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Ihr Freund Mike ist ein Luxus, den Cara sich leistet. Während sie als erfolgreiche Reisemagazin-Redakteurin ihr Organisationstalent unter Beweis stellen kann, liegt Mike ihr als unbeholfener Schriftsteller auf der Tasche. Aber er kann kochen und ist deshalb für Cara, die gutes Essen liebt, unentbehrlicher Koch und Hausmann. Es kommt Cara nicht ganz ungelegen, als sie zu einer dreiwöchigen Journalisten-Reise nach Vietnam eingeladen wird. Hier will sie über ihre Beziehung zu Mike nachdenken. Doch dazu bleibt keine Zeit, denn bei einer Heißluftballonfahrt stürzt sie mit der Besatzung mitten über dem Dschungel ab. Es folgen Tage des Umherirrens. Schließlich trifft die kleine Gruppe weitab der Zivilisation auf ein Ureinwohner-Dorf, dessen Anführer Sergeant Lien in seinen Bemühungen, Kontakt zur Außenwelt herzustellen, nicht zu durchschauen ist, und außerdem an Cara Gefallen findet. Als die beklemmende Situation im Dorf unerträglich wird, bleibt für Cara nur ein Ausweg: die Flucht. Da tut sich Hilfe von ganz anderer Seite auf ...
Ein Volltreffer für das Romantic Suspense Genre!Das ist mal ein interessanter Romantic-Suspense!
Allein schon das Setting des Romans ist ungewöhnlich und verspricht einen interessanten Roman, denn die Geschichte spielt in Vietnam. Nicht gerade ein Ort, den wir in vielen Liebesromanen finden und gerade deshalb um so interessanter.
Die Geschichte ist spannend und sehr rasant und dazu eine wirklich wunderschöne Liebegschichte inmitten einer Fluchtgeschichte im Dschungel. Hinzu kommt, das ich das Gefühl hatte, das der Autor (ja, D.D. Camberley ist ein Mann) etwas von Land und den Leuten zu verstehen scheint. Seine Ausführungen zur Politik des Landes sind sehr interessant, allerdings in genau der richtigen Dosis, denn immerhin ist dies ein Liebesroman. Da sind Hintergrundinfos zwar immer schön, aber natürlich sollten sie nur den Rahmen einer schönen Liebesgeschichte bilden.
Eine spannende, hintergründige und sehr sehr gut geschriebene Geschichte - den Autor kann man nur empfehlen.
Unspektakulärer Romantic Suspense, schön für Vietnam-FansCara durchquert als Reisejournalistin Vietnam. Ihren Freund Mike hat sie daheim zurückgelassen. Sie braucht Abstand zu dem lethargischen Möchtegern-Autor, um die Partnerschaft zu überdenken. Ein Ausflug im Fesselballon endet tragisch. Bei einem Unwetter stürzt Cara mit ihren Begleitern ab, irrt danach zunächst allein, später mit weiteren Überlebenden durch den Regenwald. Statt von einer Suchmannschaft werden die Verunglückten jedoch von einer Gruppe Söldner entdeckt und verschleppt, um sie als Faustpfand gegen Regierungstruppen einsetzen zu können. Cara ahnt nicht, dass die vermisste Gruppe in offiziellen Kreisen bereits aufgegeben wurde. Nur Mike macht sich auf den Weg nach Asien, um die Frau, die er liebt, zu finden.Als Romantic Suspense, wie er beworben wird, und worauf der Klappentext hindeutet, sollte man den Roman nicht lesen, denn dieser Bezeichnung kann er einfach nicht gerecht werden. Dafür ist sowohl der Spannungsanteil – selbst mit der mitreißenden Beschreibung des Ballonunglücks – aber vor allem auch der Hauptcharakter zu unspektakulär. Den Lesern wird leider vorenthalten, wie sich der junge Mann vom Softie zum Dschungelhelden mausert. Ebenso unbefriedigend ist die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten. Die Beiden haben rein gar nichts gemein, was noch zu kompensieren wäre. Nur leider fehlt auch jegliche Chemie zwischen Cara und Mike, und die Schilderung der körperlichen Beziehung wirkt seltsam deplatziert. Gute Unterhaltung bietet das Buch allerdings, wenn man sich auf die eindrücklichen Schilderungen über Land und Leute einlässt. Der Autor versteht es, uns die Exotik, die Schönheit aber auch die Probleme Vietnams näher zu bringen. Wer sich für diese Kulisse interessiert, wird wahrscheinlich nicht enttäuscht.
