Marx, Karl; Engels, Friedrich

Das Kapital und Manifest der Kommunistischen Partei

Das Kapital und Manifest der Kommunistischen Partei
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2005-12-01
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 951
  • ISBN: 3898791424
  • EAN: 9783898791427
  • Amazon.de Verkaufsrang: 365.375
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Beschreibung von buecher.de

Das Kapital' ist Karl Marx´wissenschaftliches Hauptwerk. Marx schrieb ganze 15 Jahre am ersten Band und versucht in seiner komplexen Abhandlung hinter die versteckten Funktionsweisen des Kapitalismus zu kommen. Inklusive des Textes 'Manifest der kommunistischen Partei'.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kapital von bleibendem Wert

Zum Ende eines jeden Jahres wird aufgeräumt. Auch vor dem Bücherschrank mache ich da nicht Halt. Zu jedem Jahreswechsel muß notwendig der ein oder andere Band seinen sonnenbeschienenen Platz im Regal gegen die Dunkelheit und Enge in einer der -- immerhin wohlsortierten -- Kisten auf dem Speicher eintauschen. Drei blaue Folianten mit dem Titel Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie, erworben 1980 von mir damals gerade mal 19-Jährigen (für, wenn ich mich recht entsinne, sage und schreibe zehn Ostmark -- kann das sein?-, zwangsumgetauscht gegen "unsere echte D-Mark"), haben bislang bei jeder Aufräumaktion ihren Platz verteidigen können. Und dies wird auch zum Ende dieses Jahres nicht anders sein, wenn mit dem Dezember das Jahrhundert und mit diesem -- wenn man es so rechnen will -- das Jahrtausend zu Ende geht. Was (außer den zahllosen Zitaten) wird bleiben von Karl Marx nach dem Ende von so gut wie allen kommunistischen, ja auch nur sozialistischen Staatswirtschaften dieser Welt? Wird sich die Erinnerung an sein Werk mit dem Nachgeschmack des untergegangenen Totalitarismus im Osten Europas allmählich ganz im Nichts verlieren? Ich denke: Nein! Im Gegenteil wird irgendwann der Blick wieder frei werden für dieses Stück deutscher und europäischer Geistesgeschichte. Frei vor allem von der gegenwärtig noch reflexhaften Konnotation mit den ehemals real existierenden staatskapitalistischen Diktaturen, deren Führer ihren und ihrer Staatsdoktrinen Namen mit dem von Marx verbanden, ohne dass der sich noch hätte wehren können. Das Kapital, zuerst erschienen zwischen 1867 und 1894, ist ohne Zweifel ein bedeutendes Zeugnis der Geschichte der Politischen Ökonomie als Wissenschaft. Und als solches wird es bleiben. Und bleiben wird es auch in meinem Bücherschrank. Auch im neuen Jahrhundert. Beladen freilich mit Erinnerungen, die nichts mit dem Werk und ebenso wenig mit seinem Autor zu tun haben: Mit dem geteilten Berlin des Jahres 1980, dem ersten Jahr des letzten Jahrzehnts der DDR. Hat das irgend etwas zu bedeuten? Nein! Denn: "Abstrakt strenge Grenzlinien scheiden ebensowenig die Epochen der Gesellschafts- wie der Erdgeschichte". (Karl Marx, Das Kapital, Berlin (Ost): Dietz Verlag 1980, Band 1, S. 391). --Andreas Vierecke

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Rolf Dobelli fanden 51 von 62 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eines der einflussreichsten Bücher aller Zeiten

"Das Kapital" ist Karl Marx' wissenschaftliches Hauptwerk. Anders als etwa das "Kommunistische Manifest" ist es kein Aufruf zur Revolution, sondern eine äußerst umfangreiche, systematische und detailreiche Analyse und "Kritik der politischen Ökonomie", so der Untertitel. Entsprechend lange hat Marx dafür gebraucht: 15 Jahre arbeitete er allein am ersten Band. Marx versucht in seiner komplexen Abhandlung hinter die versteckten Funktionsweisen des Kapitalismus zu kommen. Dabei nähert er sich schrittweise über die Begriffe der Ware, des Tauschwerts und des Gebrauchswerts seiner berühmt gewordenen Arbeitswertlehre: Eine Ware, so Marx, ist so viel wert, wie die darin "geronnene" Arbeitszeit. Der Arbeiter muss, da er keine Produktionsmittel besitzt, seine Arbeitskraft verkaufen, und zwar an die Kapitalisten, die Maschinen und andere Produktionsmittel besitzen. Der Kapitalist will seine Waren nicht verkaufen, um andere Waren erwerben zu können, sondern um sein Geld zu vermehren. Das "geldheckende Geld", der kapitalistische Akkumulationsprozess steht im Zentrum der Marx'schen Kritik. Die Auswirkungen von Marx' Werk auf die Wissenschaften sind schon kaum zu überschätzen - diejenigen auf die weit reichenden politischen Umwälzungen in großen Teilen der Welt im 20. Jahrhundert in den kommunistischen Staaten erst recht nicht.

Diese Rezension von otternasen fanden 57 von 73 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Großer Denker, fader Autor

Mir ist dieses Werk in Form einer alten Ausgabe von 1898 rein zufällig in die Hände gekommen, und es hat dann gedauert, Zeit und Muße zu finden, sich durch diesen Schmöker durchzubeißen.

