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Gerade Frauen neigen dazu, allzu schnell nachzugeben und stets den Ausgleich zu suchen, damit es nur ja keinen Streit gibt. Aber anstatt sich damit besonders beliebt zu machen oder harmonischere Beziehungen zu erleben, lässt man sich auf diese Weise oft unterbuttern und verleugnet die eigenen Wünsche und Bedürfnisse.
Übertriebenes Harmoniestreben und ständige Anpassung an die Erwartungen anderer machen extrem unzufrieden und führen auf Dauer zum Verlust der eigenen Persönlichkeit. Doch es geht auchanders: Mit Irene Beckers Programm lernt man, eine ausgewogene Balance zwischen Harmoniebedürfnis und konstruktiver Auseinandersetzung zu finden - nicht, um zur Egozentrikerin zu werden, sondern um sich selbst treu zu bleiben und ehrliche, offene Beziehungen zu pflegen. Denn wer Konfliktsituationen meistert, statt sie zu vermeiden, wird nicht nur selbstbewusster und zufriedener, sondern auch respektvoller behandelt.
Wer es allen Recht machen will, der hat ein Problem. Besonders Frauen haben nur allzu oft das Ideal des allzeit lieben, hilfsbereiten Wesens verinnerlicht und trauen sich nicht, Konflikte auszutragen und sich gegen Manipulation zur Wehr zu setzen. Doch es gibt Wege aus der Harmoniefalle. Bei den meisten Frauen liegen die Wurzeln in der Erziehung, die Skrupel stammen aus der Kindheit. Und was man einmal gelernt hat, kann auch wieder ent-lernen. Anschaulich und gut lesbar erklärt Irene Becker, wie man mit etwas Praxis zu einer goldenen Mitte findet zwischen Friede-Freude-Eierkuchen und Bloß-nichts-gefallenlassen-Zickenterror. In einem fiktiven Fallbeispiel mit der allzu netten Monika und der tafferen Maja, das im Buch immer wieder aufgegriffen wird, demonstriert Becker, wozu allzu viel Nettigkeit führt und wo man ansetzen kann, um die Situation zu ändern. Kern ihres Programms ist: 1. Wissen, was man will (also eine Vision entwickeln), 2. wissen, was man fühlt, 3. wissen, was man kann, 4. wissen, wie es geht. Viel schreibt Becker über Gefühle -- was sind die Ursachen und Funktionen von negativen Gefühlen, sind wir ihnen hilflos ausgeliefert? Durch ein “Glückstagebuch” lernt man, seine Reaktionen auf bestimmte Situationen zu beobachten und zu analysieren. So hat man die Chance, Verhaltensmuster zu “knacken” und das Gefühlskarussel zu stoppen. Beckers Übungen, wie man einen neuen Film in seinem Kopf ablaufen lässt, sind ganz klar von NLP beeinflusst -- und sie dürften so wie gewünscht funktionieren. Anschließend trainiert Becker ihre Leserinnen, wie sie selbstbewusster rüberkommen: dazu gehört eine andere Körpersprache, sogar Sprechübungen, um selbstbewusster zu klingen und Neinsagen zu lernen. Dann folgt das Anwenden des Gelernten im Ernstfall. Im Restaurant zu reklamieren, etwas Ungewöhnliches tun oder sich begriffsstutzig zu stellen, all das dient der Abhärtung. Da bei allzu sanften und netten Menschen immer die Gefahr besetzt, dass sie ausgenutzt werden, ist ein wichtiger Teil des Buches, Ansprüche und Erwartungen, die an einen gestellt werden, kritisch unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls abzuwehren. Sehr nützlich sind auch die Tipps, wie man mit verschiedenen Typen von Gegenspielern klarkommt -- mit Menschen, die auf verbale Einschüchterung setzen, einen mit der Mitleidsmasche manipulieren oder einen durch ihre arrogante Art unterbuttern wollen. Wer ihnen gegenüber nicht nachgibt und Stärke zeigt, erwirbt sich Respekt -- und der baut wiederum das Selbstwertgefühl auf. Einen Engelskreis könnte man so etwas nennen. -- Nina Hesse