Verschollen im vietnamesischen RegenwaldCara Weinert ist als Reisejournalistin bei einem Münchener Hochglanzmagazin angestellt. Ihr Job, der sie öfters in ferne Länder verschlägt, füllt sie aus. Was ihr Privatleben angeht, so weiß Cara selbst nicht genau, ob sie sich als glücklich bezeichnen kann. Sie lebt mit dem bisher unveröffentlichten Autor Mike Fellinger zusammen. Dass sie ihn quasi „aushält" beschäftigt sie dabei weit weniger als die Frage, warum sie eigentlich mit ihm zusammen ist. Cara ist sehr agil, berufsbedingt neugierig auf Gott und die Welt, und als gestandene Karrierefrau finanziell unabhängig. Dagegen wirkt Mike regelrecht antriebslos und muss von seiner Freundin fast dazu getreten werden, doch wenigstens ein Exposé an einen Verlag zu schicken, auch wenn er selten einmal eine neue Romanidee weiter als 50 Seiten ausarbeitet. Er mag zwar exotisches Essen, das aber doch lieber selbstgekocht in den eigenen vier Wänden. Selbst der Besuch eines asiatischen Restaurants ist für ihn schon ein Abenteuer.Als Cara für einen Reisebericht ein paar Wochen allein nach Vietnam fliegt, ist dies somit nicht nur die Gelegenheit, ein aufstrebendes Urlaubsziel zu entdecken, sondern auch, um sich über ihre Beziehung klar zu werden. Die Journalistin plant, eine Reportage über eine Reise in einem Luxuszug zu schreiben. Als sie in der Hotelbar einem ehemaligen britischen Kollegen begegnet, lädt dieser sie ein, ihn vorher auf einer Ballonfahrt zu begleiten, welche er zum Dreh eines Werbefilms für eine Teefirma durchführt. Diese Fahrt endet jedoch im Desaster, die vier Heißluftballons geraten in einen Taifun und stürzen über dem Dschungel ab. Cara wird erst nach Tagen von ein paar anderen Überlebenden in den Mangrovenwäldern gefunden.Für die Abgestürzten beginnt eine Odyssee. Und ständig kommt es zu Streitigkeiten, so dass die Gruppe sich schließlich aufteilt. Die durch eine Malaria geschwächte und zeitweise bewusstlose Cara bleibt zurück bei einem Einheimischen und ihrem niederländischen Kollegen Brongersma, der sich ihr in der Vergangenheit schon öfters unsittlich genähert hat. Statt zurück in die Zivilisation zu finden, werden sie von einer paramilitärischen Truppe unter Führung von Sergeant Lien gefangen genommen und in ein abgelegenes Camp verschleppt. Für den Rest der Welt gelten sie als tot, daheim in Deutschland kann sich Mike damit aber nicht abfinden. Er will auf eigene Faust das Absturzgebiet durchkämmen.Vietnam ist kein gewöhnlicher Schauplatz für einen spannenden Liebesroman. Der Autor versteht es, einem dieses fremde Land nahe zu bringen. Man ist fasziniert vom Flair Saigons oder der atemberaubenden Schönheit des Regenwaldes, wenn die Protagonistin ihre Eindrücke mit dem Leser teilt. Auch gibt es Einblicke in Geschichte und Politik des gebeutelten Staates. Ebenso ist die Beschreibung der Einheimischen und vor allem der Lebensgewohnheiten der Dorfbewohner glaubhaft und interessant.Was die Spannung angeht, so kann die zweite Hälfte des Romans nicht mehr ganz mit dem Tempo des Anfangs mithalten, wo besonders der aufkommende Sturm und der Absturz der Ballons eindrucksvoll geschildert werden. Sobald die Gefangenen aber im Guerilla-Camp eintreffen, scheint die Handlung sich an die behäbigere Lebensweise der dortigen Bewohner anzupassen. Die versäumte Geschwindigkeit wird dann am Schluss leicht überhastet aufgeholt. Alles in allem läuft die Geschichte ein bisschen zu glatt. Nicht nur, dass Cara sich erstaunlicherweise - nach lediglich einem Vietnamesisch-Crashkurs im Sprachlabor vor der Abreise - problemlos mit den Einheimischen verständigen kann, mutet seltsam an. Auch Mikes Wandlung vom Pantoffelhelden zum Ein-Mann-Rettungsteam wirkt nicht ganz glaubwürdig. Er bewältigt seine selbstgestellte Aufgabe mit Bravour und ohne wirkliche Komplikationen. Große Teile seiner Suchaktion werden gar nicht geschildert, sondern geschehen im Off. Schlussendlich wirkt der Böse auch eher als Schaf im Wolfspelz.Dem Anspruch eines Vertreters des Romantic Suspense Genres wird der Roman ebenfalls nicht gänzlich gerecht. Es ist nicht klar, wie zwischen diesen so unterschiedlichen Protagonisten ursprünglich überhaupt eine Beziehung entstehen konnte. Sie scheinen anfangs mehr aus Gewohnheit zusammen zu sein. Das große Sehnen nach dem Anderen wirkt zumindest bei Cara doch leicht überzogen. Die einzige explizite Liebesszene im Roman wirkt wie nachträglich eingeschoben. Der Funke, der zwischen dem Paar bestehen soll, springt nicht wirklich auf den Leser über. Wer allerdings das Hauptaugenmerk nicht auf die Liebesgeschichte legt, wird gut unterhalten.
