Newton, Helmut

A Gun for Hire

A Gun for Hire
  • Verlag: Taschen Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2005-10-01
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 216
  • ISBN: 3822846430
  • EAN: 9783822846438
  • Amazon.de Verkaufsrang: 346.525
Bestellen Sie über obige Links! Sie fördern dadurch die Digitalisierung weiterer Bücher, da Zeno.org eine Provision von dem Sponsor erhält. Wann immer Sie etwas bestellen möchten - prüfen Sie vorher die Millionen von Angeboten, die im Zeno.org-Shop beschrieben sind. Bookmarken Sie die Einstiegsseite in den Zeno.org-Shop für spätere Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Beschreibung von buecher.de

Helmut Newton sah sich und seine Arbeit nicht als eine Kunst für Galerien und Museen, sondern ganz prosaisch als eine Waffe, die man mieten kann - 'a gun for hire'. Das schnörkellose Werk des vielleicht am meisten gefeierten Fotografen des 20. Jahrhunderts widersetzt sich jeder Kategorisierung. Newton sträubte sich stets gegen die Bezeichnung 'Kunst' und überlässt es nun dem Betrachter selbst, dies heute, in Anbetracht der zahllosen Schauen in Museen und Galerien, anders zu sehen. TASCHENs A Gun for Hire vereint eine Auswahl von Newtons Modefotografie der frühen 80er Jahre bis 2003 und seine letzten Bilder für die amerikanische und italienische Vogue - alles Auftragsarbeiten des 'gun for hire'.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von FrizzText fanden 3 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Die Vergötterung der Frau

Das Christentum, erst recht der Islam, haben die Vergötterung der Frau abgeschafft. Das war in der griechischen, römischen und ägyptischen Religion keinesfalls so (die Azteken rissen allerdings den Jungfrauen das Herz aus dem lebendigen Leibe). Newton hat das Rad der Entwicklung zurückgedreht, die Wertung auf den Kopf, besser wieder auf die nackten Füße gestellt - obwohl, beim Besuch der Ausstellung A GUN FOR HIRE in Berlin, im mehr als empfehlenswerten "Museum für Fotografie" am Bahnhof Zoo, Jebensstr.2, dort konnte man im nachgebauten Arbeitszimmer von Helmut Newton eine unbekleidete Puppe den Kopfstand praktizieren sehen. Manchmal dachte ich, Newton sei zynisch, Frauen-verächtlich, betone den Machtkampf zwischen den Geschlechtern zu sehr. Nach der Lektüre seiner Autobiographie dachte ich: "Welch ein humorvoller, geistreicher Mensch!" Nach dem Genuss des Filmes seiner Frau über seine Arbeit, dachte ich, oh Gott, mir wird bei diesem Handkamera-Gewackel schwindelig. Nach der Lektüre des Museums-Katalogs A GUN FOR HIRE werde ich stets wieder ruhig. Newton war geschickt. Er betrachtete sich selbstironisch als GUN FOR HIRE, als einen leider des lieben Geldes wegen mietbaren Killer. Aber wenn er einen banalen "Killer"-Auftrag mit den dazugehörigen simplen, meist ja kindischen Ästhetik-Richtlinien für irgendein Modemagazin ausgeführt hatte, nämlich das Ablichten einer Dame in vorgegebener Garderobe, verkaufsfördernd ins Bild gesetzt, schaffte er es in den meisten Fällen, nach Beendigung dieser gehorsamen Arbeit für das kapitalistische System der Kaufanheizung, auf eine andere, menschliche, erotische, erwachsene und nicht mehr infantile, reale und nicht mehr prüde, sich selbst darstellende, ja experimentierend auslebende Ebene im Dialog mit den gerade noch zugeknöpften Modellen zu klettern. Die anwachsende Bildersammlung aus dem Wurmfortsatz danach schälte sich allmählich als diejenige einzigartige Kunstform heraus, welche die Geschichte der Fotografie mit dem Namen Helmut Newton nun verbindet. Vor dem Besuch der Ausstellung A GUN FOR HIRE (in der langen Nacht der Museen, Januar 2006) war ich im nächtlichen Holocaust Stelenfeld herumgeirrt. Newton hatte es geschafft, dem Wahnsinn des Hitlerreiches zu entfliehen. Unter der Fuchtel irgendeiner Ideologie hätte das Werk Newtons nie entstehen können. Zunächst im Privaten, sodann in einer Gesellschaft, die Freiheitsspielräume gibt, war es ihm möglich, erneut wieder etwas zu schaffen, was sich als "Vergötterung der Frau" durchaus korrekt bezeichnen ließe. A GUN FOR HIRE ist das mahnende Vermächtnis, das er kurz vor seinem Tod jener Stadt vermachte, die ihn fallen gelassen hatte. Hoffentlich erlernen genügend wache Menschen, was er vermitteln wollte ...

