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Drei Monate war Wolfgang Büscher unterwegs. Zu Fuß, per Bus, per Anhalter oder auch mit dem Schiff. Am Rhein bricht er auf und zieht 3500 km um Deutschland herum. Am Ende hat er ein Land erfahren, das eigenwilliger und sonderbarer ist, als wir alle denken. Eine Reise voller unglaublicher Entdeckungen.
Ein pensioniertes Berliner Paar plant, nach Südfrankreich zu ziehen. Doch dann landen die Hauptstädter in der wunderbaren Renaissance-Stadt Görlitz. Statt an der Rhône spazieren die Eheleute nun entlang der Neiße. Geschichten wie diese spürt Bestseller-Autor Büscher auf. Seine Lese-Reise führt entlang der gesamten deutschen Grenze, wo schöne Überraschungen warten. Zunächst erreicht der Reisejournalist das Meer und den „Wind, der verbrauchte Gedanken wegbläst“. Dann geht’s frisch ans Werk. Wolfgang Büscher erzählt von Helgolands Kratern, denn einmal drohte der Nordsee-Insel eine größere Gefahr als das wilde Wasser. Wir erleben die „Aura des Sportiven“ am Timmendorfer Strand sowie das eigenartige Scheppern von Abrissblocks im Osten. Der Weg führt in Stadtzentren, die uns teils mit echtem, teils mit künstlichem Herz empfangen. Dabei holt uns auch die Vergangenheit ein. Im Süden steigt der intensive Duft des Weihrauchs in die Nase von Volksschauspielern. Richtung Westen mündet die Lektüre wie ein Fluss im verzweigten Delta ins Meer der Geschichten. Und das alles ist Deutschland, das alles sind wir. Recht viele Reisereportagen der letzten Jahre kümmern sich um das neue Deutschland. Andreas Greve hatte für In achtzig Tagen rund um Deutschland sogar die exakt gleiche Idee wie Wolfgang Büscher. Allerdings präsentieren sich Büschers Zeilen ausgereifter und poetischer, denn sein Ego erweist sich als besserer literarischer Katalysator gewonnener Eindrücke. Sensibel erweckt der Autor charakteristische Landschaften, gezeichnete Menschen und eigenartige Stimmungen zum Leben. Sich darauf einzulassen, fällt leicht. Und da im diesem Glanze Glück erwacht, wird niemand um den Schlaf gebracht. --Herwig Slezak
Deutschland, ein Herbst- und WintermärchenWolfgang Büscher, Spezialist für Zu Fuß - Reisen, umkreist unser Land, beschreibt skurrile, normale - und manchmal kaum glaubliche Menschen, Situationen und Stimmungen - am Ende der spannenden Reise ist er irgendwie selbst ein Teil seiner Geschichten geworden. Er erfasst wie im Traum die eigenartigen Grundstimmungen der verschiedenen Landschaften und steckt den Leser an, ohne dass der es gleich merkt... Diese Geschichten erzeugen ein stilles Schmunzeln, oder auch ein leichtes Kopfschütteln: ja, genauso ist es dort, höre ich mich flüstern, weil ich einen großen Teil der Orte irgendwann selbst schon erlebt habe... Und die Frage steht im Raum: Sind wir, die Deutschen, tatsächlich so? So komisch, exzentrisch, genial-verschroben, liebenswert spinnert - und doch so stinknormal? "Denk' ich an Deutschland in der Nacht", dann muss ich ein bisschen schmunzeln, die Gedanken gehen zu Heinrich Heine und Theodor Fontane... Wolfgang Büscher fasst das gleiche Thema Deutschland "von der Basis" an - unbedingt lesenswert!
Deutschland zu FußAufmerksam geworden auf diesen Schriftsteller durch seinen Titel "Berlin-Moskau - eine Reise zu Fuß", las ich nun auch dieses ungewöhnliche Reisetagebuch.
Gewiss, nicht jeder Leser wird Wolfgang Büschers knappen, allusiven und manchmal gar mysteriösen Schreibstil mögen. Für mich ist dieses Buch der sehr gelungene Versuch, deutsche Literatur, Geschichte und Geographie sehr dicht miteinander zu verquicken.
Gewinn bringend ist dieses Buch vor allem (ggf. aber auch ausschließlich) für literarisch und historisch interessierte Leser, die in den 50er oder frühen 60er Jahren geboren wurden und ein Interesse an jüngerer deutscher Geschichte haben. Etwas Ähnliches oder Besseres gibt es m.E. in der zeitgenössischen deutschen Literatur zur Zeit nicht. Da muss selbst der verstorbene Michael Holzach zurückstehen.