Ein "liebevoller" ReiseführerMan merkt, dass Camberley sich nicht nur im Metier Liebesromane auskennt (als Autor zahlreicher Bastei-Lübbe-Romane unter anderem Namen), sondern auch im Bereich seriöser Reiseführer über "exotische" Plätze dieser Welt. Der Roman ist flüssig geschrieben, beste Unterhaltung und man/frau erfährt beiläufig Informationen über das heutige Vietnam. Lassen Sie sich nicht vom Klappentext abhalten :-) Mit dem Roman tauchen sie kostengünstig in eine andere Welt ein und unterhalten sich prächtig. Kaufen! Warum dann nur vier Sterne: die Aufmachung, die Werbung für die Reihe führt zumindest bei Camberleys Buch in die falsche Richtung Arzt- und Adel-Romane ohne großen Realitätsbezug und das wird diesem Buch nicht gerecht!
Ein Liebes- und Abenteuerroman mit viel HintergrundinfosDer Liebes- und Abenteuerroman „Im Tal des weißen Tigers" von D. D. Camberley ist für mich vor allem deswegen interessant, weil er in Südostasien spielt: Genauer gesagt in Vietnam, aber auch in Thailand und Kambodscha.
Die Geschichte handelt von der Münchner Reporterin Cara Weinert, die für ihr Magazin einen Reise-Bericht über eine Bahnfahrt von Ho Chi Minh City nach Hanoi plant. Bevor sie diese Reise antreten kann, gerät sie jedoch bei einer Ballonfahrt in einen Sturm und stürzt im Dschungel ab. Dort fällt sie in die Hände einer zwielichtigen Truppe von Freischärlern, die sie als Geisel halten und Lösegeld erpressen wollen. Da die offiziellen Stellen nicht verhandeln und die Suche aufgeben, macht sich Caras Freund auf eine abenteuerliche Suche nach ihr und reist - ohne Visum - über Thailand und Kambodscha ein, um sie zu suchen und zu befreien. Es kommt zu einem Happy End an einem der romantischsten Schauplätze Vietnams.
Die Geschichte ist bis zum Schluss spannend gehalten, und D. D. Camberley, selbst jahrelang mit einer Vietnamesin verheiratet, kennt Land und Leute, und versteht sich darauf, die Mentalität und Schönheit des Landes zu vermitteln.
Dabei werden Probleme, mit denen Südostasien heute zu kämpfen hat, nicht unterschlagen: Ohne augenfällig zu politisieren, hat D. D. Camberley die Problematik des Raubbaus an der Natur, die Auswirkungen der Globalisierung auf die Menschen vor Ort und die heute noch spürbaren Folgen des Amerikanischen Krieges in die Handlung eingeflochten.
So erklärt die Protagonistin des Romans bereits zu Anfang über die geplante Luxus-Zugfahrt: »„Alles Veteranen aus den USA", ... „Stell dir vor, die Leute, die vor wenigen Jahren das Land in die Steinzeit zurückbomben wollten und unglaubliche Verwüstungen angerichtet haben, fahren heute im Luxuszug durch die Gegend, lassen sich die edelsten Weine servieren und schauen zu, wie sich draußen vor den Fenstern die Bauern in den Reisfeldern abplagen und dabei noch aufpassen müssen, dass sie nicht auf irgendwelche Blindgänger treten. Zwischendurch machen die Touris vielleicht noch einen Ausflug in die zehn Prozent der Urwälder, die sie damals übrig gelassen haben, und knallen die letzten drei Elefanten ab, die sie noch in freier Wildbahn antreffen."«
Ganz nebenbei erfahren wir auch ein wenig Historie und lernen an eingebetteten Beispielen die Märchenwelt Vietnams kennen, ohne dass dadurch die Haupthandlung an Spannung verliert. Ein lesenswerter Roman, dem es auch an Humor nicht fehlt. Etwas für lange Winterabende, zum Verschenken und Selberlesen.
Adelung-1793: Weißen · Weisen · Heim weisen
Brockhaus-1809: Die sieben Weisen · Die Weißen · Sieben Weisen Griechenlands · Stein der Weisen
Brockhaus-1911: Schnalser Tal · Maderaner Tal · Stanzer Tal · Venter Tal · Tauferer Tal · Kapruner Tal · Fender Tal · Eringer Tal · Fuscher Tal · Hirschberger Tal · Gurgler Tal · Stein der Weisen
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