Ein herrliches und nützliches BuchBücher wie das von Irene Becker verhindern bei mit den Totalboykott von Lebensratgebern. Also werde ich trotz gegenteiliger Absicht weiterhin nach solchen Perlen Ausschau halten. Da der Verlag mit Angaben über die Autorin geizt, ist mir der biografische und berufliche Hintergrund von Irene Becker unbekannt. Aber nach der Lektüre weiss ich, dass die Autorin schreiben kann, von der Prägung in den ersten Lebensjahren ausgeht, an kleine Veränderungen glaubt, ganz viel vom Üben hält und sich sehr gut informierte.In erster Linie richtet sich Beckers Buch an Frauen. Nicht weil sie selber weiblichen Geschlechts ist, sondern weil Frauen der Harmoniesucht mehr verfallen als Männer. Zumindest in der von ihr beschriebenen Form. Dennoch meine ich, dass auch das vermeintlich starke Geschlecht dieses Buch mit grossem Gewinn lesen kann und soll. Nicht zuletzt, um zu merken, wo und wie Männer Veränderungen ihrer Partnerinnen unbewusst verhindern, abwürgen, stören.Der Spassfaktor bei der Lektüre ist gross, obwohl die Fakten oft hart sind. Denn Irene Becker erzählt Geschichten, die das Leben, die Evolution und die Wissenschaft schrieben. Als glänzende Übersetzerin des vermeintlich Komplizierten bringt sie ihren Leserinnen Mechanismen nahe, die zwar prägend sind, aber teilweise modifiziert werden können. Das macht sie in so charmanter und dennoch bestimmender Weise, dass sie es gar nicht nötig hat, nach Schuldigen zu suchen. Mein Fazit: Von den Büchern, die ich zu diesem Thema kenne, ist mir Beckers Werk klar das liebste und wohl auch das wirkungsvollste. Daher empfehle ich es auch allen, bei denen das Bücherregal für Lebensratgeber bereits arg durchgebogen ist.
Ich will auch nicht mehr "Depp" sein!Zufälllig "stolperte" ich über diesen Titel, als ich in der Bahnhofsbuchhandlung gerade nach einer passenden Reiselektüre suchte. Ich fühlte mich gleich angesprochen, da ich in der Tat manchmal im Beruf und auch im Privaten das Gefühl habe, viel zu wenig für meine eigenen Bedürfnisse und Interessen einzustehen. Und eigentlich sehr häufig heimlich die "Faust in der Tasche" balle, ohne recht zu wissen, wie ich mich gegen die zuweilen sehr subtilen Übergriffe meiner lieben Kollegen oder Freunde schützen könnte. Das Buch von Irene Becker -verschlungen auf einer längeren Bahnfahrt zwischen Frankfurt und Hamburg- hat mir die Augen geöffnet. Erst einmal zu verstehen, versteckte Unverschämtheiten zu erkennen (wir Harmoniesüchtige wagen ja meistens erst gar nicht, irgendeine egoistische Motivation hinter den Attacken unserer Mitmenschen zu erkennen und reden sie uns erst mal schön...) und dann zu lernen, aktiv dagegen vorzugehen. Die Autorin überzeugt mit psychologisch fundierten Analysen und konkreten Handlungsanweisungen. Ein ganz pragmatischer Ratgeber, um zu lernen, sich zu wehren und für sich selbst einzutreten. Das Buch war mir ein perfekter Reisebegleiter und hat die Bahnfahrt wie im Flug vergehen lassen; es liest sich derart verständlich (nicht so verklausuliert, wie in klassischen psychologischen Ratgebern) und unterhaltsam ohne an Substanz zu verlieren. Die 4 Stunden Bahnfahrt waren wie eine kleine Therapie. Ich habe den Zug verlassen in glänzender Laune, innerlich gestärkt und mit vielen guten Erkenntnissen und Vorsätzen, die ich auch erstaunlich schnell im täglichen Leben umsetzen konnte. Vielen Dank an Irene Becker!