Gerade ist dieses Werk als preiswertes Taschenbuch erschienen. Ein Grund mehr es sofort zu kaufen.
Vielfältige Reise durchs eigene LandWolfgang Büscher, der Autor dieses Buches, erinnert die Menschen in Deutschland daran, wie schön und fremdartig das eigene Land ist.Er hat sich auf eine Reise gemacht, Deutschland zu umrunden. In drei Monaten legte er 3.500 Kilometer zurück. Mal zu Fuß, per Anhalter, mit dem Rad, je nach Lust und Laune streift Büscher durch die wunderschönen Gegenden am Rande Deutschlands.Seine Reise beginnt am Rhein. Von dort aus orientiert er sich an den Grenzen und kommt an bekannten Orten wie Neuschwanstein und dem Königsstuhl vorbei. Aber sein Abenteuer führt in auch in verlassene, ja fast vergessene Gegenden, die mal rauh und mal idyllisch sind.Aber nicht nur die Landschaft ist es, die Büscher fasziniert. Er trifft auch auf beinahe surreale Menschen, die ein Leben abseits des „normalen" Alltags führen. Er lernt im Kleinen Walsertal einen Schmuggler kennen und trifft an der böhmischen Grenze einen Mann, der ein Doppelleben führt. Der Autor erzählt die Geschichte von einem älteren Paar aus Berlin, das sein Leben nach Südfrankreich verlegen wollte, dann aber in Görlitz landete. Spontan verliebten sich die beiden in die traumhafte Renaissance-Stadt und blieben.Wolfgang Büscher ist ein erfahrener Reisejournalist, der auf dieselbe, sehr lebendige Weise von Helgolands Kratern erzählt, wie von Abrisshäusern im Osten. Er selbst hat spätestens auf seiner Deutschlandreise dieses Land für seine Vielfalt lieben gelernt.Diese Begeisterung und die bestechende Aufrichtigkeit, mit der Büscher den Leser an seinen Erlebnissen teilhaben lässt, macht dieses Buch zu einem Muss und der Leser wird seinen nächsten Urlaub gewiss im eigenen Land machen.
Einmal rund um Deutschland, 3500 kmDeutschland ist eigenwilliger und sonderbarer als viele Glauben mögen, zumindest hat dies der Autor Wolfgang Büscher in seiner Deutschlandreise herausgefunden. 3.500 km legte er zurück, per Bahn, zu Fuß, per Schiff, per Anhalter. Er streifte verlassene Gegenden, mystische Orte - er traf auf weltoffene aber auch auf spießbürgerliche Deutsche - es war also eine Reise in das Herz der Deutschen, so wie sie sonst keiner sieht.
Das Hörbuch besticht durch seine ungewöhnlichen Orte, an die es den Reisenden Wolfgang Büscher verschlägt. Er quert die Grenze zu den Nachbarländern unbekümmert und oft wie ein scheues Reh und hat dadurch Eindrücke derer es sich des Öfteren zu erwehren gilt, so extrem geraten sie manchmal.
Das der Autor bereits zum Zeitpunkt der Reise 53 Jahre alt ist merkt man ihm insbesondere dann an, wenn es auf die Historie zu Deutschland ankommt, auf das Verhältnis Deutschlands und seiner Einwohner zu seinen Nachbarn (1933-1945). Vielfach wird seine Auseinandersetzung mit der Historie diesbezüglich sehr intensiv und hat mit der Gegenwart nichts mehr zu tun.
Seinen Spott und seine teils sehr ätzenden, doch auch manchmal einfühlsamen Kommentare zu Menschen und Orten denen er begegnet, macht das Hörbuch zu einem Faszinosum. Solche Eindrücke habe ich noch von keinem gehört und ich kenne niemanden, welcher diese Reise selbst einmal gemacht hätte, 3.500 Kilometer auf der Grenze Deutschlands herum zu reisen, um das Land und seine Nachbarn zu erfahren.
Ein ganz ungewöhnliches und sehr bedrückendes Hörbuch, fast wie eine persönliche Aufarbeitung des Autors mit seiner eigenen Geschichte und Persönlichkeit.
genau so......sollte eine reise sein, die diesen namen verdient. das große im kleinen, nichts bedeutet nichts, alles erhält wert und beachtung. der mann schreibt und erlebt genial.
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