Zwar wird einem schon in der ersten Stunde klar, daß hier ein genialer Kopf gedacht hat, und mir fallen nur die Hauptwerke von Kant und Darwin ein, die auf mich persönlich eine so revolutionäre Wirkung hatten, andererseits fragt man sich am Ende einer jeden Seite schon: "Hätte der Mann das nicht verständlicher bzw. punktgenauer formulieren können?"

Als naturwissenschaftlich geschulter Mensch beeindruckt mich sein phänomenal scharfer analytischer Verstand, gleichzeitig macht mir die fehlende Knappheit seines Stils Mühe.

Gewiß, der Inhalt soll nicht unter der Weise leiden, wie er "unter das Volk gebracht" wird, aber in weiterer Konsequenz stellt sich einem die Frage, was gewesen wäre, wenn sich dieses so wichtige und unsterblich aktuelle Buch besser läse.

Jahrhundertelang war das gemeine Volk auf den Klerus angewiesen, der ihm aus dem so lebensbestimmenden Buch, der Bibel, vorlas, weil sie auf Latein geschrieben war.

Und Hunderte von Millionen vom Kommunismus Be- oder Getroffener

waren auf die Parolen ihrer Volksvertreter angewiesen, denn dieses Buch kann nur dem interessiertesten Leser empfohlen werden. Wer sich dennoch in den Marxismus vertiefen möchte, sei für den Anfang Literatur aus zweiter Hand empfohlen, "Marx light" sozusagen, erst dann sollte der geduldige Leser VIEL Zeit für dieses Werk nehmen.

Speziell zu dieser Ausgabe gilt, daß sie rundum gelungen ist, einen informativen Anhang mit ausführlicher Bibliographie, die beinahe unerläßlich ist, enthält und außerdem ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet.

Diese Rezension von pewis fanden 45 von 58 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eines der bedeutendsten Bücher der letzten 200 Jahre

Die ersten etwa 200 Seiten machen einem den Einstieg sicherlich nicht einfach - eine Tatsache, über die sich Marx durchaus klar war und die er im Vorwort der ersten Ausgabe von 1867 ausdrücklich erwähnt hat. Danach wird das Buch über lange Abschnitte journalistisch-flott und man hat sich inzwischen an den marxschen Sprachduktus gewöhnt. Die marxsche Sprache ist übrigens keineswegs frei von Schönheit; Marx war jemand, der Sprache nicht nur verwendet, sondern gestaltet hat. Wenn man den trockenen Einstieg durchgehalten hat, stellt man auf einmal verwundert fest, dass das "Das Kapital" zu einem wirklichen Lesevergnügen geworden ist.

Peter Hoeg legt seiner Heldin Smilla anerkennende Worte in den Mund für die "almost feminine compassion", die sich in Marxs "Kapital" ausdrückt. In der Tat ist das Buch nicht nur analytisch, sondern auch ein moralischer Aufschrei gegen die Grausamkeit des Bestehenden. Dennoch ist es ein Männerbuch: geprägt von der Gewißheit, durch formale Logik die Welt erklären zu können, und voll von sarkastischem Humor. Mit der "Entbehrung" des Kapitalisten als Seitenhieb auf die Abstinenztheorie hat das Buch sogar seinen running gag.

Lohnt es sich heute noch, "Das Kapital" zu lesen? Auf jeden Fall, und sei es nur wegen der zahlosen Zitate von Unternehmern und deren Hofökonomen, die Marx bringt: Die Konkurrenz auf dem Weltmarkt nimmt zu, woanders wird billiger produziert, die Löhne der Arbeiter sind zu hoch und die Arbeitszeiten sind zu kurz. Kurz: Die Arbeiter leben auf zu großem Fuß und das wird der Ruin der nationalen Industrie werden. So klagten die Unternehmer-Vertreter 1867 und wenn Sie nicht gestorben sind, so klagen Sie noch heute - in ihrer Eigenschaft als "vernunftbegabtes, mit Verstand und Willenskraft begabtes Kapital", wie Marx sagen würde.

Diese Rezension von hansgeorgg fanden 60 von 80 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Fragen meiner Tochter werden beantwortet

Ich habe dieses Buch "wiederentdeckt", als ich meiner 15 jährigen Tochter erklären wollte, warum es in der heutigen Welt arme und reiche Menschen gibt - und vor allem, warum der so "moderne Kapitalismus" von heute, mit soviel Produktivität und Überfluss, nicht die gesamte Menschheit ernähren kann und die Armut endgültig abschaffen kann - oder will?

Ja, es sind die Beispiele von K.Marx, wie er seinen Lesern die Ursachen und die Funktionsweise der Kapital-Entstehung und -Vermehrung erklärt. Sicher schwer zu lesen ( historisch bedingt)- aber wenn man die Logik begriffen hat, ist es m.E. nach das gründlichste und allgemeingültigste Werk der politischen Ökonomie.

Diese Rezension von Peter fanden 25 von 38 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Empfehlenswert

Ich empfehle das "Kapital" dem interessierten Leser, die Argumentation ist im Gegensatz zu vielen anderen Philosophen verständlich und leicht nachvollziehbar. Allerdings ist das Buch extrem redundant - häufig kann man einige Seiten überblättern, ohne etwas zu verpassen. Besonders interessant: In Fußnoten werden Fallbeispiele beschrieben, von denen einige überraschend aktuell sind. (Platzen von Eisenbahnblasen, "Fördern und Fordern" im Armenhaus, ...)

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