Sage mir, welche Metaphern du gebrauchst, und ich nenne dir dein Weltbild' lautet lapidar die zentrale These der vorliegenden Untersuchung. An der Philosophie des 18. Jahrhunderts wird gezeigt, wie sich Weltbilder in Metaphern spiegeln. Das 18. Jahrhundert ist eine Zeit des Umschwungs, in der sich ein Übergang zum typisch modernen, verzeitlichten Denken ereignet. Dieser Weltbildwandel geht sowohl mit einem veränderten Metapherngebrauch als auch mit einer neuen Metapherntheorie einher. Eine Gegenüberstellung der Metapherntheorien und -verwendungen zweier einflußreicher Philosophen des Rationalismus (Leibniz und Wolff) und zweier Philosophen, die beide diesen Rationalismus bekämpften und als Repräsentanten des neuen geschichtlichen Weltbildes gelten (Vico und Herder), macht uns die Epochenschwelle im 18. Jahrhundert sinnfällig. Da sich die Arbeit sowohl der Metapherntheorie als auch dem -gebrauch widmet, können die theoretischen Aussagen dieser Philosophen jeweils in ihrer schriftstellerischen Praxis gemessen und beurteilt werden. Die Bilder, die der Mensch des 18. Jahrhunderts sich für seine Welt schaffte, sensibilisieren uns unwillkürlich für gegenwärtige Orientierungsmuster.
Adelung-1793: Metapher, die · Räder-Albus, der · Albus, der
Brockhaus-1911: Metápher · Fluor albus · Albus
Kirchner-Michaelis-1907: Metapher
Meyers-1905: Metapher · Fluor albus · Agaricus albus · Albus
Pierer-1857: Metapher · Fluor albus · Kölnische Albus · Albus [3] · Albus galērus · Albus [1] · Albus [2]