Eschbach, Andreas

Perfect Copy - Die zweite Schöpfung

Perfect Copy - Die zweite Schöpfung
  • Verlag: Lübbe
  • Erscheinungsdatum: 2005-10-18
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 220
  • ISBN: 3404243439
  • EAN: 9783404243433
  • Amazon.de Verkaufsrang: 18.697
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Beschreibung von buecher.de

In Wolfgangs Klasse grassiert seit Wochen das Klon-Fieber. Ein kubanischer Wissenschaftler hat zugegeben, vor 16 Jahren zusammen mit einem deutschen Mediziner einen Menschen geklont zu haben. Nun sucht alle Welt nach dem Klon, der ungefähr in Wolfgangs Alter sein müsste. Und Wolfgangs Vater, Chefarzt der örtlichen Kurklinik, hat den Kubaner zur fraglichen Zeit gekannt. Als schließlich eine große Boulevardzeitung mit Wolfgangs Foto und der Schlagzeile 'Ist das der deutsche Klon?' auf der Titelseite erscheint, ist in dem idyllischen Kurstädtchen die Hölle los ...

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im Kielwasser von Harry Potter haben fantastische Jugendbücher nicht nur an Leserschaft, sondern auch an Prestige gewonnen. Kai Meyer, Autor der Bestseller Die Alchimistin und Die Unsterbliche, feiert mit seiner Trilogie um Die fließende Königin einen der größten Erfolge seiner Karriere. Auch Andreas Eschbach schreibt in erster Linie für ein erwachsenes Publikum -- Das Jesus Video und Eine Billion Dollar weisen ihn als Spannungsautor von internationalem Format aus. Mit Das Marsprojekt begeisterte er erstmals ein jugendliches Publikum, und auch Perfect Copy zeigt ihn in Hochform. Wolfgang Wedeberg ist 15 Jahre alt, als er seine Eltern zu einem Konzert des Cello-Wunderkinds Hiruyoki Matsumoto begleitet. Seit Kindesalter wird er selbst auf diesem Instrument unterrichtet, und sein Vater ist überzeugt, dass auch er bald auf den Bühnen der Welt stehen wird. Wolfgang ist sich da nicht so sicher: In letzter Zeit kommen ihm immer öfter Zweifel an seinem viel beschworenen Talent -- er möchte ein normales Leben ohne die täglichen Übungsstunden führen und mehr Zeit für seine Schulkameradin Svenja haben, die es ihm schwer angetan hat. Doch dann gerät seine Welt von einem Tag auf den nächsten aus den Fugen: Ein kubanischer Mediziner behauptet, vor knapp 16 Jahren einen Menschen geklont zu haben. Da Wolfgangs Vater zu den Wissenschaftlern gehört, die ihn damals gekannt haben, und da Wolfgang offensichtlich genau im richtigen Alter ist, gerät er in das Blitzlichtgewitter der Presse: Ist Wolfgang der Klon, von dem der Kubaner spricht, dessen Aufenthaltsort er jedoch verschweigt? Ist sein Vater deshalb so sehr von seinem Talent überzeugt -- weil er die genetischen Voraussetzungen dazu selbst geschaffen hat? Perfect Copy ist ein Spannungsroman, der sich einer der brisantesten Fragen unserer Zeit stellt: Was kann und was soll die Gentechnologie leisten? Andreas Eschbach gibt keine einfachen Antworten, sondern warnt vor vorgefertigten Urteilen und vorschneller Stimmungsmache. Er kritisiert die übersteigerte Erwartungshaltung vieler Eltern und erzählt ganz nebenbei noch eine romantische Liebesgeschichte. Schließlich soll trotz des ernsten Themas der Spaß nicht zu kurz kommen. --Felix Darwin

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von S. Forster fanden 9 von 9 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eschbachs Jugendbücher stehen seinen Thrillern in Nichts nach...

Und schon wieder ein tolles Buch von Herrn Eschbach...

Wolfgang ist auf dem besten Wege ein Star-Cellist zu werden. Seit seiner frühesten Kindheit haben seine Eltern ihn gefördert und unterrichten lassen. Doch in einem Konzert des Cello-Wunderkinds Hiruyoki Matsumoto befällt Wolfgang schlagartig die Erkenntnis, niemals so gut sein zu können. Das Leben, das vor allem sein Vater für ihn vorgesehen hat, scheint nun nicht mehr möglich. In dieser Phase der Unsicherheit wirft ihn der Verdacht der Presse, er sei der erste Klon der Welt und sein Vater sei dafür verantwortlich, gänzlich aus der Bahn.

