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Seit zwei Jahrzehnten verlassen sich Schweizer Banker bei ihren Risikogeschäften auf 12 goldene Regeln. Max Gunther hat diese Axiome in seinem Buch zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Autor verspricht: 'Wer die Regeln befolgt, kann nicht nur profitabel investieren, man wird dabei auch noch Spaß haben.' Neben den 12 Hauptregeln gibt es auch noch 16 Neben-Axiome, die Max Gunther anschaulich erklärt. Ein Muss für jeden, der risikoreich investieren und trotzdem ruhig schlafen will. - Die 12 wichtigsten Axiome für Risikogeschäfte - Die Axiome sind für alle Finanzgeschäfte gültig - Von Schweizer Bankern erprobt und vielfach eingesetzt - Risikoreich investieren und trotzdem sicher profitieren
Beherzigenswerte BörsenregelnWas früher als Anlageratschläge daherkam, nennt Max Gunther "Axiome". Das klingt natürlich wissenschaftlicher und hat etwas an sich, das kaum Widerspruch zulässt, nicht zuletzt in Kombination mit dem in Finanzfragen nach wie vor Vertrauen erweckenden Schweizerkreuz. Dabei sind die zusammengetragenen Verhaltensregeln - einigen wir uns auf diesen Begriff - alles andere als neu und ganz sicher nicht wissenschaftlich. Stattdessen plaudert Gunther aus dem Nähkästchen eigener Erfahrungen bzw. präziser aus den Kästchen seiner Verwandten, Freunde und Bekannten. Das liest sich alles durchaus interessant und ist angesichts des meistens sehr flotten Stils auch ganz amüsant. Eine Prise mehr Diskussionsfreude hätte dem Autor allerdings gut zu Gesicht gestanden. Oder ist es Ironie, wenn er im vierten Axiom eindringlich fordert, dass man Anlageberater und andere Finanzorakel doch bitte niemals ernst nehmen soll? Sich selbst und seine Lehrmeister klammert er da wohlweislich aus. So hält das Buch für Börseneinsteiger probate Verhaltensregeln parat, wird Fortgeschrittenen aber kaum mehr als ein Lächeln abringen. Wichtig zu wissen ist noch, dass das englische Original bereits im Jahr 1992 erschien, nach einer zehnjährigen Hausse an den Börsen - was so einiges erklärt, meinen wir.
Alles Rainer ZufallDer Titel war vielversprechend und bis zum ersten drittel des Buches fand ich es auch inhaltlich interessant, zumal der Autor mit dem ersten „Anxiom“ eine diamentral entgegengesetzte Meinung vertritt, wie es sonst in 0815-Börsenliteratur steht. Hinzu kommt, dass die Quintessenz eines jeden „Anxiom“ am Ende des Kapitels nochmal kurz zusammengefasst wird, was den Eindruck eines strukturieten Lehrbuches vermittelt. Die pragmatischen Geschichten, die über das ganze Buch verstreut zu finden sind, passend zu jedem "Anxiom", sind für Unerfahrene sicherlich ein nützlicher Leitfaden .......aber dann begann der Autor, meines erachtens, nicht ganz unbedeutende Analyseinstrumente (Chartanlayse , statischtische Auswertung) in Frage zu stellen und rät jedem sich davon zu distanzieren.
Es werden auch keine Alternativen, zu den kritisierten Oberen genannt, statt dessen soll man lieber auf sein Inneres hören, aber auch nicht immer; die Meinung der Allgemeinheit ist meistens falsch, aber nicht immer...usw...Für Ihn gibt es nur eine Determinate: GLÜCK
Ansonsten bedient sich das Buch der ganz normalen Klischees: warnt vor Gier, kleinere Verluste mitnehmen um größere zu vermeiden, Oprtunitätskosten stehts berücksichtigen , ....Ich hatte mit meiner Investition, was dieses Buch anbelangt, kein Glück. Ich hätte mir lieber die Meinung einer Fachzeitschrift einholen sollen, anstatt mich auf mein Bauchgefühl zu verlassen.
Alles axiomatisiert?Wir haben für alles Regeln, deshalb brauchen wir auch welche für unser Verhalten an den scheinbar undurchschaubaren Finanzmärkten. Ohne Regeln fühlen wir uns verlassen, mit Regeln haben wir Sicherheit und Verläßlichkeit. Das glauben wir jedenfalls. Wir sind es auch gewohnt, daß wir bei Regelverstößen bestraft werden, während bei Gehorsam manchmal auch eine Belohnung gewährt wird. An den Finanzmärkten ist alles anders. Wenn es dort Verhaltensregeln zu beachten geben sollte, dann können diese nur eine sehr grobe Näherung an ein optimales Verhalten sein. Finanzmärkte sind komplexe Systeme und deshalb hochgradig zufällig. Das heißt jedoch nicht, daß man prinzipiell von ihnen nicht profitieren könnte. Die Märkte nehmen den meisten Marktteilnehmern Kapital und geben es einigen wenigen. Und wenn man zu diesen wenigen dauerhaften Gewinnern zählen will, dann muß man die hohe Kunst der Adaption an die Märkte beherrschen, was dieselbe Demut erfordert, die ein guter Surfer vor dem Meer hat. Doch wer ist schon demütig? Wenn man Regeln für Risikogeschäfte braucht, dann ist dieses Buch eines der besten, das ich in diesem Zusammenhang gelesen habe. Es verbreitet jedenfalls keinen Schwachsinn, wie viele andere Werke von sogenannten Experten. Das merkt man bald, denn einige Regeln laufen solchen „Expertenmeinungen“ zuwider. Beispielsweise sagt das Nebenaxiom II, daß man dem Reiz der Diversifikation widerstehen soll. Ein weiser Ratschlag, der allerdings nur sticht, wenn man eine gewinnbringende Methodik hat. Regeln wie „Nehmen sie Gewinne immer zu früh mit!“ zeigen hingegen, daß das sture Befolgen der Axiome nicht zu optimalen Resultaten führen wird. Wer sich wirklich mit den Finanzmärkten anlegen will, der braucht mehr als ein paar grobe Axiome. Das Universum hat hohe Hürden aufgebaut, um zu verhindern, daß jeder einfach und mühelos an den Finanzmärkten dauerhaft Gewinne erzielen kann. Die Zürich-Axiome helfen auf diesem Weg ein kleines Stück, und das auch nur am Anfang des Weges. Es liest sich gut, verflacht allerdings zunehmend. Für Neulinge ist das Buch dann nützlich, wenn man es nicht überschätzt oder gar glaubt, daß man mit den Axiomen für jede Situation gewappnet ist. Eine systematische Methodik für Risikogeschäfte liefert es nicht, denn das erfordert Kreativität. Und die läßt sich glücklicherweise nicht axiomatisieren.
ExzellentDas beste Buch was ich bisher über Financial Behavior gelesen habe.Die 12 Axiome drehen sich um:1. Risiko
2. Gier
3. Hoffnung
4. Prognosen
5. Muster
6. Mobilität
7. Intuition
8. Religion und das Okkulte
9. Optimismus und Pessimismus
10. Konsens
11. Sturheit
12. PlanungHier kann man wirklich was lernen. Es werden keine allgemeingültigen Phrasen wiederholt sondern klare Tips gegeben.