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Das Leben leben zu können bleibt immer dem einzelnen überlassen. Dem modernen Menschen, der auf Wissenschaft, Technik und politische Systeme vertraut, fehlt es jedoch an dieser Kunstfertigkeit. Anstatt darüber zu klagen, geht es dem Autor um die konkreten Fragen zu einer neuen Lebenskunst. Dazu kann die Philosophie einen entscheidenden Beitrag leisten. Die grundlegende Frage 'Was soll ich tun?' hat in diesem Moment keinen moralischen, sondern einen existentiellen Sinn und zielt auf die Kunst der Existenz, aus dem abstrakten Leben ein eigenes werden zu lassen. Dazu dient das Nachdenken über den Umgang mit Gewohnheiten, Lüsten und Schmerzen, mit Zeit und Tod, über die Künste der Ironie, des 'Negativdenkens', der Gelassenheit - einen Lebensstil, der auf die entscheidende Herausforderung der Zeit zu antworten vermag.
Anregungen zur LebenskunstVon Phrasen kann keine Rede sein. Im Gegensatz zu den bisherigen Meinungen, die ich hier zu lesen bekam, bin ich überzeugt: Dieses Buch ist in vielfacher Hinsicht erfreulich: Es ist nicht nur rein äußerlich esthetisch und anspruchsvoll, was freilich nicht das Maß aller Dinge sein kann, sondern auch inhaltlich überzeugend. Der Autor, Wilhelm Schmid, sagt bereits im Vorwort ausdrücklich, dass er hier lediglich "ausgewählte Abschnitte" aus seinem 560-Seiten-Werk "Philosophie der Lebenskunst" vorlegt.Welche Abschnitte das sind, wird im Anhang präzise dokumentiert. Zusätzlich sind drei neue Texte über Heiterkeit, Gesundheit und die Frage nach Glück enthalten, was dem aufmerksamen Leser wohl kaum verborgen bleiben dürfte. Schwierige Sachverhalte werden auch für den Laien in eleganter Sprache verständnisreich klar dargestellt, was das Buch besonders auszeichnet. Mit wenigen Worten wird sehr viel gesagt! Vorausgesetzt ist freilich die Bereitschaft, in die Tiefe zu gehen und nicht an der Oberfläche zu verweilen. Erst so kann man sich ein qualitatives Urteil erlauben. Wundervoll sind beispielsweise die Abschnitte über Gewohnheiten, über das Negativdenken und über die Heiterkeit. Wer dann noch tiefer in die Kunst des Lebens einsteigen will, kann sich die viel umfangreichere "Philosophie der Lebenskunst" zu Gemüte führen. Sie gibt Anregungen und Antworten auf Fragen, wie sie bisher in dieser Weise noch nicht gestellt wurden. Ich kann diese Lektüre nur empfehlen!
Zweifach ärgerlichDieses Buch ist in doppelter Hinsicht ärgerlich:1) Es handelt sich um die unveränderte Wiedergabe eines kleinen Ausschnittes aus der "Philosophie der Lebenskunst" des selben Autors. Nirgendwo wird auf diesen Sachverhalt hingewiesen.Wirkliche Interessenten dieses Autors sind gut beraten,sich die wesentlich umfangreichere "Philosohie der Lebenskunst" zum selben Preis zuzulegen.
2) Das einzig wirklich Lesbare sind die eingestreuten Zitate anderer Philosophen. Hinter unverständlicher Phrasenflut und dürren wiewohl aufgeblasenen Worthülsen läßt sich oft keine Aussage erkennen. Es gibt genügend Beispiele in der Philosophie, daß sich auch schwierige Sachverhalte lesbar darstellen lassen.
Dieses Buch legt beredt Zeugnis davon ab, wie mit vielen Worten
nichts ausgesagt werden kann.
Zwei Punkte wegen der Mühe, die sich der Autor gibt...Ehrlich, als ich dieses Buch kaufte, dachte ich, man würde hier echte und gute Ratschläge für ein gelungenes Leben finden. Aber was hier geboten wird, ist alles andere als eine gelungene Lebensphilosophie. Der Text ist philosophisch gesehen derart kryptisch und idiosynkratisch, dass seine in ihm dargelegten Empfehlungen wohl nur für den Autor selbst eine Hilfe darstellen. Hier hat jemand seinen persönlichen Umgang mit für nur ihn selbst stimmigen Lösungen zu einer allgemeinen Lebensphilosophie hochgelobt. Aber eine Lebensphilosophie sollte wenigstens ein wenig allgemeine Relevanz haben. Da schwimmt wohl einer auf der derzeitigen Welle der „praktischen“ Philosphie...