Der Verdacht scheint zunächst durch einen Gentest aus der Welt geräumt, doch dann findet Wolfgang in der Nachttischschublade seiner Mutter ein Foto von sich mit einem unbekannten Mann. Wer ist dieser Mann? Wieso kann er sich an den Tag der Aufnahme nicht erinnern? Voller Zweifel über seine Existenz, stellt Wolfgang sein ganzes bisheriges Leben in Frage. Doch zum Glück gibt es ja Svenja, das Mädchen für das er schon lange schwärmt, und seinen besten Freund Cem, die immer auf seiner Seite sind...

Ein wirklich spannendes Buch, mit vielen interessanten Details. Nicht nur die Klontechnik wird behandelt, auch die Mathematik und die Musik. Natürlich nicht sehr ausführlich, schließlich ist es ein Jugendbuch, aber die unterschiedlichen Themen geben der Geschichte den gewissen Reiz. Besonders gut dargestellt hat Andreas Eschbach die Reaktionen in Wolfgangs Umfeld, nach Erscheinen des Zeitungsartikels. Bis auf wenige Ausnahmen glauben alle daran, dass die Behauptung, Wolfgang sei ein Klon, wahr ist. Die Mitschüler wenden sich größtenteils von ihm ab, die Lehrer, allen voran der Religionslehrer, wollen dieses unnatürliche Wesen von der Schule entfernen... Eine gewisse Panik macht sich breit.

Wie würde man selbst reagieren? Sind wir wirklich so leicht zu beeinflussen? Ich bilde mir ein, dass es mir egal wäre, dass es auf den Menschen ankommt, nicht auf seine Entstehung. Aber ist das wirklich so? Solange man nicht selbst in so einer Situation ist, kann man es wohl nicht mit Sicherheit sagen...

Das Thema Klontechnik wurde hier jedenfalls sehr gelungen behandelt und in eine fesselnde Geschichte verpackt. Sehr lesenswert ...

Diese Rezension von Paul fanden 6 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Das Buch bringt einen zum Nachdenken

Gleich am Anfang: Es macht spaß dieses (leider viel zu kurze) Buch zu lesen. Als ich anfing fesselte mich sofort die Geschichte um Wolfgang Wedeberg. Der 15jährige soll der erste menschliche Klon sein. Das bringt sein bisher gewohnt, geordnetes Leben total durcheinander. In welchem das Cello eine wichtige Rolle spielte. Mit dem Rubel um ihm beginnt Wolfgang auch sich Gedanken zu machen, ist er wirklich ein Klon, warum ist sein Vater so sehr von seinem Cello Talent überzeugt? Immer wieder gibt es neue Wendungen in der Geschichte sodass es zu einem völlig unerwarteten Ende kommt. Ich unterscheide zwischen einem guten und einem schlechten Buch, wie stark es mich zum Nachdenken anregt. Und über das Thema dieses Buches kann man sich wirklich den Kopf zerbrechen.Wie zum Beislpiel, würde ich es merken wenn ich ein Klon wäre? Leider hat das Buch nur 250 Seiten und so ist es, da man es nicht weglegen kann, schnell durchgelesen. Aber trotzdem hat sich der Kauf sicher gelohnt!

Diese Rezension von isy3 fanden 7 von 7 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Sehr gutes Jugendbuch ...

... über ein Science-Fiction-Thema, das nach wie vor aktuell ist, nämlich das Klonen von Menschen und die damit verbundenen ethischen Probleme.

Andreas Eschbach schreibt die schönsten Jugendbücher dieses Genres: Spannende Sci-Fi-Geschichten mit viel Action, glaubwürdiger Psychologie und menschlichen Entwicklungen gewürzt mit einem Schuß Humor. Die Gefühlslage junger Menschen an der Schwelle zum Erwachsensein ist meiner Meinung nach sehr gut getroffen, auch und gerade was die Suche nach der richtigen Berufswahl angeht. Ich hatte auch mit meinen sechsundvierzig Jahren auf dem Buckel noch viel Spaß an dem Roman und empfehle das Buch als nettes Geschenk für Leser ab vierzehn.

