Hardenberg, Irene von

Künstlerinnen

Künstlerinnen
  • Verlag: Gerstenberg Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2005-08-01
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 206
  • ISBN: 3806729085
  • EAN: 9783806729085
  • Amazon.de Verkaufsrang: 186.900
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Beschreibung von buecher.de

Für diesen Bildband öffneten 20 weltweit renommierte Künstlerinnen ihre Ateliers und gaben Auskunft über sich und ihre Arbeit. Zu sehen sind beispielsweise Jenny Savilles Palazzo in Palermo, der Platz für die größten Leinwände bietet, der fast leere'Denkraum'von Marina Abramovic, die Fabriketage von Katharina Fritsch oder das klassische Maleratelier von Cecilia Edefalk. Die Künstlerinnen lassen uns nicht nur am Entstehen ihrer Werke teilhaben, sondern sprechen auch von dem, was sie antreibt, von ihren Lebenserfahrungen und davon, was es heißt, sich als Frau im Kunstbetrieb durchzusetzen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von FrizzText fanden 10 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Dem Charisma von Künstlerinnen auf der Spur ..

"Die Seele legt, so wie der Magnet den Feilstaub, so das Gesicht um sich herum..." schrieb vor 200 Jahren der deutsche Physiker Georg Christoph Lichtenberg in eines seiner Notizbücher. Und wenn er das Buch "Künstlerinnen" zur Hand gehabt hätte, wäre ihm sicherlich aufgefallen, dass die Seele auch die Kleidung, die Wohnung, die Tätigkeiten sowie die seelenverwandten Kontakte auch um sich herumgruppiert, sodass es dem inneren, steuernden Magnetfeld entspricht. Die feinfühligen Interviews der Irene von Hardenberg (schrieb für DIE ZEIT, die FAZ, GEO u.s.w.) sowie die umsichtigen Fotos des Reto Guntil (VOGUE, ELLE etc.) spülen eine Menge Details dieser Art zu Tage. Es leuchtet ein, wieso es zu Hanne Darboven in Hamburg passt, dass sie sich mit einer fast erschreckenden Zähigkeit darin verfangen hat, endlose Papiermengen über und über mit Zahlenwiederholungen vollzukritzeln in einem Haus, welches, dieser Nüchternheit sich gänzlich widersetzend, in jedem Zimmer eine überbordende Menge buntester Sammelstücke anzieht wie das Licht die Motten - so unüberschaubar viel, dass das Elternhaus der Hanne Darboven mehrere Anbauten erdulden musste - und bald schon wieder alles voll war. Alles wird festgehalten, nichts soll gehen - davon zeugen auch die Grabsteine der Kanarienvögel, welche die Künstlerin bereits überlebt hat. Für ein antipodisches Gegenmodell stünde Marina Abramovic zur Verfügung: Die Professorin für Kunst ist in ihrem Amsterdamer "Denkraum" abgelichtet, der fast nichts beinhaltet als ein wenig Sonnenlicht und die Wanderschuhe, mit denen sie China auf jener bekannten uralten Mauer umlaufen hat. Auch die Genferin Sylvie Fleury wäre danebenzustellen, als deren kreatives Zentrum kein Atelier sondern Handy, Flughafen und Notebook anzusehen sind: dort gibt sie nach Tokio oder New York zügig durch, mit welchen Farben Einkaufswagen, Schuhe oder Autos einzufärben sind, die sie als Objekte ihrer Performances benötigt. Sie benutzt während solcher Vorgespräche die Nummern von Nagellackfarben : die sind auf der ganzen Welt gleich, somit unterlaufen keine Missverständnisse. Das "virtuelle Büro", die ultimative Beweglichkeit, scheint also das alte Maler-Atelier heutzutage zumindest in diesem Falle ersetzt zu haben. Aber unter den 20 vorgestellten Künstlerinnen von Stockholm bis Palermo, Wien bis Berlin etc. gibt es natürlich viele Künstlerinnen, bei denen traditionelle Ateliers zu erleben sind. So zum Beispiel bei der in Moskau malenden Aidan Salakhova. Sie malt in fast fotorealistischer Manier mit vielen angenehmen Rottönen: Kleidung und Möblierung tanzen da natürlich nicht aus der Reihe. Über mindest drei Brücken kann man also in die Burg, die eine Künstlerin zumeist darstellt, einreisen, um ihr Charisma, ihren "Magnetismus" zu begreifen: Über die Betrachtung der für sie typischen Kunstobjekte, über die detektivische Musterung ihrer Wohnumgebung - und drittens über das beigegebene Tiefen-Interview. Ein phantastisches Buch.

Diese Rezension fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Schönes Geschenk

Kurz und knapp: Ein wunderhübsches Buch gerade auch zum Verschenken. Für "gestandene" Frauen, über "gestandene" Frauen ... - ;-)

Künstlerinnen



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