Lesen ist KunstVon Phrasen kann keine Rede sein. Im Gegensatz zu den bisherigen Meinungen die ich hier zu lesen bekam, bin ich überzeugt: Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht erfreulich. Es macht schon rein äußerlich einen sehr esthetischen und ansprechenden Eindruck, wobei dies freilich nicht das Maß aller Dinge ist. Der Autor, Wilhelm Schmid, sagt bereits im Vorwort ausdrücklich, dass er hier lediglich "ausgewählte Abschnitte" aus seinem 560-Seiten Werk "Philosophie der Lebenskunst" vorlegt. Welche Abschnitte es sind, wird im Anhang präzise dokumentiert. Zusätzlich sind drei neue Texte über Heiterkeit, Gesundheit und die Frage nach Glück enthalten, was einem aufmerksamen Leser wohl kaum entgehen dürfte. Alle Texte sind auch für den Laien elegegant und verständnisreich geschrieben, was das Buch besonders auszeichnet. Es gibt wenige Beispiele in der Philosophie dafür, dass schwierige Sachverhalte so klar dargestellt werden. Mit wenigen Worten wird sehr viel gesagt. Freilich muss der Leser dafür bereit sein, etwas in die Tiefe zu gehen und nicht nur an der Oberläche zu verweilen. Einfach wundervoll sind beispielsweise die Abschnitte über Gewohnheiten, über das Negativdenken und über die Heiterkeit. Wer noch tiefer eintauchen möchte in die Kunst des Lebens, kann sich natürlich auch die viel umfangreichere "Philosophie der Lebenskunst" zu Gemüte führen. Ich kann das nur empfehlen!
Gelassene Betrachtung über den Sinn des Lebens-----------------------------
Inhalt
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Ausgehend von Richard M. Cohens Bild "Exkursion in die Philosophie" stellt Schmid die Frage danach, welchen Sinn das Leben denn eigentlich habe. Er beantwortet sie in den nächsten Kapiteln mit der Behandlung von Gewohnheiten, der Lüste, Schmerzen, Tod, Zeit, Leben als Versuch, Zorn, Ironie, Negativem Denken, Melancholie, Gelassenheit, Ökologie, Cyberspace, Gesundheit bis er schließlich den Kreis schließt mit Heiterkeit im antiken Sinne, dem Weg zum Glück und dem schönen Leben.
Durch alle Bereiche hindurch zieht sich der Versuch, uns zu einem ausgeglichenen Leben anzuregen.
Scheinbar Negatives wie Lust oder Zorn sollen nicht verbannt, sondern bewusst und selbstbestimmt in die Lebenskunst integriert werden. Schmerz, Tod oder Melancholie haben ihren Sinn, z.B. um Grenzen aufzuzeigen. Reines positives Denken lehnt Schmid aus diesem Ansatz der Ausgewogenheit genauso ab, wie reinen Negativismus.
Es geht um die eigene Gestaltung des Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen in Reflexion und Gelassenheit. Dies ist dann gelungen, wenn man das Leben zurückblickend bejahen kann - dann war und ist es schön.
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Kommentar
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Ein kluges und empfehlenswertes Buch. So tiefgründig, dass es vielleicht nicht für den Strand zwischen Volleyball und Surfen geeignet ist, aber doch angenehm und allgemein verständlich geschrieben.
Sollten Sie eine praktische Anleitung zum Glück suchen, werden Sie hier nicht direkt fündig. Das Buch ist für all diejenigen empfehlenswert, die sich philosophisch und eher allgemein mit dem Sinn des Lebens beschäftigen möchten, ohne Fachchinesisch, Zeigefinger oder Dogma.
Die beschriebene Balance des Lebens, die auch negative Gefühle bejaht und integriert ist sehr verführerisch. Aber hier verschwimmt leider auch die Trennung zu einem unglücklichen Leben. Wie Schmid auch selbst anmerkt, ist die Ausgestaltung sehr individuell. Aus diesem Grund kann keine pragmatische Anleitung für ein schönes Leben oder eine klare Orientierung geliefert werden.
Ausgewogenheit hat auch Schwachstellen. Positives Denken wird als dogmatisch angelehnt, ohne zu berücksichtigen, welche Kraft sie für ein gutes Leben haben kann. Negatives wie z.B. Zorn wird integriert, soll nutzbringend eingesetzt werden, aber Schmid präsentiert kein Rezept gegen die negativen Folgen des Zorns. In einem vertiefenden Gespräch würde Schmid sicherlich auch dies relativieren.
Adelung-1793: Schmid, der · Leben, das · Leben
Brockhaus-1911: Schmid [3] · Schmid [4] · Schmid [5] · Schmid · Schmid [2] · Leben
Eisler-1904: Wille zum Leben · Leben
Eisler-1912: Schmid, Franz Xaver · Schmid, Leopold · Schmid, Alois von · Schmid, Carl Christian Erhard
Goetzinger-1885: Brüder vom gemeinsamen Leben
Heiligenlexikon-1858: Kaspar Schmid (2) · Catharina Schmid (31)
Herder-1854: Schmid [1] · Schmid [2] · Schmid [4] · Schmid [3] · Beschauliches Leben · Leben
Kirchner-Michaelis-1907: Leben
Meyers-1905: Schmid · Losung ums Leben · Tod und Leben · Ewiges Leben · Freie Bühne für modernes Leben · Leben
Pagel-1901: Schmid, Heinrich · Schmid, Hans
Pataky-1898: Schmid, Cordula · Schmid, Christofine · Schmid, Hedda von · Schmid, Charlotte · Clasen-Schmid, Frau Mathilde · Schmid Caroline · Clasen-Schmid, Frau Mathilde · Schmid, Charlotte · Schmid, Agathe · Frauen, unserer, Leben
Pierer-1857: Schmid · Thierisches Leben · Vegetatives Leben · Ewiges Leben · Leben [1] · Leben [2]