Diese Rezension von R. Kloppe fanden 8 von 9 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen ein hochinteressantes thema

„Perfect Copy" könnte ein ganz normales Jugendbuch sein. Der 15-jährige Wolfgang genießt sein Leben mehr oder weniger im beschaulichen Schwarzwald-Städtchen Schirntal. Wie ein ganz normaler Jugendlicher eben. Doch „ganz normal" ist der Roman auf alle Fälle nicht, sondern ein atemberaubender Thriller. Wolfgang ist mittendrin im Tumult, in der Aufregung, in der „Klonomanie", wie sein Freund Cem es bezeichnet. Denn vor zwei Wochen hat der kubanische Wissenschaftler Franscuelo Aznar die Weltöffentlichkeit mit der Erklärung schockiert, vor 16 Jahren einen Menschen geklont zu haben, und zwar auf Initiative und in Zusammenarbeit mit einem deutschen Mediziner, der unbekannt und unauffindbar ist. Denn seitdem Aznar bei einem Laborunfall erblindet ist, hat er keine Chance, seinen Partner wiederzuerkennen, der schließlich die Hauptverantwortung trägt. Und nun stellt sich natürlich die Frage - in Schirntal wie auch sonstwo: Wer ist dieser deutsche Arzt? Wer ist der Klon, der ungefähr in Wolfgangs Alter ist? Hinzu kommt, dass Wolfgangs Vater Arzt an der örtlichen Krebsklinik ist und den Kubaner zur fraglichen Zeit gekannt hat. Als schließlich ein Foto von Wolfgang mit dem Titel „Ist das der deutsche Klon?" in der Presse erscheint, ist die „Klonomanie" auf ihrem Höhepunkt angelangt.

Doch nach einer Genanalyse von Wolfgang und seinem Vater ist klar, dass Wolfgang kein Klon seines Vaters ist. Jemand anderes könnte nicht in Frage kommen und die Idylle kehrt zurück - und mit ihr das Vergessen des Vorfalls. Bis Wolfgang im Schlafzimmer seiner Eltern ein Foto entdeckt, dass ihn als 12-jährigen mit seinem Cello und einem ihm unbekannten Mann zeigt. Doch - erinnern kann er sich an die Situation, an den Moment der Aufnahme nicht, geschweige denn, dass er den älteren Herrn kennt. Ein schwerer Verdacht kommt in ihm auf und noch mehr seltsame Momente machen ihn nachdenklich. Ist an der Sache mit dem Klon doch etwas dran?

Auch wenn die Story nicht jeden interessieren würde, empfehle ich, es trotzdem zu versuchen. Denn enttäuscht wird niemand, von einem der besten Jugendbücher.

Diese Rezension von sf-jens fanden 38 von 48 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen zu simpel

Wolfgang ist ein 16jähriger Schüler, der den größten Teil seiner Freizeit damit verbringt, auf seinem Cello zu üben. Doch in diesem Alter denken Jugendlich nicht so sehr an klassische Musik. Wolfgang hat mehr und mehr andere Dinge im Kopf, z.B. seine hübsche Mitschülerin Svenja, die es ihm angetan hat. Während er nun sein Musikinstrument immer mehr vernachlässigt und dafür bei Svenja zaghafte Fortschritte macht, wird nicht nur er überrascht, als eine große Boulevard-Zeitung einen Artikel veröffentlicht, in dem behauptet wird, daß er - Wolfgang - der erste menschliche Klon ist.

Es ist wohl Eschbachs lockerer, angenehmer Stil, der dieses Buch überhaupt noch lesenswert macht. Denn die Story ist es nicht. Diese ist einfallslos und teilweise naiv. Zwar werden ethische und moralische Bedenken erwähnt, doch sie werden nicht ausdiskutiert und damit werden sie auch kein Teil der Geschichte. Sicherlich muß ja nicht gleich der warnende Zeigefinger erhoben werden, doch ein paar Auseinandersetzungen zum Für und Wider der Manipulation am menschlichen Genom hätten dem Roman bestimmt etwas mehr Tiefe gegeben.

Zum Ende hin wird das Geschehen etwas dramatischer, doch die Glaubhaftigkeit der Charaktere verliert von Seite zu Seite. Es ist zwar so, daß sich Menschen nach den entsprechenden Erlebnissen ändern. Aber nicht so „krumm". Aus anfänglich undurchschaubaren Personen werden nun ganz klar Supergute oder Superschlechte. Irgendwie kommt das alles zu schnell, überhastet und ein wenig zu übertrieben. Es ist, als würden zwischendurch ein-, zweihundert Seiten fehlen, auf denen es genauere Erklärungen oder die genaue Entwicklung gegeben hat.

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