Diese Rezension von FrizzText fanden 3 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Woman as an idolized goddess again...

The Christianity and even more the Islam have abolished to idolize woman as a goddess. However this was the daily use in the Greek, Roman and Egyptian religion (sorry to remember, that the Aztecs tore the heart of young virgins out of the live body). Newton has reversed this development - he told us, to idolize women again. I visited the Helmut Newton exhibition A GUN FOR HIRE in the "Museum for Photography" in Berlin, near the Station ZOO, Jebens-Street 2. Sometimes I thought Newton is cynical, contemptuous against women, emphasizes the power struggle between the sexes too much. After the reading of his autobiography I thought: "What a humorous, witty person! " After having the pleasure to watch the film of his wife on his work, I thought, oh God, I get dizzy by this hand-held shaking camera. After the reading of the museum catalogue A GUN FOR HIRE I always get quiet again. Newton was skilful. He regarded himself as A GUN FOR HIRE self ironically, as an unfortunately rentable killer because of the kind money. But if he had carried out a banal "killer" order with the necessary simple, most childish aesthetics guidelines for any fashion magazine, showing the models in a predefined wardrobe sales beneficially - then he afterwards extended the dialog with a lady in most cases after completion of this obedient work for the capitalist system of the chewing fan heating - then he enlarged the dialog into the direction of more human, erotic, adult and no longer infantile situations, real and no more prudishly, running free experimenting for new emotion and aura. The growing picture collection from the vermiform appendix after that official work peeled out that image, that unique art form, which everyone connects now with the name Helmut Newton - a milestone in the history of photography. Before the visit of the exhibition A GUN FOR HIRE (in the long night of the museums in Berlin, January 2006) I went astray in that nightmare of holocaust stele field in Berlin. Newton had managed to escape from the insanity of the Third Reich. Newton's work could have never resulted under the thumb of any ideology. At first in the private, thereupon in a society, where is the liberty to make something new, it was possible for him, to make what could correctly be described as "making a woman to an idolized goddess" again. A GUN FOR HIRE is the reminding bequest which, shortly before his death, he bequeathed to that town which had dropped him 1938. I hope, that Berlin people (and many more) will awake and learn, what he wanted to show...

Diese Rezension von Bildschöne Bücher GbR fanden 0 von 2 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Mehr Mode, weniger Kunst

"A gun for hire", so bezeichnete sich der Starfotograf Helmut Newton selbst, wenn es darum ging, im Auftrag von Modeschöpfern, Zeitschriften, Sanitärfirmen oder sogar Baumärkten Produkte in Szene zu setzen. Die Ergebnisse sollten die Mode- und Werbefotografie revolutionieren. Der wohl meistgefeierte Fotograf des 20. Jahrhunderts sträubte sich stets gegen den Begriff "Kunst" für seine Fotografie, in diesem Band werden nun ausschließlich die von seiner Witwe June sorgfältig ausgewählten Auftragsfotos von 1960 bis 2003 gezeigt. Die "Gun for Hire", dessen Werke in diesem neuen Buch von Taschen gezeigt werden, scheint uns weitaus interessanter als der "Riefenstahl für Arme", der sich mit den "Big Nudes" feierte.

A Gun for Hire



Bookmarks
delicious wong linkarena google