bin total begeistert!Durch das Buch habe ich erkannt, daß ich mich jahrelang als harmoniesüchtiges Schäfchen tatsächlich zum Deppen gemacht habe. Mit tollen Tipps und praktikablen, umsetzbaren Übungen konnte ich mich in erstaunlich kurzer Zeit aus der Harmoniefalle befreien und mit einem ganz neuen Selbstwertgefühl sogar Streitereien und erste kleine Konflikte konstruktiv lösen. Zudem ist der Stil der Autorin Irene Becker witzig, supergut verständlich und sehr eingängig. Ich kann nicht nur der Damenwelt dieses Buch wärmstens empfehlen.
Es geht auch anders...... das habe ich jetzt gelernt! Dieses Buch hat mir sehr geholfen, mich selbst zu durchleuchten. Einige der dargestellten Mechanismen waren mir "irgendwie" schon bekannt, sie störten mich auch, aber erst durch dieses Buch habe ich verstanden, was da abläuft.Gefahr erkannt, Gefahr gebannt - ab jetzt werde ich mich viel leichter im Alltag durchsetzen, nicht mehr JA sagen, wenn ich NEIN sagen will. Und es war so einfach, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, da Irene Becker das Thema auch mit viel Humor!! behandelt; man muss sich beim Lesen in keiner Weise durch einen strohtrockenen, schwer verständlichen Stoff durchackern.Was man GE-lernt hat, kann man auch wieder VER-lernen - ist gar nicht so schwer. Wir müssen nicht stumpf weiterführen, was unsere Altvorderen uns vorgelebt haben. Die Belohnung winkt in Form eines völlig veränderten Selbstbewusstseins.Bin von dem Buch total begeistert!
Überflüssige TrivialitätDa hab ich mir doch einges versprochen von dem Titel. Und so lese ich von Monika und Maja. Von einer kleinen Werbeagentur, aber mit Riesenetat, in der Maja in der Buchhaltung arbeitet.
Zunächst kam ich ja ins Schwanken. Ein Kapitel wird der Tatsache gewidmet, dass unser Verhaltung durch unsere Erziehung beeinflusst wird. Eine tolle Neuigkeit, wer hätte das gedacht.
Dann kommen ganz nachvollziehbare Tipps.
Da schlägt Maja ihrem Chef einen Wunsch ab und der will sie dann aus lauter Dank zur Teamleiterin der Werbeagentur machen. Klar solche Stellen sind ja immer frei und wozu braucht man eine Ausbildung dafür, wenn man doch Buchhalterin ist. Realistisch beschrieben, so geht es eben zu in der wirtklichen Welt ??
Natürlich werden beeindruckende Ratschläge gegeben. "Geben Sie nicht nach", heisst es da in einem Beispielfall. Wiederholungen von Plattitüden der Zeitschriften.
Und doch, eines habe ich gelernt, was ich besser vorher hätte tun sollen: Das Nein-Sagen....zu diesem Buch zum Beispiel.
Brockhaus-1911: Darling · Becker [6] · Becker [5] · Becker [7] · Becker [9] · Becker [8] · Becker [4] · Becker [11] · Becker [10] · Becker · Becker [3] · Becker [2] · Becker [12]
Herder-1854: Becker [7] · Becker [6] · Becker [9] · Becker [8] · Becker [5] · Becker [2] · Becker [1] · Becker [4] · Becker [3]
Meyers-1905: Darling [1] · Darling [2] · Darling Range · Becker
Pagel-1901: Becker, Otto · Becker, Ludwig · Becker, Franz Joseph
Pataky-1898: Becker, Auguste · Becker, Adeline · Becker, Frl. Marie · Becker, Frl. Anna · Becker, Elise · Becker, Adeline · Becker, Frl. Johanna · Becker, Frau Käthe