Cronin, Vincent

Ludwig XVI. und Marie-Antoinette

Ludwig XVI. und Marie-Antoinette
  • Verlag: List Tb.
  • Erscheinungsdatum: 2005-11
  • Bindung: Broschiert
  • Seitenzahl: 596
  • ISBN: 3548605915
  • EAN: 9783548605913
  • Amazon.de Verkaufsrang: 98.709
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Beschreibung von buecher.de

Frankreich erlebte zur Zeit Ludwig XVI. eine nie dagewesene Blüte der Künste und Wissenschaften, aber es war ein krisengeschütteltes Land. Ludwig XVI. und Marie Antoinette versuchten die drohende Gefahr abzuwenden, aber die Geschichte ging ohne Gnade über sie hinweg, die Revolution forderte ihre Blutopfer auf dem Schaffott.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Frank Wardius fanden 7 von 7 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Zu viel des Guten!

Ich ging an dieses Buch ran mit der Hoffnung, daß mir, der eigendlich ein Anhänger des "Acient Regimes" war, und der in vielen Film und Fernsehproduktionen zum Revolutionär umgeformt werden sollte, endlich objektive und tiefgründige Einblicke in diese Zeit zu bekommen, ohne gleich nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit schreien zu müssen! Aber leider wurde ich enttäuscht, denn es geht fast nur um Reformversuche des Königs, und die anderen Personen, selbst seine Frau, bleiben einfach im Hintergrund! Leider wurde hier sehr viel verschenkt, und deshalb lobe ich mir Stefan Zweig, dem es gelang, schon vor 70 Jahren ein spannendes Buch zu schreiben, dieses hier ermüdet leider, denn die Parteinahme für den armen Ludwig ist selbst für einen Royalisten zu viel!

Diese Rezension von Daniela Haarmann fanden 7 von 7 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Informativ, aber unhistorisch und zu emotional

Vincent Cronin schreibt eine zwar sehr informative und leicht verständliche Biographie über das Leben Ludwigs XVI. und seiner Frau Marie Antoinette, aber in oftmals unhistorischen und zu emotionalen Stil.

Cronin stellte das Leben der beiden oben genannten Personen strukturgeschichtlich dar, d.h. er schrieb über gewisse Aspekte in deren Leben, wie z.B. die Halsbandaffäre oder das Privatleben des Königs. Daher wird der Ballhausschwur auch vor Beginn der Revolution besprochen. Hier liegt das Problem dieser Darstellungsweise: Es verwirrt den Leser aufgrund der Sprünge in den einzelnen Daten und der Leser hat am Ende keinen Überblick wann, was war. Doch muss man positiv erwähnen, dass diese Methode der Darstellung viel ausführlicher die Details beschreibt und man am Ende über die Zusammenhänge besser bescheid weiß, als mit der herkömmlichen Dartsellungsweise, nämlich der chronologischen. In diese fällt aber am Ende der Biographie, was angemessen erscheint und die Sachverhalte, nämlich Verurteilung und Hinrichtung des Könogspaars, genauso gut verdeutlicht, wie die erste Methode, nur mit dem Vorteil, dass man einen genaueren Überblick über den Ablauf hat.

Was einen aber mehr stört, ist die emotionale Scheibweise des Autors. Geschichtsschreibung ist nie objektiv, aber er gibt sich nicht mal die Mühe, objektiv und sachlich zu wirken. Seine Sympathien für den König sind nur zu deutlich. Mag Cronin auch Royalist sein, aber in einer Biographie soll er seine politische Orientierung zumindest nicht so offensichtlich darstellen.

Auch, dass er ständig den "Was wäre wenn"- Konjunktiv benutzt, stört. Schließlich schreibt er eine Biographie über historische Fakten und kein Märchenbuch. Auch sein Kommentar "Ich glaube, Ludwig wäre ein guter englischer König gewesen" ist mehr als überflüssig, auch wenn er im Epilog angeführt wird. Erstens war Ludwig XVI. kein englischer König und zweitens ist es völlig irrelevant, was er glaubt, da er Wissen vermitteln soll und nicht seine persönlichen Spekulationen. Alles Dinge, die man schon in der Schule lernt, wenn es um Darstellungsweise und Widergabe historischer Sachverhalte geht.

Doch muss zu guter letzt noch positiv angeführt werden, dass seine zynischen Bemerkungen und ausgemalten Beschreibungen die Biographie packend und lebendig macht.

Allen in allem eine durchaus lesenswerte Biographie, bei der man sich aber eine kurze Chronologie über die historischen Abläufe daneben legen sollte.

Diese Rezension von Clementine fanden 6 von 6 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Beeindruckende Recherchearbeit

Ein Stern Abzug, weild er Autor allzu offensichtlich mit Ludwig XVI. und Marie-Antoinette sympathisiert und nicht neutral genug ist.

4 Sterne fuer die eindrucksvolle Recherchearbeit, die der Autor geleistet hat - er hat nicht einfach scheinbares Allgemeinwissen abgeschrieben, sondern selbst recherchiert, statt sich auf seine Vorgänger zu verlassen, und ist dabei zu erstaunlichen neuen Erkenntnissen gekommen. Hut ab!

Ich war entsetzt darueber, dass Stefan Zweig zwei Briefe unterschlagen hat, nämlich die, die seine freudianische Version vom Eheleben der beiden widerlegen!

Diese Rezension von FrolleinGoletz fanden 6 von 6 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen KEINE Doppelbiographie!

Alles in allem ein sehr gutes Buch, aber es hat zwei "Makel":

1) Es ist keine Doppelbiographie, wie im Titel angekündigt wird, Cronin scheint vor allem ein Interesse für Louis XVI zu haben, dessen Biographie macht etwa 90 % des Buches aus.

2) Sehr viele zeitliche Sprünge - jemand stirbt und wird begraben und dann taucht er ein paar Seiten später oder im nächsten Kapitel nochmal aktiv in Regierungsgeschäften auf.

Ein Leser ohne viel Vorwissen (wie ich) wird so immer wieder aus der Bahn gebracht, weil er wieder alles einordnen muss und erstmal nicht mehr weiß, wo er jetzt eigentlich ist. Störend für den Lesefluß. Die Recherche ist wirklich beeindruckend und die Nachweise für die Angaben zahlreich. Andererseits wird sehr viel Raum im Buch vom Entwurf einzelner Gesetze und deren Durchsetzung sowie Verwaltungsaufwand eingenommen, alles vorwiegend in dem Ton "was hat nicht alles der Louis XVI doch für die Leute gemacht, was für ein toller, moderner König". Man merkt, dass Cronin eindeutige Sympathie für die Krone hat, was sich natürlich auch seine Beschreibungen auswirkt. So werden negative oder schwache Charakterzüge Louis XVI nicht als solche anerkannt, sondern immer zu rechtfertigen gesucht, was zwar interessant ist, aber irgendwann an der Glaubwürdigkeit der Aussagen zweifeln lässt.

Dennoch alles in allem ein absolut empfehlenswertes Buch, für den Einstieg zumindest.

Diese Rezension von arwintwo fanden 5 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Sehr informativ und genau.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es ist voller Informationen. Der Autor verfällt nicht dem typischen Charakterbeschreibungen (die man ja ziemlich oft lesen muss), sondern zeigt alle Ereignisse klar und mit Abstand. Die genannten Fakten, beruhen auf Tatsachen, also eine geschlossene Biographie beider Personen, die den waren Geschehnissen gerecht wird.

Das Buch ist absolut zu empfehlen.

Ludwig XVI. und Marie-Antoinette



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