel. "Tausend Tage in der Toskana" ist ein Frauenroman - allerdings nicht im herkömmlichen Sinne. Der Stil der Autorin ist dafür wohl zu anspruchsvoll. Das ländliche Leben wird dem Leser durch den Ablauf der Jahreszeiten ziemlich gut vermittelt. Die eingestreuten Rezepte muten zwar allesamt sehr poetisch an, sind aber so "abgefahren", dass, wer sie nachkochen möchte, mindestens so viele Sterne als Koch haben sollte, wie ich diesem Buch gebe.
Urlaub während einer Zugfahrt...Ich habe diesen Roman während meiner täglichen Zugfahrt gelesen und war so vertieft in Marlena DeBlasi's Toskanabeschreibung, dass ich mich beinahe selbst fühlte als ob ich dabei gewesen sei. Das Ankommen und Anfreunden, das Einleben und Erleben ist wie Urlaub vom täglichen Leben, vom Arbeiten. Marlena DeBlasi erzählt ihre Geschichte so poetisch und anspruchsvoll, dass man sich noch viele Fortsetzungen wünscht. Danke an den Eichborn -Verlag!
Der Duft von Rosmarin und Thymian...Nachdem ich das erste "Tausend Tage..." Buch gelesen hatte, mußte ich natürlich gleich weiterlesen.
War der Venedig Band noch etwas schwermütig (was sicherlich zu Venedig passt) und lief die Beziehung der beiden Protagonisten noch etwas "unrund" hatte ich den Eindruck, dass sie nun "angekommen" sind. Die Idee vom einfachen Leben, nur mit dem Wesentlichen, einer Partnerschaft, die das trägt, und Freunde, die das Ankommen unterstützen. Und immer wieder die wunderbaren Rezepte, bei denen einem unweigerlich das Wasser im Munde zusammenläuft. Das macht Lust, selber zu kochen.
Aus Erfahrung kann ich nur empfehlen, das Buch im Gepäck nach Italien zu fahren,am besten in ein kleines Landhaus mit Küche, bei einem Glas Rotwein und Olivenölbrot zu schmökern, und den Duft von Rosmarin dabei ganz real in der Nase zu haben...
Ein wunderbares Buch - wie UrlaubDas Buch macht nachdenklich und ist erholsam. Marlena deBlasi schafft es, die Stimmungen, Jahreszeiten und die geschilderten Personen mit ihren Eigenarten so eindrücklich zu vermitteln, dass man meint, man wäre selbst in der Toskana auf Entdeckungsreise. Und beim Lesen steigt einem fast der Duft von Oliven, Rosmarin, Thymian und leckeren Gerichten in die Nase. Das Buch macht Lust auf die Toskana, Italien, Urlaub, ein Leben woanders. Ein schönes Buch.
Gute Rezepte... deshalb die drei Sterne. Ich bin gerade aus der Toskana zurückgekommen und hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, sowohl weil ich gern koche, als auch, weil ich hoffte, die Urlaubsstimmung noch etwas zu verlängern. Aber der Stil war in meinen Augen doch arg gewollt intellektuell und gekünstelt, die Geschichte handelte wenig von der Stimmung und der Landschaft, stattdessen wurden immer und immer und immer wieder die Ideale von einfachem Leben und guter Küche wiederholt, unterbrochen von Selbstzweifeln, Beziehungszweifeln und sofortigen Krisenbewältigungen. Alles in allem für mich ein Buch, das hätte toll werden können, wenn es nicht mehr sein wollte, als es eben ist: eine Romanze mit Rezepten, ein Buch für Sonntagnachmittage. Eben kein Beziehungsratgeber, kein Ernährungsratgeber, kein Trauerbewältigungsratgeber, kein Ratgeber für kreatives Schreiben. Für mich wird es wohl das einzige Buch aus dieser Reihe bleiben...
Adelung-1793: Tausend, das · Tausend, der · Tausend · Tage-Ronde, die · Tage-Signal, das
Brockhaus-1809: Die September-Tage
Brockhaus-1837: Tausend und Eine Nacht
Brockhaus-1911: Toskana · Hundert Tage · Alkyonische Tage
DamenConvLex-1834: Mathilde, Markgräfin von Toskana · Tausend und eine Nacht
Herder-1854: Tausend und eine Nacht · Hundert Tage
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